Coronavirus: Bisherige Forschung zu Medikamenten und Impfstoffen

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Und auch Medikamente, die gegen die vom Virus ausgelöste Lungenkrankheit COVID-19 helfen könnten, sind noch nicht ausreichend erforscht. Die Ansätze sind allerdings zahlreich.




Doch die Wirksamkeit seines Medikamenten-Cocktails ist bisher noch nicht bestätigt. Noch ist nämlich noch völlig unklar, welche Auswirkungen die Kombination der Wirkstoffe, auch längerfristig, auf die Patienten hat.

Bei der sogenannten Antikörper-Therapie möchte man das Blut ehemals infizierter, in dem sich bereits Antikörper gegen das Coronavirus gebildet haben, bei der Behandlung von COVID-19-Patienten einsetzen. Der Ansatz, dass Antikörper im Blut von Genesenen weiteren Patienten helfen sollen ist übrigens nicht neu. Schon während der spanischen Grippe haben Ärzte diese Form der Therapie angewandt. Damals konnte sie die Sterblichkeit immerhin um ein Fünftel senken.

Die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus geht zwar voran, doch in diesem Jahr wird es wohl noch keinen großen Durchbruch geben. Medikamente gegen COVID-19 könnten hingegen schon etwas schneller auf den Markt kommen. Im Fokus der Forschung stehen hier Arzneimittel, die bereits gegen eine andere Erkrankung zugelassen oder schon länger in Entwicklung sind. Denn das könnte schneller zu Ergebnissen führen, als komplett neue Wirkstoffe zu entwickeln.




Auch ein Medikament aus Österreich könnte in der Lage sein, gegen COVID-19 zu helfen. Der Genetiker Josef Penninger entwickelt bereits seit Jahren mit seinem Unternehmen Apeiron Biologics ein SARS-Medikament, das vielleicht auch auf das neuartige Coronavirus, das mit dem SARS-Virus ja verwandt ist, adaptiert werden könnte.
Ein weiterer Wirkstoff, der zu hoffen gibt, nennt sich Remdesivir. Dabei handelt es sich um ein antivirales Medikament, das eigentlich gegen Ebola entwickelt wurde. Dort war es allerdings erfolglos. Bei Versuchen mit Mäusen konnte man aber feststellen, dass es gegeben das klassische SARS-Virus und das MERS-Coronavirus effizient sein. Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ist mit diesen beiden Virenarten verwandt. Remdesivir kann man allerdings nicht in Tablettenform, sondern nur intravenös verabreichen. Das bedeutet, dass es für die Einnahme zu Hause ungeeignet wäre.

In den vergangenen Tagen sorgte das Malaria-Medikament Chloroquin für Aufregung. Aus China und Frankreich kamen nämlich Hinweise, dass Chloroquin beziehungsweise das verwandte Hydroxychloroquin eine positive Wirkung bei COVID-19-Patienten haben könnte. US-Präsident Donald Trump bezeichnete es sogar als “Geschenk Gottes”. Doch das führte schnell zu vermehrten Fällen von Stabsaufenthalten. Zwei Patienten seien nach einer Selbstmedikation mit Chloroquin verstorben. Die tatsächliche Wirkung des Medikament bei einer Infektion mit SARS-CoV-2 ist noch nicht bestätigt.
Die Medikamente zur Malaria-Bekämpfung werden in klinischen Studien für die Behandlung von COVID-19 untersucht, bis Ende Mai sollen 130 Millionen Dosen davon weltweit zur Verfügung gestellt werden. Auch Österreich erhält für den Spitals-Einsatz eine gewisse Menge.

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Das neuartige Coronavirus hat mittlerweile nahezu jedes Land der Welt erreicht. Die Forschung arbeitet unterdessen unermüdlich an Mitteln zur Bekämpfung des Virus. Denn gegen SARS-CoV-2 gibt es bislang noch keinen Impfstoff.
Eigentlich sollte das Medikament mit dem neuen Wirkstoff APN01 zur Behandlung von akutem Lungenschaden beziehungsweise akutem Lungenversagen entwickelt werden. Diese Erkrankungen können auch im Verlauf von Covid-19, der Lungenkrankheit, die durch das Coronavirus ausgelöst wird, auftreten. Sie können zudem tödlich verlaufen. Deshalb will man nun den Wirkstoff an jenen Menschen testen, die sich mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert haben und in weiterer Folge schwer erkrankt sind. Dies soll in einer klinischen Studie in Deutschland, Österreich und Dänemark passieren, wie Apeiron in einer Aussendung bekannt gab.

Russische Forscher wollen bereits ab Juni einen Corona-Impfstoff an Menschen testen. Schon ab dem 29. Juni sei eine erste Phase klinischer Tests von drei Impfstoffen an 180 Freiwilligen geplant, sagte Rinat Maxjutow, Leiter des staatlichen Forschungszentrums Vektor. Demnach testen die Forscher gerade Prototypen von Impfstoffen an Mäusen, Kaninchen und anderen Tieren, um bis zum 30. April den vielversprechendsten Impfstoff zu bestimmen. Laut Maxjutov könnten die ersten Tests am Menschen sogar schon im Mai beginnen, “wenn das Gesundheitsministerium dies genehmigt”.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt derzeit 62 Impfstoffprojekte zum Schutz vor SARS-CoV-2. Dazu kommen noch sechs weitere Projekte, die von der WHO noch nicht verzeichnet wurden.
Mitte März hat man in den USA bereits die erste Freiwillige mit einem möglichen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus geimpft. Den Impfstoff namens “mRNA-1273” entwickelt das National Institute of Health gemeinsam mit der privaten Biotechnologie-Firma Moderna. Die erste Testphase habe sehr schnell gestartet werden können, sagte Anthony Fauci, Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten. Der gesamte Prozess der Entwicklung eines Impfstoffes werde Fauci zufolge trotzdem voraussichtlich mindestens ein bis anderthalb Jahre dauern.

Ein US-amerikanischer Arzt sorgte in den letzten Tagen für Schlagzeilen, denn er würde seit drei Wochen Coronavirus-Risiko-Patienten seit drei Wochen mit großem Erfolg behandeln. So soll der 46-Jährige fast 1.000 Infizierte betreut haben. Keiner von ihnen sei gestorben und nur drei mussten beatmet werden. Sein Geheimrezept stellt der Arzt namens Vladimir Zev Zelenko in einem offenen Brief vor. Dabei handelt es sich um einen Medikamenten-Mix aus dem bereits erwähnten Hydroxychloroquin, Azithromycin (in Medikamenten gegen Atemwegserkrankungen) und Zinksulfat.
Im Moment laufen gerade 95 klinische Studien zu Medikamenten, die bei einer COVID-19-Erkrankung zum Einsatz kommen könnten. Ein vielversprechender Wirkstoff ist beispielsweise der Immunmodulator Tocilizumab. Er könnte die überschießende Immunreaktion des Körpers bei der Erkrankung dämpfen. Denn eine zu heftige Reaktion des Immunsystems kann zu Schäden an Organen wie eben der Lunge führen.

Auf der Suche nach Medikamenten zur Behandlung der durch das Coronavirus ausgelösten Erkrankung COVID-19, legt die Wissenschaft zudem viel Hoffnung in menschliches Blutplasma. Denn die Behandlung mit den darin enthaltenen Antikörpern ist wie eine passive Impfung.

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