COVID-19-Medikament: Gefahr für tödliche Nebenwirkungen – Gesundheit

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Hydroxychloroquin wird während der aktuellen Coronavirus-Pandemie zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit COVID-19 eingesetzt und in klinischen Studien untersucht.

Die klinischen Daten sind aber nach wie vor sehr begrenzt und nicht eindeutig.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) weist in einer aktuellen Mitteilung darauf hin, dass die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) auf ihrer Webseite an das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen bei Anwendung von Hydroxychloroquin (und Chloroquin) erinnert.

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Hydroxychloroquin ist ein Arzneistoff, der zur Behandlung von Malaria zugelassen ist.

Derzeit wird das Medikament auch gegen COVID-19 eingesetzt.

Das ist nicht ungefährlich, denn in Studien wurde das Mittel mit schwerwiegenden, in einigen Fällen tödlichen Herzrhythmusstörungen in Verbindung gebracht.

Medikament zur Behandlung von COVID-19 birgt Risiko für schwere Nebenwirkungen

So berichteten beispielsweise Forschende aus den USA in einem auf dem Preprint-Server medRxiv veröffentlichten Artikel, dass Hydroxychloroquin keinen positiven Effekt auf Menschen mit COVID-19 hat.

Bei den mit dem Präparat behandelten Patientinnen und Patienten sei ganz im Gegenteil sogar die Sterblichkeit erhöht gewesen.

Doch andere Untersuchungen laufen noch.

Laut dem BfArM sollten Hydroxychloroquin und Chloroquin im Zusammenhang mit COVID-19 vorzugsweise im Rahmen klinischer Studien eingesetzt werden.

Die Medikamente dürfen keinesfalls ohne Verschreibung und ohne ärztliche Aufsicht angewendet werden.

Erhöhte Sterblichkeit

Den Fachleuten zufolge ist Hydroxychloroquin dafür bekannt, dass es Herzrhythmusstörungen verursachen kann.

Diese Störungen können durch die gleichzeitige Gabe anderer Wirkstoffe (wie beispielsweise des Antibiotikums Azithromycin), die am Herzen ähnliche Nebenwirkungen auslösen können, verstärkt werden.

Eine kürzlich auf dem Preprint-Server medRxiv veröffentlichte Studie deutet auf ein erhöhtes Risiko für kardiale Nebenwirkungen sowie eine erhöhte kardiovaskuläre Mortalität bei gleichzeitiger Anwendung von Hydroxychloroquin mit Azithromycin hin.

Zusätzlich zu den Nebenwirkungen, die das Herz betreffen, verursacht das Mittel bekanntermaßen potenziell Störungen der Leber- und Nierenfunktion, Nervenzellschäden, die zu epileptischen Anfällen führen können sowie einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie).

Hydroxychloroquin ist derzeit zur Behandlung von Malaria sowie bestimmten Autoimmunkrankheiten zugelassen.

EKG-Kontrollen vor Beginn sowie regelmäßig im Verlauf der Therapie sollten in Betracht gezogen werden.

Angehörige der Heilberufe sollten laut dem BfArM das Risiko für Nebenwirkungen insbesondere bei höheren Dosen sorgfältig abwägen und besonders vorsichtig vorgehen, wenn sie diese Behandlung mit anderen Arzneimitteln wie Azithromycin kombinieren, die ähnliche Nebenwirkungen auf das Herz haben können.

Angehörigen der Heilberufe wird empfohlen, Patientinnen und Patienten mit COVID-19, die Hydroxychloroquin erhalten, genau zu überwachen und vorbestehende Herzerkrankungen zu berücksichtigen, die Patientinnen und Patienten anfälliger für Herzrhythmusstörungen machen können.

Während bereits bei den empfohlenen Dosierungen schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten können, steigt das Risiko für solche Nebenwirkungen bei Anwendung höherer Dosen nochmals an, erklärt das BfArM.

Den Angaben zufolge gilt dies insbesondere für Störungen der elektrischen Reizleitung am Herzen, die den Herzrhythmus beeinträchtigen (QT-Verlängerung).

Tekk.tv Gesundheit 

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