Corona-Maßnahmen: Wenn Geschäfte keine Kinder reinlassen – Top News

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Nach Paragraph 19 des Allgemeinen Geleichbehandlungsgesetzes (AGG) dürfen Menschen unter anderem aufgrund ihres Alters nicht diskriminiert werden, wie das Bundesjustizministerium auf -Nachfrage mitteilte.

Wenn allerdings sachliche Gründe vorliegen würden, beispielsweise im Rahmen des Infektionsschutzes, dann könnte nach Paragraph 20 eine unterschiedliche Behandlung zulässig sein.

Letztendlich müssten darüber aber Gerichte entscheiden.

Der Fall eines alleinerziehenden Vaters, der mit seiner vierjährigen Tochter aus einer Post-Filiale in Miesbach verwiesen wurde, erregt Aufsehen.

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Können Post-Filialen oder andere Geschäfte in der Coronakrise tatsächlich ein Kinderverbot aussprechen?

Ein alleinerziehender Vater wollte ein Paket aufgeben, mit seiner vierjährigen Tochter betrat er eine Post-Filiale in Miesbach.

Eine Angestellte verwies ihn daraufhin des Ladens, da Kinder derzeit wegen der Coronakrise keinen Zutritt hätten, wie ein Online-Portal berichtete.

Kinder müssen ab ihrem sechsten Geburtstag in Geschäften eine Mund-Nasen-Maske tragen, mehr Informationen dazu gibt es hier.

Ohlmann ist bislang kein Fall eines bayerischen Supermarkts oder Geschäfts bekannt, bei dem Kinder nicht eintreten durften.

Laut ihm ist das aber auch nicht notwendig: “Die allermeisten Kunden verhalten sich den aktuellen Vorgaben entsprechend angemessen”, so Ohlmann.

Post-Filialen gehören übrigens nicht dem Handelsverband an.

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Weiter führte die Deutsche Post DHL Group in einem Statement gegenüber aus: “Zudem besagt auch die Verordnung zur Eindämmung der Pandemie nicht, dass Kinder ein besonderes Gefährdungspotenzial mit Blick auf die Infektion in sich tragen.

Wir werden den Vorfall also zum Anlass nehmen, um mit dem entsprechenden Filialpartner noch einmal das Gespräch zu suchen.

Post will Gespräch mit Filialpartner suchen

Edeka: Alleinerziehende darf nicht mit Kind eintreten

Handelsverband appelliert an Inhaber: Fingerspitzengefühl

Keine Kinder in Geschäften – ist das Diskriminierung?

Dem Portal gegenüber erklärte ein Sprecher der Deutsche Post DHL Group, die Angestellte habe in diesem Fall korrekt gehandelt.

Auf Nachfrage von schwenkte das Unternehmen nun um.

Auch in den Partnerfilialen würden gemäß den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts geeignete Schutzmaßnahmen ergriffen werden: “Regelungen, wonach Kinder vom Besuch auszuschließen sind, gehören aber ausdrücklich nicht dazu.

Bernd Ohlmann vom Handelsverband Bayern (HBE) weist auf das Hausrecht des jeweiligen Geschäftsinhabers hin.

Auf der anderen Seite appelliert er aber an die Besitzer, in der Krise Fingerspitzengefühl zu zeigen und gerade Alleinerziehende mit ihren Kindern den Zutritt in Geschäfte nicht zu verwehren: “Natürlich muss sich das Kind dabei der Situation angemessen verhalten und darf nicht durch den Laden springen.

” Der Besuch des Geschäfts dürfe auch nicht zum Familienausflug werden.

Der Fall eines alleinerziehenden Vaters, der mit seiner vierjährigen Tochter aus einer Post-Filiale in Miesbach verwiesen wurde, erregt Aufsehen.

Können Post-Filialen oder andere Geschäfte in der Coronakrise tatsächlich ein Kinderverbot aussprechen?

Auch der Fall eines Hamburger Edekas sorgte für Aufsehen.

Dort wurde eine alleinerziehende Mutter nicht in eine Filiale gelassen.

Der Geschäftsführer des EDEKA-Marktes sagte “Radio Hamburg”, die geforderte Abstandsregel von anderthalb Metern sei in den vergangenen Tagen nicht eingehalten worden.

Daher habe man entschieden, nur noch eine Person aus dem Hausstand in das Geschäft zu lassen.

Corona-Maßnahmen: Wenn Geschäfte keine Kinder reinlassen

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