Coronakrise: Jede zweite künstlich beatmete Person stirbt

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Das „Intensive Care National Audit and Research Center” (ICNARC) gab vor Kurzem einen Bericht heraus, in welchem Daten von 2.

883 Patienten mit schwerer Covid-19-Erkrankung ausgewertet wurden.

Die Fälle wurden in Großbritannien auf einer Intensivstation medizinisch betreut.

Die Daten ergaben, dass die Mortalität bei den künstlich beatmeten Patienten 51,6 Prozent beträgt.

Diese Zahl liegt weitaus höher als bei Lungenentzündungen durch andere Viren.

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Der Report kann auf der Webseite des ICNARC nachgelesen werden.

Eine Intubation wird auch bei schwerwiegenden Viruserkrankungen anderer Herkunft vorgenommen, zum Beispiel bei Influenza, wenn diese eine Lungenentzündung (Pneumonie) hervorruft.

Die durchschnittliche Sterblichkeit innerhalb eines Monats liegt ICNARC zufolge dabei bei 22 Prozent.

Etwa vier von fünf künstlich beatmeten Patienten überlebt die Behandlung demzufolge.

Ärzte suchen bereits nach Ausweichmöglichkeiten

Maschinelle Beatmung (Intubation) ist meist der letzte Ausweg, um Menschen mit einem schweren Verlauf von Covid-19 vor dem Tod zu bewahren.

Zwei Studien legten allerdings bereits dar, dass die Sterberate bei dieser Maßnahme enorm hoch ausfällt.

Den Untersuchungsergebnissen zufolge starben in England etwa 50 Prozent, in China sogar über 60 Prozent der künstlich beatmeten Patienten mit Covid-19.

Folglich liegt die Mortalitätsrate weit über der bei Beatmungen infolge von anderen Virusinfektionen.

Die Ergebnisse der Auswertung zeigen, dass die Behandlung von schwerwiegenden Covid-19 Erkrankungen unbedingt weiterentwickelt werden muss.

Eine kleine Forschungsarbeit aus China legte zum Beispiel offen, dass Covid-19-Patienten in Bauchlage besser atmen können.

Laut diversen US-amerikanischen Medienberichten greifen zudem bereits immer mehr Mediziner wegen der hohen Sterblichkeit bei der künstlichen Beatmung auf Alternativen zurück.

Zu diesen gehört unter anderem eine Positionsveränderung der Patienten, damit ihre Lunge entlastet wird und sie besser Luft bekommen.

Darüber hinaus testen einige Ärzte die Wirksamkeit der nasalen Zuführung größerer Mengen Sauerstoff, teils mit Stickstoffmonoxid.

Aktuell existieren zur Wirksamkeit dieser Methoden allerdings noch keine validen Daten.

Jeder zweite Patient schafft es nicht

Laut dem neuen ICNARC-Bericht starben bei 1689 durchgeführten Intubationen auf Grund schwere Covid-19-Verläufe 871 Menschen.

818 Personen wurden hingegen lebendig aus der Behandlung entlassen.

Dies entspricht einer 30-Tages-Sterblichkeit von 51,6 Prozent in der untersuchten Gruppe.

Noch erschreckendere Daten gibt eine kleine Fallserie aus Wuhan: 32 von 52 Patienten auf der Intensivstation starben hier, was einer Mortalitätsrate von 62,5 Prozent ergibt.

Bei diesen Zahlen sollte jedoch berücksichtigt werden, dass es meist ältere Menschen sind, die eine Intubation benötigen.

Das Lebensalter spielt eine große Rolle bei der Genesung: Von maschinell beatmeten Patienten über 80 Jahren überleben nur 27,1 Prozent die Behandlung.

Bei den 70- bis 79-Jährigen sind es bereits 31,3 Prozent, bei den 60- bis 69-Jährigen 43,6 Prozent.

Menschen zwischen dem 50.

und 59.

Lebensjahr haben mit einer Überlebensrate von 58,9 Prozent bereits bessere Aussichten.

Junge Covid-19-Erkrankte, die nicht künstlich beatmet werden müssen, haben mit einer Mortalitätsrate von 19,4 Prozent mit Abstand die besten Überlebenschancen.

 
Wie gefährlich eine Lungenentzündung sein kann und ob man vorbeugend etwas dagegen tun kann, sehen Sie hier:

Mehr Todesfälle bei Beatmung von Covid-19-Fällen

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