COVID-19-Ausbreitungsgefahr: Viren über Luft aufnehmen? – Gesundheit

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Die nationalen Gesundheitsbehörden, die für die Kontrolle der Pandemie verantwortlich sind, werden dadurch behindert, dass sie die Forschungsergebnisse über die Übertragung lebensfähiger Viruströpfchen durch die Luft nicht anerkennen, die nach dem SARS-Ausbruch 2003 durchgeführt wurden, berichten die Forschenden.

Bei der aktuellen gemeinsamen Untersuchung der Queensland University of Technology und der Chinese Academy of Sciences wurde festgestellt, dass die Rolle der Luftübertragung von Viruströpfchen bei COVID-19 bisher stark unterschätzt wurde.

Die Ergebnisse der Studie wurden in der englischsprachigen Fachzeitschrift „Environment International“ veröffentlicht.

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Um die Ausbreitung von COVID-19 zu vermeiden, ist es wichtig die Rolle der Luftübertragung von infektiösen Tröpfchen zu verstehen – insbesondere wenn sie von infizierten Person stammen, die über 1,5 Meter Abstand haben.

Eine Forschungsgruppe forderte jetzt von Gesundheitsbehörden die Aufklärung der Übertragung von COVID-19 über die Luft voran zu treiben, da hierdurch eine größere Gefahr ausgehen könnte, als bislang angenommen.

Ausbreitung von COVID-19 über die Luft?

Wie stark ist das Risiko Coronaviren über die Luft aufzunehmen?

Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um zu erforschen, wie sich Viren durch den Luftstrom ausbreiten können, da es viele Ähnlichkeiten zwischen dem Coronavirus, welches SARS verursachte, und dem COVID-19-Coronavirus gibt.

Daher ist es dem Forschenden zufolge sehr wahrscheinlich, dass sich COVID-19 auf dem Luftweg verbreiteten kann.

Die Analyse des anfänglichen Musters der Ausbreitung von COVID-19 in China zeigt mehrere Fälle einer kontaktlosen Übertragung, insbesondere in Gebieten außerhalb von Wuhan, erklärt die Forschungsgruppe.

Auf zahlreichen Kreuzfahrtschiffen, auf denen Tausende von Menschen an Bord infiziert wurden, traten viele der Infektionen auf, nachdem sich die Passagiere in ihren Kabinen isolieren mussten und obwohl verbesserte Handhygiene eingeführt wurde.

Daher könnte das Ventilationssystem infektiöse Luft zwischen den Kabinen verbreitet haben, schlussfolgern die Forschenden.

Würde die Übertragung lebensfähiger Viruströpfchen über die Luft unterschätzt?

„Wir wissen, dass sich der Vorgänger von Covid-19, SARS.

CoV-1, beim Ausbruch im Jahr 2003 über die Luft verbreitet hat.

Mehrere Studien haben diesen Übertragungsweg im Prince of Wales Hospital in Hongkong sowie in Gesundheitseinrichtungen in Toronto, Kanada, rückwirkend erklärt“, erläutert Professorin Lidia Morawska von der Queensland University of Technology in einer Pressemitteilung.

Eine Überprüfung der Weltgesundheitsorganisation WHO aus dem Jahr 2009 fand Beweise dafür, dass Viruserkrankungen in Innenräumen durch Aerosol- oder Luftübertragung über große Entfernungen weitergegeben werden und es so in kurzer Zeit zu Anhäufungen von Infektionen kommen kann.

Die Forschungsgruppe fordert, dass Gesundheitsbehörden Vorkehrungen treffen müssen, um so die Übertragung über die Luft zu verringern.

Diese Vorkehrungen umfassen beispielsweise die verstärkte Belüftung von Innenräumen und den Einsatz natürlicher Belüftung.

Luftumwälzung sollte vermieden werden, ebenso der Aufenthalt im direkten Luftstrom einer anderen Person.

Es sollte außerdem darauf geachtet werden, dass sich möglichst wenig Menschen in der gleichen Umgebung aufhalten.

In Pflegeheimen, Krankenhäusern, Geschäften, Büros, Schulen, Restaurants und auf Kreuzfahrtschiffen sollte eine angemessene Belüftung umgesetzt werden.

„Solche kleinen Tröpfchen können ihren Virengehalt Dutzende von Metern von der infizierten Person wegtragen“, erläutert Morawska.

Es sei schwierig über die Luft verbreitende Viren direkt nachzuweisen, da hierfür die Kenntnis des Luftstroms sowie das Sammeln von Proben über einen langen Zeitraum hinweg erforderlich ist.

Der flüssige Bestandteil von Viruströpfchen begann sofort nach dem Ausatmen zu verdampfen und einige der Tröpfchen wurden so klein, dass sie sich in Luftströmungen fortbewegen konnten und nicht zu Boden fielen, wie dies bei größeren Tröpfchen eigentlich der Fall ist.

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