Diabetes: Nachlassende Griffkraft als möglicher Indikator? – Gesundheit

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Es ist bereits bekannt, dass Muskelschwäche bei ansonsten scheinbar gesunden Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes in Verbindung gebracht werden kann.

Bisher wurde jedoch keine Möglichkeit gefunden, dies zuverlässig zu beurteilen.

In der aktuellen Studie konnten in einer großen national repräsentativen Stichprobe nun erstmals konsistente Werte der Griffstärke im Verhältnis zu Körpergewicht, Geschlecht und Altersgruppe identifiziert werden, anhand derer sich das Diabetes-Risiko abschätzen lässt, berichtet das Forschungsteam.

Bei der aktuellen Untersuchung der Oakland University wurde festgestellt, dass nachlassende Griffstärke auf ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes hinweisen kann.

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Die Ergebnisse der Studie wurden in der englischsprachigen Fachzeitschrift „American Journal of Preventive Medicine“ veröffentlicht.

Kann unsere Griffkraft zuverlässig auf ein erhöhtes Risiko für Diabetes hinweisen? Bei einer Studie wurden jetzt Hinweise darauf gefunden, dass nachlassende Griffstärke tatsächlich ein zeiteffizientes Screening-Tool für Typ-2-Diabetes sein könnte.

Ergebnisse könnten zu neuen Test führen

Wie steht unsere Griffkraft im Zusammenhang mit Diabetes?

Die Studie ermittelte die Stärke oder auch die Schwäche des Handgriffs, welche mit Typ-2-Diabetes bei ansonsten gesunden Männern und Frauen entsprechend ihrem Körpergewicht und Alter korreliert.

Dies könnte zu einem zuverlässigen, einfach durchführbaren Test führen, um ein Risiko frühzeitig zu erkennen, noch bevor Komplikationen auftreten.

Die Forschenden analysierten für ihre aktuelle Studie die Daten von nationalen Gesundheits- und Ernährungsuntersuchungen der Jahre 2011 bis 2012 und 2013 bis 2014, um Schnittpunkte (Griffstärke im Verhältnis zum Körpergewicht) für das Typ-2-Diabetes-Risiko zu ermitteln.

Zur Bestimmung der Hand- und Unterarmkraft wurden preiswerte tragbare Handgriff-Dynamometer verwendet.

Muskelschwäche bei Diabetes

Nach Kontrolle der soziodemographischen Daten, Faktoren des Lebensstils und des Taillenumfangs identifizierten die Forschenden die Griffstärke von ansonsten gesunden Risikopatienten.

Diese Werte werden mit alters- und geschlechtsspezifischen Griffkraft-Schnittpunkten dargestellt, welche unterschiedlichen Körpergewichten entsprechen.

Dies kann darauf hinweisen, wann weitere diagnostische Tests für Diabetes gerechtfertigt sind.

Beispielsweise liegt die typische Schnittpunktzahl für Frauen im Alter von 50 bis 80 Jahren bei 0,49.

Wenn beispielsweise die kombinierte Griffkraft einer 60 Jahre alten Frau aus linker und rechter Hand 43 kg beträgt und ihr Körpergewicht bei 90 kg liegt, ist ihre Griffkraft bei 0,478 einzustufen.

Da dieser Wert weniger als 0,49 beträgt, weist dies darauf hin, dass die Person ein erhöhtes Diabetes-Risiko hat und eine weitere Untersuchung wäre gerechtfertigt.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden.

Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Immer mehr Menschen erkranken an Diabetes, wobei die Erkrankung im Anfangsstadium meist asymptomatisch bleibt.

Langfristig drohen jedoch Schäden an den Blutgefäßen und Beschwerdebilder wie die Neuropathie (Nervenleiden), Retinopathie (Erkrankung der Netzhaut) und Nephropathie (Nierenkrankheit).

Eine frühzeitige Diagnose könnte hier helfen, das Auftreten der Komplikationen zu verhindern.

(as)

Angesichts der geringen Kosten, des minimalen Schulungsbedarfs und der Schnelligkeit der Beurteilung könnte die Verwendung der in dieser Studie beschriebenen Schnittpunkte der normalen Griffstärke in Routinescreenings zur Identifizierung von Risikopatienten und zur Verbesserung von Diagnose eingesetzt werden, berichten die Forschenden.

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