Corona-Schutzmasken von der FH Drotmund mittels 3D-Druck hergestellt – Gesundheit

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Viele Krankenhäuser suchen angesichts des Mangels an Schutzausrüstung nach pragmatischen Lösungen und die Ruhrlandklinik in Essen hat sich daher mit einer außergewöhnlichen Anfrage an die FH Dortmund gewandt.

Das Klinikum erhoffte sich Unterstützung beim 3D-Druck und an der Fachhochschule hat man sich kurzerhand entschlossen, in einer Zusammenarbeit der Fachbereiche Architektur, Maschinenbau, Informatik und des Instituts für die Digitalisierung der Arbeits- und Lebenswelten (IDiAL) die Herausforderung anzunehmen.

„In den Laboren der Fachhochschule Dortmund laufen aktuell die 3D-Drucker auf Hochtouren, um die Kliniken in der Region bei der Produktion von medizinischer Schutzausrüstung zu unterstützen“, so die Mitteilung der Fachhochschule.

Wo sonst Studierende Projekt- oder Abschlussarbeiten im Kontext von „Rapid Prototyping“ vorbereiten, werden jetzt „Schicht um Schicht, Stunde um Stunde, aus feinstem Kunststoffpulver sogenannte Face Shields“ produziert.

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Schutzausrüstung für den medizinischen Bereich ist angesichts der Corona-Krise derzeit oftmals nur schwer zu bekommen.

An der Fachhochschule Dortmund werden daher aktuell mit dem 3D-Drucker Einzelteile für Corona-Schutzmasken hergestellt, um die Kliniken bei der Versorgung zu unterstützen.

3D-Drucker produzieren Face Shields

Corona-Krise: 3D-Druck zur Unterstützung bei der Schutzmaskenherstellung

Seither produzieren die 3D-Drucker der Fachhochschule die Einzelteile für sogenannte Face Shields anhand eines zur Verfügung gestellten 3D-Modells.

Es entstehen passgenaue Bauteile aus Kunststoff für den Gesichtsschutz wie Stirnbänder und Kinnteile.

Die transparente Kunststoff-Folie dazwischen – der eigentliche Schutz – werde mit Lasern zugeschnitten, die normalerweise für den Bau von Modellen im Fachbereich Architektur der Fachhochschule genutzt werden, berichtet die FH Dortmund.

In den Kliniken besteht ein hoher Bedarf an Face Shields, betont Paul-Andreas Maurer vom Fachbereich Maschinenbau und Lehrbeauftragter für Baustofftechnologie im Fachbereich Architektur an der FH Dortmund.

„Wir produzieren hier nach dem Motto: so viel wie geht“, so Maurer weiter.

Derzeit könne die Fachhochschule rund 300 Sets pro Woche schaffen.

Einen Großteil hiervon stemme der Hochleistungs-3D-Drucker im Labor für Additive Fertigung.

Pragmatische Lösungen gefragt

Der eingesetzt 3D-Drucker ist extrem schnell, produziert hohe Stückzahlen und ist gleichzeitig ressourcenschonend, erläutert der Fachmann.

Derzeit werde auch daran gearbeitet, die Kapazitäten für den Druck der Face Shields noch weiter zu steigern, ergänzt Matthias Krause, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter das Labor für Additive Fertigung mit dem 3D-Drucker betreut.

Insgesamt dauert ein Druckauftrag mit 80 Face Shields an der FH Dortmund rund elf Stunden.

„Das hört sich lang an, ist aber tatsächlich sehr schnell“, so die Mitteilung der Fachhochschule.

Sobald die Bauteile abgekühlt sind, werden sie noch glasperlengestrahlt, um die Oberfläche zu reinigen und sämtliche Einzelteile werden dann an die Kliniken übergeben, wo sie erst sterilisiert und anschließend zusammengebaut werden.

Beliefert werden aktuell die Ruhrlandklinik in Essen und das Klinikum Dortmund.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit der technischen Ausstattung unserer Labore und dem Engagement unserer wissenschaftlichen Mitarbeiter dazu beitragen können, die Medizinerinnen und Mediziner und das Pflegepersonal in den Krankenhäusern besser zu schützen“, betont Prof.

Dr.

Wilhelm Schwick, Rektor der Fachhochschule Dortmund.

Im Unterschied zu einfachen medizinischen Atemschutzmasken bieten die medizinischen Schutzschilde zudem den Vorteil, dass sie länger eingesetzt, desinfiziert und wiederverwendet werden können.

(fp)

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden.

Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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