COVID-19-Hotspot: Sterbezahlen im März höher als im gesamten vergangenen Jahr – Gesundheit

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Laut einer Untersuchung der Charité – Universitätsmedizin Berlin sind in der norditalienischen Gemeinde Nembro allein im März 2020 mehr Einwohner gestorben als im gesamten vergangenen Jahr.

Tag für Tag werden Statistiken über die Infektions- und Sterblichkeitsraten des Coronavirus veröffentlicht.

Doch die gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie gehen deutlich über die offiziellen COVID-19-Sterbezahlen hinaus.

Dies zeigt auch eine neue Untersuchung von Forschenden aus Deutschland.

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Im Rahmen der COVID-19-Pandemie haben verschiedene Untersuchungen eine deutliche Übersterblichkeit in vielen Regionen festgestellt.

Auch in einem COVID-19-Hotspot in Italien hat sich die Sterberate enorm erhöht.

Laut einer neuen Studie gab es dort im März 2020 mehr Todesfälle als im gesamten vergangenen Jahr.

Pandemie-Auswirkungen gehen deutlich über die offiziellen COVID-19-Sterbezahlen hinaus

Wie es in einer Mitteilung heißt, waren aber nur rund die Hälfte der im Frühjahr verstorbenen Menschen als COVID-19-Todesfälle gemeldet.

Den Fachleuten zufolge unterstreicht die Studie, dass die gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie deutlich über die offiziellen COVID-19-Sterbezahlen hinausgehen können – und ein Blick auf die Gesamtsterblichkeit zur Einschätzung der Situation wichtig ist.

Nur die Hälfte der Verstorbenen wurden als COVID-19-Todesfälle gemeldet

Die Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin „The BMJ“ veröffentlicht.

Die Lombardei in Norden Italiens gehört zu den am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Regionen in Europa.

So auch in Nembro, einer kleinen Gemeinde mit rund 11.

500 Einwohnern in der Provinz Bergamo, wo Ende Februar die ersten Coronavirus-Fälle gemeldet wurden.

Die Zahl der bestätigten Infizierten stieg dort bis zum 11.

April auf 218.

Trotz der hohen offiziellen COVID-19-Sterbezahlen zum Höhepunkt der Infektionswelle entstand aber vor Ort der Eindruck, dass diese Zahlen die beobachtete Belastung des Gesundheitssystems nicht vollständig erklären konnten.

Bis zum 16.

April waren 85 von ihnen gestorben.

Im April nahm die Gesamtsterblichkeit – vermutlich hauptsächlich durch die strengen Isolationsmaßnahmen – wieder ab.

„Nembro ist ein kleiner Ort mit einer sehr stabilen Bevölkerungsstruktur und wenig Zu- oder Wegzug“, erklärt Prof.

Kurth.

„Zusammen mit den sehr guten Datenquellen bot er besonders geeignete Voraussetzungen für eine verlässliche deskriptive epidemiologische Analyse zu der Frage, welche Auswirkungen ein unübersichtliches Infektionsgeschehen während der COVID-19-Pandemie auf die Gesundheit der Bevölkerung haben kann.

Für die präzise epidemiologische Berechnung der ursachenunabhängigen Sterberate – der sogenannten Gesamtsterblichkeit – nutzten die Forschenden Daten aus dem Zeitraum zwischen Anfang 2012 und Mitte April 2020, die aus mehreren Quellen stammten: dem Italienischen Statistikamt (ISTAT), dem Einwohnermeldeamt von Nembro sowie dem COVID-19-Dashboard der Lombardei.

Das Ergebnis der in Zusammenarbeit mit dem Mailänder Centro Medico Santagostino entstandenen Studie: Während des stärksten Infektionsgeschehens im Frühjahr 2020 starb noch einmal dieselbe Anzahl an Menschen, wie bekanntermaßen im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus verstorben waren.

Ein Forschungsteam unter Leitung von Prof.

Dr.

Dr.

Tobias Kurth, Direktor des Instituts für Public Health (IPH) der Charité hat die lokale Sterblichkeit unabhängig von der Todesursache untersucht, um die tatsächlichen Auswirkungen der Pandemie auf das dortige Gesundheitssystem besser zu quantifizieren.

Tekk.tv Gesundheit 

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