Corona: Wie lange noch? Oder stehen wir erst am Anfang der Krise? – Gesundheit

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Viele Menschen hoffen darauf, dass sich in Kürze herausstellen wird, dass viele Personen die Infektion schon längst hinter sich haben und Antikörper besitzen, ohne das überhaupt gemerkt zu haben.

„Das wird sich nicht so rausstellen“, unterstreicht Drosten.

„Ich kann das unter anderem deswegen sagen, weil wir natürlich schon angefangen haben zu testen, weil ich aber auch höre von Kollegen in anderen Ländern, wo die Epidemien ähnlich weit fortgeschritten sind, dass das einfach nicht so ist.

“ Es wurde bislang keine überraschend große Zahl von unerkannten echt positiven Antikörperergebnissen entdeckt.

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Professor Christian Drosten ist in Deutschland wohl der bekannteste Experte in Bezug auf Coronaviren.

Er betont in seinem NDR-Podcast, dass wir uns klar machen müssen, dass wir hier nicht mitten in einer Epidemie sind, sondern erst am Anfang.

Um eine realistische Schätzung darüber abzugeben, wie lange diese Pandemie noch anhalten wird, muss zunächst erst mal bekannt sein, wie viele Menschen schon die Krankheit gehabt haben und Antikörper ausgebildet haben.

Es ist nun etwas über 100 Tage her, als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum ersten Mal über eine Gruppe ungewöhnlicher Lungenentzündungsfälle in Wuhan, China berichtete.

Rund einen Monat später verkündete die WHO eine globale Pandemie.

Viele Menschen fragen sich nun, wie lange es dauern wird, bis das überstanden ist.

Mehrere Experten betonen, dass wir erst am Anfang der Pandemie stehen.

Wachstumsrate der Antikörperpositiven unbekannt

Wir stehen erst am Anfang der Pandemie

Nach Einschätzung von Drosten stoppt die Pandemie, sobald rund 70 Prozent der Bevölkerung Antikörper ausgebildet haben.

„Wir wollen auch möglichst verstehen, wie schnell das passiert“, so der Virologe.

Als Grundlinie müssen dazu breitflächige Antikörpertests durchgeführt werden, um zu sehen, wie viele Antikörperpositive in der Bevölkerung sind.

Auch wenn das nach Einschätzung von Drosten derzeit nicht viele Personen seien werden, diene ein solcher Test als Anhaltspunkt für den jetzigen Zustand.

Solche Tests müssten dann in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, um zu sehen, wie schnell diese Gruppe wächst.

Erst mit diesem Wissen könne eine realistische Schätzung abgegeben werden.

Ein weiterer renommierter Experte in diesem Kontext ist Professor Dr.

Hendrik Streeck, der für die Landesregierung Nordrhein-Westfalen direkt im stark betroffenen Kreis Heinsberg forscht.

Das Team um Streeck legte erstmals die Dunkelziffer innerhalb des stark betroffenen Gebietes offen.

Durch Stichproben in der Bevölkerung in Gangelt wurden bei 14 Prozent der getesteten Personen Antikörper gefunden.

Zwei Prozent wiesen eine akute Infektion auf.

Antikörpertests sollen zeigen, wo wir stehen

Das zeigt, dass selbst in kleinen stark betroffenen Gebieten die Epidemie noch in der Anfangsphase steckt.

An anderen Orten in Deutschland dürfte die Anzahl der Antikörperpositiven noch weit unter diesem Wert liegen.

Aber es gibt auch Positives zu berichten: Die Sterblichkeit unter den Infizierten in Gangelt liegt bei 0,37 Prozent und damit deutlich unter den 1,98 Prozent, die die Johns Hopkins University als Mortalitätsrate angibt.

„Die ersten Ergebnisse der Studie zeigen, dass das ein Virus ist, das ernst zu nehmen ist – und dass die bisherigen Maßnahmen richtig waren, um die Ausbreitung einzudämmen“, kommentiert Streeck seine Zwischenergebnisse.

„Wir müssen lernen, mit SARS-2 zu leben und die Gefahren richtig einzuordnen.

Dr.

Gregory Poland ist ein Experte für Infektionskrankheiten und Leiter einer Impfstoff-Forschungsgruppe an der renommierten Mayo Clinic in den USA.

Die Mayo Clinic ist auch das nationale Koordinierungszentrum für Plasma-Therapien mit Antikörpern gegen COVID-19.

In einer aktuellen Mitteilung der Klinik gibt Poland eine Einschätzung darüber, wann der erste Impfstoff in den USA verfügbar seien wird.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden.

Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Gegenwärtig seien Gruppen rund um den Globus, darunter auch die Mayo Clinic, an der Impfstoffentwicklung beteiligt.

„Es gibt etwa 60 Impfstoffkandidaten, um die man sich schart“, erklärt Poland.

Bislang befinde sich aber nur ein einziger in den USA in einer klinischen Phase-I-Studie.

Die Frage, wann ein Impfstoff gegen COVID-19 verfügbar sein könnte, ist laut Dr.

Poland eine schwierige Frage.

„Ich denke, ein optimistischer – und ich werde sagen, sehr optimistischer – Meilenstein könnte im Zeitraum von 18 bis 24 Monaten liegen“, so die Einschätzung des Impfstoff-Experten.

(vb)

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