Coronavirus: Großer Antikörper-Bluttest startet – Gesundheit

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Das Blut der Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer soll auf Antikörper gegen das neuartige Coronavirus getestet werden.

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) bittet rund 5.

000 Teilnehmende der „Rheinland Studie“ für eine neue Studie über das Coronavirus SARS-CoV-2 um einen Bluttest.

Laut einer Mitteilung soll die Reihenuntersuchung zeigen, wie viele Menschen schon mit dem Coronavirus infiziert waren und ob sie gar keine, milde oder schwere Symptome entwickelten.

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Die Zahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizieren, steigt ungebrochen an.

Längst nicht bei allen, die sich mit dem neuen Erreger anstecken, zeigen sich Symptome.

Daher wird das Virus bei diesen Personen selten festgestellt.

Ein groß angelegter Bluttest soll nun zeigen, wie viele Menschen bereits infiziert waren.

Corona-Bluttest startet: Wie viele Menschen waren schon infiziert?

Durch Abgleich dieser Befunde mit Daten über Gesundheit, Lebensstil sowie Immunstatus, die im Zuge der „Rheinland Studie“ größtenteils schon erhoben wurden, erhoffen sich die Forschenden neue Erkenntnisse über den Erreger und darüber, wie diverse Gesundheitsfaktoren sich auf eine Coronavirus-Infektion auswirken.

„Dies kann dazu beitragen, Maßnahmen der Prävention und Therapien zu entwickeln“, erläutert Prof.

Monique Breteler, Leiterin der Rheinland Studie.

Teilnehmende werden auf Antikörper getestet

Die DZNE-Wissenschaftlerin hatte auch die Idee dazu, die bisher gesammelten Daten im Kampf gegen das Coronavirus einzusetzen.

„Diese Ressourcen zu nutzen, ist nahe liegend”, ist die Forscherin überzeugt.

Das SARS-CoV-2-Virus kann gravierende medizinische Probleme auslösen.

Wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf ihrem Portal „infektionsschutz.

de“ erklärt, werden Husten und Fieber als häufigste Krankheitszeichen berichtet.

Auch Krankheitsverläufe mit schweren Lungenentzündungen bis hin zu Lungenversagen und Tod sind möglich.

Weitere Krankheitszeichen können unter anderem Atemnot, Schnupfen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Halsschmerzen und Kopfschmerzen sein.

Von einer Beeinträchtigung des Geruchs-/Geschmackssinns wird ebenfalls häufig berichtet.

„Wir gehen davon aus, dass es unter unseren Studienteilnehmerinnen und -teilnehmern sowohl genesene Coronaviruspatienten gibt, bei denen die Erkrankung seinerzeit erkannt wurde, als auch eine gewisse Dunkelziffer, die keine Symptome entwickelt hat.

Über das Blut können wir herausfinden, ob Antikörper gebildet wurden und eine Infektion vorlag.

Andererseits gibt es jedoch auch Betroffene, die offenbar gar nicht merken, dass sie infiziert sind.

„Warum manche Personen gegenüber diesem Virus widerstandsfähig sind und andere nicht, ist eine offene Frage.

Vorerkrankungen spielen möglicherweise eine Rolle.

Im Detail ist das aber weitgehend unklar“, sagt Breteler.

„Wir brauchen eine massive Beteiligung.

Wir sind darauf eingerichtet, sämtliche Blutentnahmen in den nächsten zwei bis drei Wochen durchzuführen.

In einem halben Jahr planen wir eine Folgeuntersuchung, um herauszufinden, wie sich die Zahl der Personen mit Antikörpern bis dahin weiter entwickelt hat.

„Sie werden zu den ersten in Deutschland gehören, die erfahren, ob sie bereits Antikörper haben, die spezifisch gegen das SARS-CoV-2-Virus gebildet wurden und sie nun davon ausgehen können, dass sie immun sind”, sagt die Wissenschaftlerin.

Der Bluttest ist kostenlos und das Ergebnis wird allen Studienteilnehmenden mitgeteilt.

„Die Rheinland Studie ist ein wahrer Schatz für ein solches Forschungsvorhaben.

Nun hoffe ich, dass unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer uns auch in diesem Vorhaben unterstützen“, so Breteler.

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