Coronavirus: Sind Kinder „Virenschleudern“? – Gesundheit

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Werden Kinder weniger häufig mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert als ältere Menschen? Wie ansteckend sind sie und wie groß ist die Gefahr, dass sie schwer erkranken?

Derzeit wird viel darüber diskutiert, welche Rolle Kinder in der Corona-Pandemie spielen.

Dr.

Nicolaus Schwerk, Facharzt für pädiatrische Pneumologie und Allergologie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) informiert in einer Mitteilung über den aktuellen Wissensstand.

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Es ist schon länger bekannt, dass die Coronavirus-Krankheit (COVID-19) bei den Infizierten sehr unterschiedlich verläuft.

So haben etwa Risikogruppen wie Ältere, Fettleibige, Immungeschwächte oder Personen mit bestimmten Vorerkrankungen ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf.

Kinder hingegen werden nicht so krank.

Und sie sind auch keine „Virenschleudern“.

SARS-CoV-2: Welche Rolle spielen Kinder in der Corona-Pandemie?

Fest steht: Derzeit kann es noch keine exakten Aussagen dazu geben, lediglich Einschätzungen.

„Uns fehlen die Daten“, so Dr.

Nicolaus Schwerk.

„Wir brauchen systematische Untersuchungen von großen Kinder-Zahlen mit und ohne Symptome und über einen längeren Zeitraum.

Nach derzeitiger Einschätzung von Dr.

Schwerk ist die Gefahr sich anzustecken, für Kinder ähnlich groß wir für Erwachsene.

Noch keine exakten Aussagen möglich

Es gäbe jedoch Anzeichen dafür, dass das Risiko für Kinder – wenn sie sich infiziert haben – schwer zu erkranken, deutlich niedriger ist als bei erwachsenen Menschen.

„Eine Theorie besagt, dass wir wissen, dass es andere Coronaviren gibt, die in der Gemeinschaft zirkulieren und Erkältungen verursachen.

Und weil Kinder häufig erkältet sind, wird vermutet, dass einige dieser Antikörper ihnen einen gewissen Schutz gegen dieses Coronavirus bieten“, erläuterte die Ärztin.

Dr.

Nipunie Rajapakse, Spezialistin für pädiatrische Infektionskrankheiten in der renommierten Mayo Clinic (USA) lieferte in einem älteren Beitrag Erklärungsansätze, warum Kinder nicht so schlimm erkranken:

Und: „Ein zusätzlicher Faktor kann mit der Tatsache zusammenhängen, dass Kinder viel seltener an anderen zugrunde liegenden Gesundheitszuständen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenerkrankungen oder geschwächtem Immunsystem leiden als ältere Erwachsene.

„Die andere Sache ist, dass das Immunsystem von Kindern möglicherweise mit diesem Virus interagiert, was sich von dem unterscheidet, was wir bei einigen älteren Erwachsenen oder Menschen mit schwererer Krankheit sehen“, so Dr.

Rajapakse.

Allerdings schränkt Prof.

Drosten den Aussagewert dieser Studie selbst ein.

Denn die entscheidenden Studien – die Schul- und Haushaltskontaktstudien – könnten derzeit nicht gemacht werden, da es diese Situationen – Schule und Haushalt – aktuell nicht gebe beziehungsweise sie verfälscht seien.

Dr.

Schwerk verweist auf die vor kurzem veröffentlichte Studie von Prof.

Dr.

Christian Drosten von der Charité Berlin.

Hier gibt es Hinweise, dass die Viruslast – also die Menge an Viren, die Infizierte produzieren – bei Kindern genauso groß ist wie bei Erwachsenen.

Wie es in der Mitteilung der MHH heißt, kann der in Medien kreisende Begriff „Virenschleuder“ nach aktuellem Wissensstand nicht für Kinder gelten.

Von ihnen scheint demnach dieselbe Ansteckungsgefahr auszugehen wie von Erwachsenen.

Tekk.tv Gesundheit 

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