Corona-Todesfälle: Übersterblichkeit wird deutlich sichtbar – Gesundheit

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Analysten der New York Times zeigten, dass die weltweiten Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie sich derzeit noch nicht korrekt in den gängigen Sterblichkeitsstatisiken widerspiegeln.

Die Daten seien aufgrund der Pandemie nicht zuverlässig.

Dies erkläre die entdeckte Diskrepanz zwischen den offiziellen COVID-19-Todeszahlen und dem tatsächlichen Gesamtanstieg der Todesfälle.

In einigen Ländern und Städten werde nun die sogenannte Übersterblichkeit besonders deutlich, wie folgende Übersicht zeigt (Quelle New York Times, Stand: 22.

04.

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2020):

Die New York Times berichtet, dass im März 2020 mindestens 28.

000 Menschen mehr gestorben sind, als bisher in den Statistiken verzeichnet.

Die Zeitung veröffentlichte die Sterblichkeitsdaten aus 11 Ländern und zeigt ein klares, wenn auch noch unvollständiges Bild von den bislang nicht bemerkten Auswirkungen der Corona-Krise.

Eine Analyse deckte auf, dass in elf untersuchten Ländern mindestens 28.

000 Menschen im letzten Monat mehr gestorben sind, als in den Statistiken verzeichnet wurde.

Bei Berücksichtigung dieser Fälle zeigt sich auch eine sogenannte Übersterblichkeit im Rahmen der COVID-19-Pandemie.

Unter den untersuchten Ländern befinden sich beispielsweise Spanien, England, Frankreich, Niederlande, Belgien und die Türkei.

Mindestens 28.

000 fehlende Todesfälle in den Statistiken

Die New York Times betont, dass es sich bei den nicht verzeichneten Todesfällen nicht zwangsweise um COVID-19-Tote handeln muss.

Auch alle anderen Ursachen für Todesfälle sind in diesen Zahlen enthalten.

Das unklare Bild ergebe sich dadurch, dass die meisten Länder nur Covid-19-Todesfälle melden, nicht aber die Anzahl aller Todesfälle.

Übersterblichkeit wird noch nicht korrekt abgebildet

Bei Grippe-Epidemien ist ebenfalls längst nicht jeder gezählte Grippe-Todesfall laborbestätigt.

Hier wird die Übersterblichkeit im Zeitraum der Grippe-Saison der Epidemie zugesprochen.

Insgesamt sprechen die nun veröffentlichten Zahlen gegen die Vorstellung, dass viele Menschen ohnehin bald auch ohne das Virus gestorben wären.

Laut der New York Times sterben derzeit in Paris beispielsweise doppelt so viele Menschen wie üblich und weitaus mehr als zum Höhepunkt einer Grippesaison.

In New York City sei die Zahl jetzt sogar viermal so hoch wie gewöhnlich.

„Welche Zahl auch immer an einem bestimmten Tag gemeldet wird, wird eine grobe Unterschätzung sein“, betont Tim Riffe vom Max-Planck-Institut für demographische Forschung in Deutschland gegenüber der New York Times.

Es gebe einige Orte, an denen die Pandemie schon lange und intensiv genug läuft, um späte Todesfallregistrierungen mit zu berücksichtigen, sodass sich langsam ein genaueres Bild abzeichnet, wie hoch die Sterblichkeit wirklich ist, so Riffe.

In einigen Ländern wie Belgien und Frankreich arbeiten die Behörden daran, Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19, die sich außerhalb von Krankenhäusern ereignen, in ihre Tagesberichte mit aufzunehmen.

Andere Behörden wie das britische Office for National Statistics haben damit begonnen, Sterblichkeitsdaten nach der Bearbeitung von Sterbeurkunden zu veröffentlichen, um diejenigen zu ermitteln, die mit Covid-19 im Zusammenhang stehen.

Dies liefert eine genauere Darstellung der Sterblichkeit als die von Public Health England veröffentlichten Zahlen, allerdings verzögern sich die Daten um rund zwei Wochen.

Es ist gewöhnlich, dass Sterblichkeitsdaten mit Verzögerung veröffentlicht werden.

Aufgrund der Dringlichkeit der momentanen Situation bemühen sich jedoch viele Behörden darum, umfassendere und zeitnahe Informationen zu liefern.

Die Daten sind laut der New York Times dennoch begrenzt und unterschätzt, da nicht alle Todesfälle gemeldet wurden.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass der Anstieg der Todesfälle Mitte März deutlich wurde.

Dies deutet darauf hin, dass viele der Verstorbenen sich bereits im Februar infiziert haben – also mehrere Wochen bevor die Türkei den ersten COVID-19-Fall anerkannt hat.

Die Analyse zeigte auch einen deutlichen Unterschied zwischen den Ländern, die früh auf die Pandemie reagiert haben und den Ländern, die zunächst keine Maßnahmen ergriffen haben.

Istanbul verzeichnete zum Beispiel vom 9.

März bis 12.

April rund doppelt so viele Todesfällen wie erwartet (+ 2.

100 über dem Durchschnitt).

Dies allein sind doppelt so viele Todesfälle, wie die Regierung als COVID-19-Tote in diesem Zeitraum gemeldet hat.

Tekk.tv Gesundheit 

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