Corona-Krise: Krankenhaus-Patientenzahlen rückgängig wegen Corona-Angst? – Gesundheit

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Wie das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) in einer Mitteilung schreibt, dominieren das Coronavirus SARS-CoV-2 und die Lungenkrankheit COVID-19 momentan die Nachrichtenlage in Leipzig und ganz Deutschland.

Mitte März war beschlossen worden, dass alle planbaren Aufnahmen, Operationen und Eingriffe in deutschen Krankenhäusern, soweit dies medizinisch vertretbar ist, auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Dadurch soll gewährleistet werden, dass ausreichend Kapazitäten für die Behandlung von Coronavirus-Erkrankungen (COVID-19) vorhanden sind.

Doch viele Krankenhäuser sind nicht ausgelastet.

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Mittlerweile wurde teilweise für Kliniken sogar schon Kurzarbeit angemeldet.

Auch in Leipzig beobachten Notfallmediziner einen Rückgang von Patientenzahlen.

Schon vor Wochen kam die Frage auf, warum trotz der Corona-Krise so viele Krankenhäuser noch leer sind.

Dies könnte damit zu tun haben, dass viele Menschen mit schweren Verletzungen oder Erkrankungen nicht mehr zur Behandlung kommen, weil sie Angst haben, sich mit dem Virus anzustecken.

Mediziner beobachten Rückgang der Patientenzahlen in Notfallaufnahmen

Darüber wird fast vergessen, dass viele Menschen auch weiterhin an anderen Erkrankungen leiden oder sich Verletzungen zuziehen.

In der Zentralen Notfallaufnahme des UKL wird zur Zeit ein Rückgang der Patientenzahlen registriert.

Das deckt sich mit Beobachtungen anderer großer Notaufnahmen im gesamten Bundesgebiet.

Bei akuten schwerwiegenden gesundheitlichen Beschwerden oder bei einem medizinischen Notfall sollten Betroffene die notwendige medizinische Versorgung auch aktuell in Anspruch nehmen, appellieren daher die Ärztinnen und Ärzte des UKL.

„Im Moment wissen wir es noch nicht genau, woran der Rückgang wirklich liegt“, so Prof.

André Gries, Ärztlicher Leiter der Zentralen Notfallaufnahme (ZNA) und Sprecher des Cardiac Arrest Centers (CAC) am UKL.

Notwendige medizinische Versorgung in Anspruch nehmen

„Möglicherweise ist er eine Folge des so genannten Shutdowns, viele Menschen sind weniger aktiv und bleiben über einen längeren Zeitraum zu Hause.

Aus Sicht des UKL-Notfallmediziners sind diese Bedenken völlig unnötig: „Auch weiterhin sollte jeder bei relevanten gesundheitlichen Problemen wie Schlaganfällen, Herzinfarkten oder akuten Traumata den Rettungsdienst rufen oder die Zentrale Notfallaufnahme aufsuchen“, erklärt er.

Es gebe jedoch Hinweise darauf, dass manche in der aktuellen Corona-Situation länger warteten und Bedenken hätten, sich selbst bei akuten gesundheitlichen Problemen vorzustellen beziehungsweise den Rettungsdienst zu rufen, erläutert Prof.

Gries.

Auch alle etablierten Behandlungspfade beispielsweise bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Rahmen des CAC oder bei anderen Erkrankungen genau wie bei Verletzungen würden zu jeder Zeit funktionieren.

Obwohl viele geplante Eingriffe und Operationen abgesagt worden seien und die Corona-Lage zu Einschränkungen im klinischen Alltag geführt hätten, stünden am UKL sämtliche Ressourcen für die Notfallversorgung uneingeschränkt zur Verfügung, betont der Mediziner.

In einem positiven Fall würde diese Patientin oder dieser Patient umgehend separiert werden, so dass sie oder er nicht mit anderen Patientinnen oder Patienten in Kontakt kommen könne.

„Wir haben umfassende Schutzmaßnahmen getroffen, und sie funktionieren“, so Prof.

André Gries.

„Niemand sollte aus Angst auf einem Arztbesuch verzichten.

Beim Eintreffen einer Patientin oder eines Patienten in der Zentralen Notfallaufnahme, aber auch bereits durch den Rettungsdienst, werde sofort überprüft, ob ein COVID-19-Risiko vorliege, erklärt der UKL-Experte.

„Das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus im Klinikum ist äußerst gering“, sagt Gries.

„Wesentlich ungünstiger ist es, wenn akute medizinische Probleme nun aus Angst vor Corona verschleppt würden und durch Nichtbehandlung verschlimmert werden.

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