COVID-19: Übertragung durch Atmung und Sprechen möglich – Gesundheit

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Bei einer aktuellen Untersuchung wurde bestätigt, dass Atmen und Sprechen von an COVID-19 erkrankten Menschen ausreichen, um gesunde Personen mit der Krankheit zu infizieren.

Diese Gefahr wird in den meisten Fällen immer noch unterschätzt, warnen die Forschenden.

Die Ergebnisse der Studie wurden in der englischsprachigen Fachzeitschrift „Risk Analysis“ veröffentlicht.

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Atmen und Sprechen sind Übertragungswege für SARS-CoV-2.

Dabei freigesetzte Aerosole sind in der Lage, andere Personen zu infizieren.

Bislang waren es besonders die bekannten Hauptübertragungsmethoden, die Anlass zur Besorgnis gaben, wie beispielsweise Husten, Niesen und eine Übertragung durch infizierte Oberflächen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie.

Die Rolle von Aerosolen bei der Übertragung von SARS-CoV-2 verdient dringend mehr Aufmerksamkeit.

Aktuelle Leitlinien und Informationen des öffentlichen Gesundheitswesens beginnen langsam damit, Aerosole als Übertragungsweg ernster zu nehmen, hauptsächlich im Zusammenhang mit der Atmung und dem Sprechen asymptomatischer Personen.

Die Bereitstellung von Leitlinien für einen ausreichenden Inhalationsschutz wird nach Angaben der Forschenden wichtig sein, um die Ausbreitung von COVID-19 weiter einzudämmen.

Bislang waren es die Hauptübertragungsmethoden, die Anlass zur Besorgnis gaben, wie die Übertragung auf nahe Distanzen (Husten und Niesen) und der Kontakt mit infizierten Oberflächen.

Nach Ansicht der Forschenden sollte mehr Aufmerksamkeit der Inhalation von Aerosolen gewidmet werden.

Bei Aerosolen handelt es sich um kleine Partikel, welche in der Luft bleiben und so über kurze und lange Distanzen transportiert werden können.

Berichte über asymptomatische Personen, die andere Menschen mit COVID-19 infizieren, deuten darauf hin, dass Aktivitäten wie beispielsweise normales Atmen und Sprechen kleinste Tröpfchen erzeugen, die durch die Luft transportiert werden und so andere Menschen infizieren.

Welche Rolle spielen Aerosole bei der Übertragung von SARS-CoV-2?

Da die beim Sprechen und Atmen erzeugten Aerosolpartikel so klein sind, verweilen sie verhältnismäßig lange in der Luft, bevor sie durch die Schwerkraft zu Boden gezogen werden.

Dadurch können sie über größere Entfernungen transportiert werden.

Eine 2006 durchgeführte Studie zu SARS-CoV-1 ergab beispielsweise zu diesem Thema, dass Partikel mit einem Durchmesser von einem bis drei μm fast unbegrenzt in der Luft schweben können.

Partikel mit einer Größe von zehn μm brauchten 17 Minuten, und Partikel mit einer Größe von 20 μm brauchten vier Minuten, um zu Boden zu fallen, berichtet die Forschungsgruppe.

Eine kürzlich durchgeführte Laborstudie ergab außerdem, dass das Virus in Aerosolen stundenlang lebensfähig und infektiös bleiben kann (Es blieb während der gesamten dreistündigen Dauer der Studie lebensfähig) und auf Oberflächen bis zu mehreren Tagen erhalten bleibt.

Die Konzentration, die Überlebensdauer und die Transportentfernungen für SARS-CoV-2 in Aerosolform sollten bei unterschiedlichen Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten untersucht werden, um mehr wichtige Daten über mögliche Wege der Infektion zu sammeln.

Weitere Untersuchung der luftübertragenen Konzentrationen sowie über die Rolle der Dosis in verschiedenen Teilen der Atemwege für das Fortschreiten und den Schweregrad der Krankheit seien unbedingt nötig, berichten die Forschenden.

Außerdem sollten Untersuchungen des Potenzials für Aerosolkontamination von Gebäuden, Räumen und Oberflächen durchgeführt werden, um so eine Grundlage für Dekontaminationsprotokolle zu schaffen.

Ausbreitung von COVID-19 durch Atmung und Gespräche

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden.

Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Eine Untersuchung und Aufzeichnung von Daten zur Bestimmung der Rolle, die menschliche Aktivitäten bei der potentiellen Erzeugung von Aerosolen spielen, die SARS-CoV-2 sowohl in geschlossenen als auch offenen Räumen übertragen können, ist nach Angaben der Forschungsgruppe ebenfalls angebracht.

Neue Untersuchungen sollten sich auch mit geeigneten Maßnahmen zur Eindämmung der Inhalationsexposition gegenüber kleinen Aerosolen (<5 μm) in Gebäuden, Räumen und Oberflächen beschäftigen, berichten die Forschenden.

(as)

Tekk.tv Gesundheit 

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