Corona: Wirtschaftliche Auswirkungen unfair verteilt – Bruttoinlandsprodukt sinkt – Gesundheit

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Laut dem IfW Kiel steht Deutschland mit dem Rückgang noch relativ gut dar.

In Frankreich sank das BIP um 5,8 Prozent, in Italien um 4,7 Prozent, in Spanien um 5,2 Prozent, in Belgien um 3,9 Prozent und in Österreich um 2,5 Prozent.

Das volle Ausmaß sei aber erst im zweiten Quartal zu erwarten.

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) gibt einen 2,4 prozentigen Abfall des deutschen BIP im ersten Quartal 2020 bekannt.

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Dies sei der stärkste Abfall seit der Finanzkrise in den Jahren 2007 und 2008.

Im europäischen Vergleich sei der Rückgang sogar noch moderat.

Im zweiten Quartal sei mit einem noch deutlicheren Rückgang zu rechnen.

Die Corona-Krise hat weitreichende Folgen für die globale und damit auch für die deutsche Wirtschaft.

Kürzlich veröffentlichte Zahlen von Eurostat zeigen, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im ersten Quartal 2020 um 2,4 Prozent gesunken ist, obwohl die Folgen der Corona-Pandemie erst in der zweiten Märzhälfte voll zum Tragen kamen.

Für das zweite Quartal drohe ein zweistelliger Rückgang.

Noch nie gab es so viel Kurzarbeit

Corona-Pandemie: Welche wirtschaftlichen Auswirkungen sind zu erwarten?

„Die Corona-Krise hat den deutschen Arbeitsmarkt mit voller Wucht erfasst, noch nie seit der Wiedervereinigung haben sich mehr Menschen von einem auf den nächsten Monat arbeitslos gemeldet.

Die Unternehmen haben zudem für über 10 Millionen Arbeitnehmer Kurzarbeit angezeigt, die Zahl der Kurzarbeiter wird mit Sicherheit ein nie zuvor verzeichnetes Niveau erreichen“, fasst Dominik Groll, federführender Analysst des Arbeitsmarkts am IfW Kiel zusammen.

IfW Kiel-Präsident Gabriel Felbermayr hält die wirtschaftliche Belastung, die aus der Bekämpfung des Coronavirus hervorgeht, für unfair verteilt.

So seien manche Wirtschaftszweige wie beispielsweise der Tourismus und die Gastronomie übermäßig stark von den Maßnahmen betroffen.

Die daraus resultierenden Effekte zur Eindämmung des Coronavirus SARS-CoV-2 kämen jedoch der gesamten Gesellschaft zugute.

Deutschland im europäischen Vergleich mild davongekommen

Besonders hart betroffene Unternehmen würden überschuldet aus der Krise herausgehen, was wiederum das Wachstum und die Erholung dieser Firmen hemme.

Deshalb müsse laut Felbermayr für die Wirtschaftspolitik neben der Schadensbegrenzung der faire Ausgleich der Lasten zum Maßstab werden.

„Wenn es nicht zu einem Lastenausgleich kommt, wird das Eigenkapital vieler Unternehmen stark angegriffen, was sich als schwere Hypothek für einen Aufschwung nach der Krise herausstellen könnte“, warnt Felbermayr in einer Pressemitteilung des Wirtschaftsinstitutes.

Durch ausbleibende Umsätze, Kreditprogrammen, Zuschüssen und Kurzarbeiterregelungen könnten viele Unternehmen zwar gerettet werden, gleichzeitig steige jedoch auch die Verschuldung der Firmen.

„Wenn die Unternehmen jetzt wüssten, dass sie am Ende nicht alleine auf den Lasten sitzen bleiben, könnten sie zuversichtlicher und mit größerer Sicherheit für die Zukunft planen“, betont Felbermayr.

Nur so könnten die bereits beschlossenen Liquiditätshilfen ihre volle Wirkung entfalten.

Die so entstandenen Zusatzkosten könnten dann in den Folgejahren unter bestimmten Kriterien über die Steuer wieder eingeholt werden.

Somit verteile sich die Last nicht auf wenige, sondern auf alle gleichermaßen.

(vb)

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft schlägt deshalb einen Lastenausgleich vor, in dem der Staat für bestimmte Branchen für entstehende Einkommensausfälle zu einen noch festzulegenden Anteil aufkommt.

Als Basis könnten die Jahreseinkünfte aus dem Jahr 2019 dienen.

Bereits erhaltene Corona-Hilfen könnten dabei auf den Lastenausgleich angerechnet werden.

So bleibe der Anreiz erhalten, besser zu wirtschaften.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden.

Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Tekk.tv Gesundheit 

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