COVID-19: Rasanter Anstieg häuslicher Gewalt – Gesundheit

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Die Forschenden werteten für ihre Untersuchung eingehende Anfragen zur Hilfe bei häuslicher Gewalt bei der Polizei aus, vor und während der Coronavirus-Pandemie.

Außerdem wurden die Kriminalitätsstatistik in den beiden Städten analysiert.

Anhand der Auswertung der Kriminalitätsstatistik in zwei amerikanischen Städten stellte das Forschungsteam um P.

Jeffrey Brantingham von der University of California (UCLA) fest, dass die Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung mit einem Anstieg der häuslichen Gewalt verbunden sind.

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Die Ergebnisse der Datenauswertung wurden in der englischsprachigen Fachzeitschrift „Journal of Criminal Justice“ veröffentlicht.

Die COVID-19-Pandemie und die nötige Isolation führen zu einem Anstieg der häuslichen Gewalt, so das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung aus den USA.

Bereits zuvor hatten Kennzahlen aus anderen Ländern einen vergleichbaren Anstieg erkennen lassen.

Die schwierige Situation in vielen Haushalten ist daher bei der Abwägung weiterer Schritte dringend zu berücksichtigen.

Signifikanter Anstieg der Hilferufe

Anstieg häuslicher Gewalt in Zeiten von COVID-19

In beiden Städten (Los Angeles und Indianapolis) war ein statistisch signifikanter Anstieg der Hilferufe wegen häuslicher Gewalt zu verzeichnen, der nach dem Inkrafttreten der sogenannten Stay at home-Regeln eintrat.

Die Forschenden gehen davon aus, dass die Zahl der diesbezüglichen Hilfegesuch bei der Polizei so lange hoch bleiben wird, wie die Regeln in Kraft sind.

„Während der COVID-19-Pandemie haben sowohl in Los Angeles als auch in Indianapolis die Anrufe zur Anzeige häuslicher Gewalt bei der Polizei bereits deutlich zugenommen, und wir wissen, dass häusliche Gewalt zu den Verbrechen gehört, die der Polizei am wenigsten gemeldet werden“, berichtet Studienautor Professor Jeffrey Brantingham von der University of California in einer Pressemitteilung.

Was für Daten wurden analysiert?

Im Vergleich dazu ist die Zahl der gemeldeten Raubüberfälle in Los Angeles deutlich zurückgegangen, während sie in Indianapolis relativ konstant geblieben ist.

Die Einbrüche sind in Los Angeles deutlich und in Indianapolis leicht zurückgegangen.

Die Zahl der Fahrzeugdiebstähle war in Los Angeles mäßig höher, in Indianapolis hingegen unverändert.

Die Zahl der Verkehrskontrollen ging in beiden Städten deutlich zurück, berichteten die Forschenden weiter.

Wenn Kriminalitätsmuster trotz der Maßnahmen insgesamt stabil bleiben, könnte dies darauf hindeuten, dass mehr Ressourcen für die Durchsetzung von Regeln aufgewendet werden müssen, berichtet Professor Brantingham.

„Insgesamt sind diese Verlagerungen vielleicht weniger erheblich, als angesichts des Ausmaßes der durch COVID-19 verursachten Störungen des sozialen und wirtschaftlichen Lebens zu erwarten wäre”, fügt Professor Brantingham hinzu.

Die Menge der verübten Verbrechen habe insgesamt ungefähr auf dem gleichen Niveau wie vor der Krise gelegen.

Das Kriminalitätsmuster könne wertvolle Erkenntnisse darüber liefern, ob Einzelpersonen und Gemeinschaften die Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit einhalten.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden.

Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Die Forschenden sagen nach der Auswertung der polizeiliche Kriminalitätsdaten voraus, dass die Inzidenz der häuslichen Gewlat allmählich zurückgehen wird, wenn die Menschen zu ihrer normalen Routine zurückkehren.

Jedoch werde die häusliche Gewalt vermutlich wieder ansteigen, wenn es eine zweite Welle von COVID-19 gibt, die neue Maßnahmen erfordert.

(as)

Tekk.tv Gesundheit 

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