Coronavirus: Hat Deutschland den Wendepunkt der Pandemie bald erreicht? – Gesundheit

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Laut einer Mitteilung der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) Mainz könnte bei der Verbreitung der durch das Coronavirus verursachten Krankheit COVID-19 in Deutschland ein Wendepunkt erreicht sein:

Nach den wochenlangen frustrierenden Nachrichten über Coronavirus-Infektionen in Deutschland gibt es nun erste erfreuliche Überraschungen.

Der Wendepunkt der Corona-Krise könnte langsam in den Blick kommen.

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Seit Wochen fragen sich die Menschen, wie lange die Corona-Krise noch andauern könnte.

Laut Fachleuten aus Deutschland könnte hierzulande bei der Verbreitung des neuen Erregers bald ein Wendepunkt erreicht sein.

Die Wissenschaftler empfehlen, Kontaktsperren teilweise und regional unterschiedlich aufzuheben.

Corona-Pandemie: Fachleute empfehlen, Kontaktsperren zum Teil aufzuheben

Würden die bestehenden Maßnahmen zur Reduzierung sozialer Kontakte auch nach den Osterferien beibehalten und sich die Bevölkerung weiterhin wie bisher daran halten, würde die Zahl der Neuerkrankten laut den Fachleuten weiter zurückgehen und die Pandemie hierzulande schon Ende April ihren Höhepunkt erreichen.

Dann wären knapp 60.

000 Menschen in Deutschland gleichzeitig an COVID-19 erkrankt und die Gesamtzahl der als infiziert gemeldeten würde 200.

000 nicht übersteigen.

Höhepunkt der Pandemie könnte Ende April ihren Höhepunkt erreichen

Zu diesen Ergebnissen ist ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftlern der JGU und der Universität Hamburg durch die Anwendung eines verbreiteten statistischen Modells, der sogenannten Gompertzkurve, auf die bis zum 7.

April veröffentlichten Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den COVID-19-Erkrankungen in Deutschland gekommen.

„Die Kurve krümmt sich nicht mehr nach oben, sondern nach unten, weil die Zahl der Neuerkrankungen zurückgeht“, erläutert Prof.

Dr.

Klaus Wälde, Volkswirt an der JGU und einer der leitenden Wissenschaftler der Modellierung.

„Ein vollständiges Aufheben der bisherigen Kontaktsperren ist deshalb nicht zu empfehlen“, so Wälde.

Würden die Maßnahmen zur Reduzierung sozialer Kontakte nach den Osterferien komplett aufgehoben, dann würden die Zahlen der Neuinfizierten sowie der Erkrankten mit einigen Tagen Verzögerung wieder stark ansteigen und das Gesundheitssystem voraussichtlich im Mai an seine Grenzen stoßen.

Die Wissenschaftler sprechen sich allerdings auch nicht für ein vollständiges Beibehalten der Kontaktsperren aus: „Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kosten wären zu hoch, zu viele Unternehmen müssten dann schließen“, meint Wälde.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden.

Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

„Würde man solche Unterschiede auf Ebene der Bundesländer einführen, könnte man unser föderales System dazu nutzen, voneinander zu lernen“, so Wälde.

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Laut den Fachleuten könnte man dann durch den Vergleich der Entwicklungen der Zahlen zu den COVID-19-Erkrankungen in den verschiedenen Regionen nach einigen Wochen erkennen, welchen Effekt das unterschiedliche Vorgehen auf die Verbreitung der Krankheit hätte und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen.

Der Experte empfiehlt ein schrittweises und regional unterschiedliches Aufheben der bestehenden Maßnahmen: „Zum Beispiel könnte man zunächst nur in manchen Regionen Restaurants wieder öffnen lassen, oder man könnte in manchen Regionen die Schulen zunächst nur für Schüler ab der neunten Klasse öffnen und in anderen Regionen für Schüler ab der fünften Klasse.

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