Corona und Urlaub: Das müssen Sie jetzt wissen – Top News

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Den Sommerurlaub will die Bundesregierung bei der Verlängerung der Reisewarnung aber noch nicht antasten.

Auf was sich Urlauber jetzt einstellen müssen:

Wann und wohin kann man heuer in den Urlaub? Bekommt man für bereits gebuchte Reisen Geld zurück? Das fragen sich bestimmt viele, nachdem die Bundesregierung die weltweite Reisewarnung bis Mitte Juni verlängert hat.

mit den Antworten.

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Leere Liegestühle an den Stränden – müssen wir uns dieses Jahr den Urlaub abschminken? Den Osterurlaub hat das Coronavirus bereits auf dem Gewissen, jetzt muss auch der Pfingsturlaub dran glauben, zumindest was Auslandsreisen angeht.

Auch Tatjana Halm von der Verbraucherzentrale Bayern empfiehlt, sich direkt an den Anbieter zu wenden, um die Rechte so schnell wie möglich geltend zu machen.

Eine Reisewarnung ermöglicht eine kostenlose Stornierung von bereits gebuchten Reisen.

Dr.

Philipp Schulz-Merkel, Fachanwalt für Versicherungsrecht in Nürnberg, betont, dass man dabei selbst aktiv werden muss.

Man sollte den Reiseveranstalter innerhalb von zwei Wochen konkret auffordern, den Betrag zu erstatten.

Wichtig dabei sei, eine Frist zu setzen, bis wann das Geld zurück zu bezahlen sei.

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Wann und wohin kann man heuer in den Urlaub? Bekommt man für bereits gebuchte Reisen Geld zurück? Das fragen sich bestimmt viele, nachdem die Bundesregierung die weltweite Reisewarnung bis Mitte Juni verlängert hat.

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Problematisch würde es aber dann, wenn der Veranstalter insolvent geht, Beispiel Thomas Cook.

Dann müssten sich Kunden beim Insolvenzverwalter melden und bekämen dann womöglich nur noch einen kleinen Teil erstattet.

Wenn allerdings eine konkrete Reise gebucht wurde, bekäme man einen “Versicherungsschein”.

Also eine Absicherung, mit der man auch im Fall einer Insolvenz sein Geld zurückbekommt.

Das würde bei einem Gutschein so nicht funktionieren.

Menschen, die zum Beispiel ihre Reise an Ostern nicht antreten konnten, wurden auch Reisegutscheine angeboten.

Der Nürnberger Fachanwalt sagt, dass das bei bereits gebuchten Reisen, die durch einen Gutschein abgegolten werden und die auch noch eingelöst werden können, eine gute Sache sein kann.

Schließlich würden Reiseanbieter oft noch Boni drauflegen, zum Beispiel ein paar hundert Euro für die Reise obendrauf als Gutschein.

Auch Tatjana Halm von der Verbraucherzentrale sagt, dass man sich im Fall von Pauschalreisen einfach an den Veranstalter wenden soll, um seine Ansprüche geltend zu machen.

Bei Individualreisen müsse man etwas genauer prüfen.

Wenn etwa ein Flug einen Bezug zur EU hat, entweder eine EU-Airline oder wenn die Reise von der EU ausgeht, gelten laut Halm die Fluggastrechte.

Dann sei auch hier eine Erstattung möglich.

Bei den Unterkünften müssten sich die Verbraucher über die geltenden Rechte in den jeweiligen Ländern informieren.

Bei einer Pauschalreise gebe es die Möglichkeit, sich über einen Sicherungsschein abzusichern.

Bei Reisen, die man sich selbst zusammengestellt hat, also wenn man etwa Flug, Hotel und Mietwagen separat gebucht hat, habe man die Absicherung mit der Versicherung nicht, sagt Schulz-Merkel.

Dann könne man nur gegen die jeweiligen Anbieter Ansprüche geltend machen.

Im Fall von Insolvenzen seien die dann schwerer durchzusetzen.

Corona und Urlaub: Das müssen Sie jetzt wissen

Anwalt Schulz-Merkel rät dazu, abzuwarten, wenn man verreisen will.

Im Zweifel erfahre man erst kurzfristig, ob eine Reise stattfindet.

Wenn man nicht verreisen möchte, ist eine kostenfreie Stornierung von Pauschalreisen möglich, sofern es eine Reisewarnung gibt.

Sollte es keine Reisewarnung mehr geben, Urlauber aber trotzdem lieber daheim bleiben wollen, etwa weil die eigenen finanziellen Mittel nicht mehr reichen, rät er ihnen dazu, so früh wie möglich eine Reise zu stornieren, um hohe Stornierungsgebühren zu vermeiden.

Laut Verbraucherzentrale sollte man, wenn man bucht, mit dem Anbieter abklären, welche Bedingungen gelten, sollte es zu weiteren Beschränkungen kommen.

Man müsse die Frage stellen: Wenn ich jetzt buche, komme ich dann wieder kostenfrei aus dem Vertrag raus?

Anwalt Schulz-Merkel gibt zu bedenken, dass man jetzt noch nicht weiß, wie die Situation im Sommer sein wird.

Etwa ob es dann noch Ausgangsbeschränkungen geben wird.

Das Problem seiner Ansicht nach: Wenn man jetzt Sommerurlaub bucht und es dann keine Reisewarnungen mehr gibt, müsste man die Reise auch antreten, wenn man die Lage anders einschätzt.

Außerdem bestehe die Insolvenzgefahr dann weiterhin.

Vermeiden könne man das mit Pauschalreisen, dann sei man mit einem Versicherungsschein abgesichert.

Wenn das Reiseunternehmen dann insolvent geht, bekomme man sein Geld über die Versicherung zurück.

Eine andere Möglichkeit wäre es, auf Angebote der Reiseveranstalter zurückzugreifen, die kostenfreie Rücktritte anbieten.

Nur bleibe dann die Gefahr, im Fall einer Insolvenz nicht alles zurückzubekommen.

Ministerpräsident Söder machte Hoffnung darauf, dass Hotels im Inland ab Juni womöglich wieder öffnen könnten.

Tatjana Halm von der Verbraucherzentrale sagt dazu, dass der Vorteil an einem Urlaub im Inland darin bestehe, dass man nicht von Grenzschließungen betroffen wäre und dann nicht das Problem hätte, nicht mehr nach Hause zu können.

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Durchhalten ist die Devise in der bayerischen Hotellerie.

Thomas Geppert, Landesgeschäftsführer des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga, sagt, dass die “Hütte gefühlt schon seit Monaten brennt”.

Man konzentriere sich nun auf Eröffnungsperspektiven, auf ein Hygienekonzept und gleichzeitig auf weitere Hilfe.

Schließlich seien die Betriebe unverschuldet in diese Not geraten.

Und die Not sei groß – den Schaden für die Hotellerie in Bayern bisher schätzt der Verband auf knapp eine Milliarde Euro.

In jeder weiteren Woche, in der keine Gäste kommen, betrage der Verlust 154 Millionen Euro.

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