Diabetes: Zuckerkranke haben ein erhöhtes Risiko für Darmkrebserkrankungen – Gesundheit

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Um herauszufinden, wie hoch das Darmkrebsrisiko für Menschen mit Diabetes ist, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Daten von fast 13 Millionen Personen ausgewertet.

Im vergangenen Jahr wurde eine Studie veröffentlicht, die einen deutlichen Anstieg von Darmkrebs-Fällen bei Menschen unter 50 Jahren zeigte.

Bekannt ist, dass die Gefahr für diese Krebsart ab diesem Alter zunimmt.

Zudem besteht ein erhöhtes Risiko, wenn es in der Familie bereits zu Darmkrebserkrankungen kam.

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Und auch Diabetes ist ein Risikofaktor für Darmkrebserkrankungen.

Laut Fachleuten sind in Deutschland rund sieben Millionen Menschen von Diabetes betroffen.

Die sogenannte Zuckerkrankheit kann zahlreiche Begleit- und Folgeerkrankungen nach sich ziehen.

Zudem haben Diabetikerinnen und Diabetiker ein erhöhtes Risiko für verschiedene Krebsarten – auch für Darmkrebs, wie Forschende nun berichten.

Studie zeigt: Diabetes ist ein Risikofaktor für frühe Darmkrebserkrankungen

Laut einer aktuellen Mitteilung konnten die Forschenden vom Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg zeigen, dass Diabetikerinnen und Diabetiker ein vergleichbar hohes Darmkrebsrisiko haben wie Menschen, in deren Familien gehäuft Darmkrebs auftritt.

Zudem haben Menschen mit Diabetes ein höheres Risiko, bereits vor dem 50.

Lebensjahr an Darmkrebs zu erkranken.

Den Fachleuten zufolge ist Darmkrebs in Deutschland und weltweit die dritthäufigste Krebsart und die zweithäufigste Krebstodesursache.

Mit besonderer Besorgnis beobachten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, dass insbesondere die Zahl der jungen Darmkrebserkrankten weiter zunimmt.

Höheres Risiko, schon vor dem 50.

Lebensjahr zu erkranken

Daher wird es immer wichtiger, spezifische Risikofaktoren für Darmkrebs bei jungen Erwachsenen zu identifizieren, sodass Hochrisikopersonen früher von einer Vorsorgeuntersuchung profitieren können.

Bislang haben in Deutschland Frauen und Männer ab 50 Jahren Anspruch auf Maßnahmen zur Darmkrebsfrüherkennung.

Diabetes und Darmkrebs haben einige Risikofaktoren wie etwa Adipositas (Fettleibigkeit), Bewegungsmangel und Stoffwechselfaktoren gemeinsam.

Untersuchungen weisen darauf hin, dass Diabetikerinnen und Diabetiker, insbesondere Menschen mit Typ 2 Diabetes, gegenüber der Normalbevölkerung ein höheres Risiko haben, an Darmkrebs zu erkranken.

„Ziel war es, das Darmkrebsrisiko insbesondere im Alter unter 50 Jahren bei Diabetikern mit und ohne Darmkrebspatienten in der Familie zu bestimmen“, erläutert Elham Kharazmi, Ko-Leiterin der Studie und Wissenschaftlerin des DKFZ und am NCT Heidelberg.

Laut der Mitteilung hatten während des Studienzeitraums von 1964 bis 2015 insgesamt 559.

375 der untersuchten Personen Diabetes und 162.

226 eine Darmkrebserkrankung.

Die Heidelberger Forschenden haben daher in Kooperation mit Kolleginnen und Kollegen der Universität Lund (Schweden) insgesamt 12,6 Millionen Daten von nach 1931 geborenen schwedischen Bürgerinnen und Bürgern inklusive von denen ihrer Eltern ausgewertet.

„Bisher galt Diabetes nicht als anerkannter Risikofaktor für frühe Darmkrebserkrankungen und der Zusammenhang zwischen Diabetes und familiärem Darmkrebsrisiko war noch weitgehend unbekannt“, sagt Mahdi Fallah, Leiter der Gruppe Risikoadaptierte Prävention in der Abteilung Präventive Onkologie des DKFZ und am NCT Heidelberg.

Tekk.tv Gesundheit 

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