Coronavirus in den USA unkontrollierbar – Wie konnte das passieren? – Gesundheit

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Wie Professor Drosten in dem Podcast berichtet, lässt sich anhand von kleinen Virusmutationen feststellen, woher das Coronavirus mit hoher Wahrscheinlichkeit eingeschleppt wurde.

Darüber hinaus liefert das Genom der Viren einen Hinweis darauf, zu welchem Zeitpunkt dies geschah.

So wurden beispielsweise zwei unterschiedliche Varianten von SARS-CoV-2 entdeckt, die beide auch in Wuhan grassierten.

Der Chefvirologe der Berliner Charité Professor Christian Drosten erklärt in seinem NDR-Podcast zum Coronavirus, warum es die USA so hart erwischt hat.

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Neuste Untersuchungen legen nahe, dass sich das Virus schon sehr früh unbemerkt in den USA ausgebreitet hat und zu lange heruntergespielt wurde.

Die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen sind dramatisch.

In keinem anderen Land der Welt verbreitet sich das neue Coronavirus SARS-CoV-2 derzeit so stark wie in den USA.

Erneut wurden vom 01.

04.

2020 auf den 02.

04.

2020 über 25.

000 Neuinfektionen gemeldet.

Zudem starben rund 1.

000 Menschen an nur einem Tag.

Derzeit sind 216.

722 laborbestätigte COVID-19 Fälle und 5.

137 Todesfälle bekannt.

Die Dunkelziffer dürfte weit darüber liegen.

Wie konnte es dazu kommen?

SARS-CoV-2 schon lange unbemerkt in den USA?

Während eine seltenere Variante bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt entdeckt wurde, verbreitete sich im weiteren Verlauf, als die Situation sich in den chinesischen Krankenhäusern verschärfte, vor allem eine spätere Variante von SARS-CoV-2.

Beide Virusvarianten wurden in andere Länder der Welt exportiert.

„Europa hat von der einen Variante mehr abbekommen, die USA mehr von der anderen Variante – die USA haben sogar von beiden Varianten relativ viel abbekommen“, erläutert der Virusexperte.

Kleine Mutationen liefern Rückschlüsse auf die Einschleppung

„Daran, dass die USA von beidem etwas bekommen haben – auch von dem frühen Virus – sehen wir auch, dass das Virus offenbar schon sehr früh in die USA eingeschleppt wurde“, folgert Drosten.

Man könne nicht sagen, ob die eine Variante gefährlicher ist als die andere, aber man könne anhand der Varianten zeitliche und räumliche Zusammenhänge gut rekonstruieren.

„Wenn man zum Beispiel weiß, das frühe Virus in China kommt heute relativ viel in den USA vor, dann können wir daraus relativ direkt ableiten, dass die USA wahrscheinlich schon relativ früh viele Eintragungen aus China hatten, die sie nur nicht bemerkt haben“, erklärt der Virologe.

US-Präsident Trump hat das Coronavirus lange heruntergespielt und scheinbar nicht ernst genommen.

„Das ist auch das große Problem in den USA, dass nicht konsequent getestet wurde, so lange das nicht bemerkt wurde“, so Drosten weiter.

Nun ergebe sich ein Problem, das kaum noch zu kontrollieren sei.

Die schweren Folgen der schnellen Ausbreitung zeigen sich bereits jetzt.

Viele Unternehmen kämpfen um ihr Überleben.

Wie drastisch diese Auswirkungen sind, zeigt ein Blick auf die Restaurantkette „Waffle House“, die in den USA als besonders krisenresistent gilt.

In den Südstaaten der USA ist das Waffle House eine Art Institution und vor allem für seine Sandwiches und Waffeln bekannt.

Frühe Krisen überstand die Kette so gut, dass die US-Katastrophenbehörde FEMA sie als Indikator für die Wirtschaft verwendet, beziehungsweise für die Schwere einer Krise.

Aufgrund der Corona-Krise wurden nun mehr als 400 der 1.

992 Standorte des Unternehmens geschlossen.

Zudem ist der Umsatz um mehr als 70 Prozent zurückgegangen.

Der „Waffle House Index“ sprang folglich auf rot – ein deutliches Alarmsignal für die gesamte amerikanische Wirtschaft.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden.

Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Mehr aktuelle Informationen über die Situation in Deutschland und der Welt finden Sie in unserem täglichen Coronavirus-Update: Bayern stark betroffen – Todesfälle in den USA, Spanien und Italien steigen rasant.

Besonders schwer hat es die Weltmetropole New York City erwischt.

Hier allein wurden bereits über 47.

000 laborbestätigte Infektionen und 1.

374 Todesfälle gemeldet (Quelle: Johns Hopkins University am 02.

04.

2020).

Medienberichten zufolge sind die medizinischen Kapazitäten der Stadt so überlastet, dass das Gesundheitspersonal bereits Triage-Entscheidungen treffen muss und beispielsweise Menschen mit Herzinfarkt nicht mehr in Krankenhäuser einliefert, wenn sie nicht an Ort und Stelle wiederbelebt werden können.

(vb)

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