Coronavirus: Ansteckungsgefahr in Innenräumen 19 mal höher als draußen – Gesundheit

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Die große Gefahr während einer Pandemie sind sogenannte „superspreading events“.

Gemeint sind damit Situationen, in der eine infizierte Person innerhalb von kurzer Zeit viele andere Menschen mit einer Krankheit ansteckt.

In der Anfangsphase der Coronavirus-Pandemie ereigneten sich solche Vorfälle beispielsweise beim Karneval in Heinsberg oder beim Après-Ski in Ischgl.

Japanische Forschende des National Instiute of Infectious Disease und des National Institute of Public Health suchten nach gemeinsamen Merkmalen, die zu einer Übertragung des Coronavirus SARS-CoV-2 von einer Person auf eine oder mehrere andere Personen führen.

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Dabei stellte sich heraus, dass COVID-19 in einer geschlossenen Umgebung 18,7-mal wahrscheinlicher übertragen wird als in einer Freiluftumgebung.

Die Ergebnisse der Studie sind auf dem Preprintserver „MedRxiv“ einsehbar.

Während der Coronavirus Pandemie ist es von besonderer Bedeutung zu wissen, wo und in welchen Situationen das Ansteckungsrisiko am höchsten ist.

In einer aktuelle japanischen Forschungsarbeit wurde untersucht, in welchen Situationen sich Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert haben.

Dabei zeigte sich, dass die Wahrscheinlichkeit, sich in Innenräumen zu infizieren, rund 19 mal höher ist, als an der frischen Luft.

Warum wir viele Aktivitäten nach draußen verlagern sollten

Aber auch in den letzten Tagen und Wochen kam es zu solchen Ereignissen bei dem sich zahlreiche Menschen auf einmal angesteckt haben, beispielsweise während einer Feier in einem Restaurant in Niedersachsen, bei Proben des Chors der Berliner Domkantorei oder bei einem Baptisten-Gottesdienst in Frankfurt.

Infektiöse Ereignisse

Was vereint diese Ereignisse? Sie fanden alle in geschlossenen Räumen statt.

Dies unterstreicht auch die aktuelle Studie aus Japan.

Die Forschenden untersuchten die Zusammenhänge von 110 COVID-19-Fällen.

Dabei steckten 27 Primärfälle insgesamt 83 weitere Personen an.

Bei genauerer Betrachtung zeigte sich, dass die Übertragungen überwiegend in Innenräumen stattfanden.

Insgesamt kamen auf 18,7 Übertragungsfälle in Innenräumen nur ein Fall, bei dem sich eine Person in einer Freiluftumgebung ansteckte.

Das Forschungsteam hält es für plausibel, dass eine geschlossene Umgebung die Ansteckungsgefahr von COVID-19 massiv erhöht.

Auch das Risiko für „superspreading events“ steigt, wenn sich infizierte und nicht infiziere Personen gemeinsam in Innenräumen aufhalten.

Die Studie wurde bislang nur als Vorveröffentlichung auf einen Preprint Server veröffentlicht.

Ein Review durch andere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler steht also noch aus, bevor die Forschungsarbeit in einem anerkannten Journal publiziert werden kann.

Der Virologe und Coronavirus-Experte Professor Dr.

Christian Drosten hat die Studie bereits angeschaut und hält die Ergebnisse für „robust und interessant“, wie er in den Coronavirus-Podcast des NDR berichtet.

(vb)

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden.

Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Tekk.tv Gesundheit 

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