COVID-19 und Schwangerschaft: Drohende Schäden an der Plazenta – Gesundheit

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Für die Studie wurde die Plazenta von 16 Frauen untersucht, welche während der Schwangerschaft positiv auf COVID-19 getestet wurden.

Direkt nach der Geburt wurde die Plazenta dieser Frauen pathologischen Untersuchungen unterzogen.

Vier der Patientinnen zeigten drei bis fünf Wochen vor der Entbindung grippeähnliche Symptome und wurden positiv auf das Virus getestet.

Die übrigen Frauen wurden alle positiv getestet, als sie zur Entbindung kamen.

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Bei der aktuellen Untersuchung der Northwestern University wurde festgestellt, dass Covid-19 in der Schwangerschaft mit Verletzungen der Plazenta verbunden zu sein scheint.

Die Ergebnisse der Studie wurden in der englischsprachigen Fachzeitschrift „American Journal of Clinical Pathology“ veröffentlicht.

Wenn Frauen während ihrer Schwangerschaft an COVID-19 erkranken, scheint dies zu Veränderungen an der Plazenta zu führen.

Durch diese Verletzung der Plazenta kommt es zu einem abnormalen Blutfluss zwischen Müttern und ihren Babys in der Gebärmutter.

Gab es Fehlgeburten?

Wie wirkt sich COVID-19 auf die Plazenta aus?

Fünfzehn Teilnehmerinnen brachten im dritten Trimester lebende Säuglinge zur Welt, eine Teilnehmerin erlitt jedoch im zweiten Trimester eine Fehlgeburt.

Diese Patientin war asymptomatisch, so dass nicht klar ist, ob das Virus die Fehlgeburt verursachte oder ob es nicht damit zusammenhing, berichteten die Forschenden.

Der Forschungsgruppe sind noch vier weitere Fälle von Fehlgeburten im Zusammenhang mit COVID-19 bekannt.

Diese Frauen zeigten Symptome und drei von vier wiesen schwere Entzündungen in der Plazenta auf.

Die Plazenta ist das erste Organ, welches sich in der fetalen Entwicklung bildet.

Sie fungiert als Lunge, Darm, Nieren und Leber des Fötus, nimmt Sauerstoff und Nährstoffe aus dem Blutkreislauf der Mutter auf und tauscht Abfallstoffe aus.

Die Plazenta ist auch für viele der hormonellen Veränderungen im Körper der Mutter verantwortlich.

Plazenta von 16 Frauen wurde untersucht

Die Plazenta der Mütter wies zwei häufige Anomalien auf: Unzureichenden Blutfluss von der Mutter zum Fötus mit abnormalen Blutgefäßen und Blutgerinnsel in der Plazenta.

Es gibt einen sich abzeichnenden Konsens darüber, dass es bei COVID-19 Probleme mit der Blutgerinnung und Blutgefäßverletzungen kommen kann.

Die Befunde unterstützen die Annahme, dass sich möglicherweise Gerinnsel durch das Coronavirus bilden, und zwar in der Plazenta, berichtet die Forschungsgruppe.

„Die meisten dieser Babys wurden nach ansonsten normalen Schwangerschaften voll ausgetragen, so dass man keine Fehler an der Plazenta erwarten würde“, berichtet Studienautor Professor Dr.

Jeffrey Goldstein von der Northwestern University Feinberg School of Medicine in einer Pressemitteilung.

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass ein großer Teil des Blutflusses blockiert war und die Plazenta oft kleiner war, als sie es eigentlich sein sollte, berichtet Dr.

Miller.

Die Plazenta werde jedoch mit einer enormen Redundanz aufgebaut.

Selbst wenn nur die Hälfte der Plazenta funktioniert, gehe es den Babys oft sehr gut.

Doch bestehe die Gefahr, dass einige Schwangerschaften gefährdet sein könnten, fügt die Expertin hinzu.

(as)

„Diese verstärkte Überwachung könnte in Form von stressfreien Tests erfolgen, bei denen untersucht wird, wie gut die Plazenta Sauerstoff abgibt, oder in Form von Wachstumsultraschall, mit dem gemessen wird, ob das Baby gesund wächst“, erläutert Studienautorin Dr.

Emily Miller.

Auf der Grundlage der Daten gehen die Forschenden davon aus, dass durch die Veränderung an der Plazenta eigentlich keine negativen Auswirkungen für lebendig geborene Säuglinge entstehen dürften.

Trotzdem sprechen die Studienergebnisse dafür, dass schwangere Frauen mit COVID-19 genauer überwacht werden sollten.

Tekk.tv Gesundheit 

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