Coronavirus: Wann kann uns eine Herdenimmunität schützen? – Gesundheit

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Dr.

Poland erläutert die Herdenimmunität an einem einfachen Beispiel.

Wenn hundert Leute auf einem engen Raum miteinander interagieren und einer hat ein neues Virus, dann birgt jede Interaktion mit dem Infizierten eine Ansteckungsgefahr.

In kurzer Zeit überträgt sich das Virus auf weitere Menschen innerhalb der Gruppe.

Diese erkranken und entwickeln Antikörper gegen das Virus.

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Dr.

Gregory Poland ist ein Experte für Infektionskrankheiten an der renommierten Mayo Clinic in den USA.

Er ist Leiter einer Impfstoff-Forschungsgruppe, die nach einem Impfstoff gegen COVID-19 sucht.

In einer aktuellen Mitteilung der Klinik erklärt er das Prinzip der Herdenimmunität und ab wann ein allgemeiner Schutz in der Bevölkerung zu erwarten ist.

Bei der Diskussion über die Coronavirus Pandemie wird häufig von dem Konzept der Herdenimmunität geprochen.

Gemeint ist damit, dass ein ausreichender Anteil der Bevölkerung gegen eine Infektionskrankheit immun ist und es so für den Einzelnen unwahrscheinlicher wird, sich mit der Erkrankung zu infizieren.

Wann kann bei COVID-19 mit einer solchen Herdenimmunität gerechnet werden?

Wann erreichen wir eine COVID-19-Herdenimmunität?

Bei dem nächsten Kontakt mit einer infizierten Person erkranken diejenigen, die bereits erkrankt waren, nicht mehr.

Wenn der Anteil der Genesenen hoch genug ist, so sinkt auch die Ansteckungsgefahr für diejenigen, die noch nicht mit dem Virus in Kontakt gekommen sind, da es weniger wahrscheinlich wird, mit einem potenziellen Überträger zu interagieren, der das Virus weitergibt.

„Es ist umso unwahrscheinlicher, dass das Virus jemanden infizieren kann, je mehr immune Personen um die anfälligen Personen herum sind“, erläutert Poland.

Die Genesenen fungieren wie ein Schild um die Anfälligen.

Eine andere Strategie ist ein Impfstoff oder eine Antikörpertherapie zu verwenden, um den Körper dazu zu bringen, zu glauben, das er bereits mit dem Virus in Kontakt gekommen ist.

So wird das Immunsystem dazu angeregt, eigene Antikörper gegen das Virus zu produzieren, ohne dass man tatsächlich erkrankt ist, erläutert Poland.

Was ist eine Herdenimmunität?

Laut Dr.

Poland gibt es zwei Hauptansätze, mit denen eine Herdenimmunität erworben werden kann.

Der erste Weg ist, dass möglichst viele Menschen an der entsprechenden Infektion erkranken.

„Im Zusammenhang mit COVID-19 bedeutet das, dass man bereit sein muss, eine Menge schwerer Krankheiten und sogar Todesfälle in Kauf zu nehmen, um dorthin zu gelangen“, erklärt der Experte für Infektionskrankheiten.

Bis eine geeignete Therapie verfügbar ist, kann nur der erste Weg beschritten werden.

Hierbei ist es allerdings entscheidend, wie schnell sich die Infektion verbreitet.

Wenn zu viele Menschen auf einmal erkranken, könnte das Gesundheitssystem kollabieren, was drastische Folgen für alle Erkrankungen, Unfälle, Geburten oder ähnliche Ereignisse haben könnte, bei denen das Gesundheitssystem eine wichtige Rolle spielt.

„Wir wissen, dass bei einer Grippe etwa 60 Prozent der Bevölkerung immun sein müssen, um einen Herdenschutz zu haben“, schildert der Professor.

Bei Masern müssen es sogar 95 Prozent sein, da es sich um eine hochansteckende Infektion handelt.

Laut dem derzeitigen Wissensstand müssen bei SARS-CoV-2 rund 70 Prozent einer Bevölkerung mit dem Virus in Kontakt gekommen sein, berichtet Poland.

Aus einer kürzlich erschienenen gemeinsamen Stellungnahme des Fraunhofer Instituts, des Helmholtz-Instituts, der Leibnitz-Gesellschaft und der Max-Planck-Gesellschaft geht hervor, dass es mehrere Jahre dauern würde, bis eine Herdenimmunität in Deutschland vorliegt.

Zum Erreichen einer solchen Immunität müssten über den gesamten Zeitraum einschränkende Maßnahmen aufrechterhalten werden, damit es zu keiner Überlastung des Gesundheitssystems kommt.

(vb)

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden.

Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Tekk.tv Gesundheit 

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