Die Kehrseite der sozialen Distanzierung.

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Im Angesicht der Gefahr rücken die Menschen näher zusammen.

Soziale Distanzierung konterkariert diesen Impuls.

Die LMU-Professorin Ophelia Deroy und ihre Kollegen argumentieren, dass dieses Dilemma eine größere Bedrohung für die Gesellschaft darstellt als offenkundig unsoziales Verhalten.Die Korona-Krise stellt Länder rund um den Globus vor die vielleicht größte Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg.

Zum einen stellt das Virus eine wirklich globale Bedrohung dar.

In Ermangelung eines Impfstoffs besteht unsere primäre Verteidigung dagegen in dem, was heute als “soziale Distanzierung” bezeichnet wird – die Minimierung unserer Kontakte mit anderen im öffentlichen Raum.

In einem Essay, der in der führenden Fachzeitschrift Current Biology erscheint, unterstreicht ein interdisziplinäres Autorenteam, zu dem auch Professorin Ophelia Deroy gehört, die einen Lehrstuhl für Philosophie des Geistes an der LMU innehat und dem Münchener Neurowissenschaftlichen Zentrum angegliedert ist, das Dilemma, in dem sich Maßnahmen zur Förderung der sozialen Distanzierung befinden.

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Gefährliche Bedingungen machen uns mehr – und nicht weniger – sozial”, sagt Deroy.

Die Bewältigung dieses Widerspruchs ist die größte Herausforderung, vor der wir jetzt stehen”.Unter diesem Gesichtspunkt liegt unser aktuelles Problem nicht in egoistischen Reaktionen auf die Krise oder in der Weigerung, die Risiken zu erkennen, wie uns Bilder von Banken mit leeren Regalen in Supermärkten oder Scharen von Spaziergängern in unseren öffentlichen Parks glauben machen wollen.

Deroy und ihre Koautoren Chris Frith (ein bekannter Sozialneurobiologe am University College London) und Guillaume Dezecache (ein Sozialpsychologe an der Université Clermont Auvergne) argumentieren, dass solche Szenen nicht repräsentativ sind.

Sie betonen, dass Menschen instinktiv dazu neigen, sich bei akuter Gefahr zusammenzukauern, d.h.

sie suchen aktiv nach engeren sozialen Kontakten.

Studien auf den Gebieten der Neurowissenschaften, Psychologie und….

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