#Faktenfuchs: Schützen Einmalhandschuhe vor Coronainfektion? – Top News

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Auf Twitter wandte sich Marc Hanefeld, Allgemeinmediziner aus Bremervörde, in deutlichen Worten gegen den Einsatz solcher Handschuhe im Alltag:

Fasst eine andere Person diese Dinge kurz danach an, gelangen die Viren auf ihre Hände.

Wenn sich diese Person dann mit der Hand ins Gesicht fasst, können die Erreger an die Schleimhäute der Nase, des Mundes oder des Auges gelangen, was theoretisch zu einer Infektion mit dem Coronavirus führen könnte.

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Viren verbreiten sich zwar in erster Linie über eine Tröpfcheninfektion, dennoch ist auch eine sogenannte Schmierinfektion denkbar, wenn auch eher unwahrscheinlich.

Wenn eine infizierte Person niest oder hustet, können die Coronaviren beispielsweise auf Obst, Gemüse oder den Griff eines Einkaufswagens gelangen und dort eine Zeit lang überleben.

Um sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, verwenden einige Menschen Handschuhe.

Doch deren Schutzwirkung ist viel geringer als angenommen.

Und bei falschem Gebrauch sind Einmalhandschuhe sogar kontraproduktiv.

Immer häufiger tragen Menschen auf der Straße oder beim Einkaufen dünne Einmalhandschuhe, um sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen.

Dieser Tweet erhielt mehrere Tausend Retweets und Likes.

Der #Faktenfuchs klärt über die hygienischen Aspekte bei der Verwendung von Einmalhandschuhen auf.

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Prinzipiell sind medizinische Handschuhe zum Eigenschutz da.

Hygieniker empfehlen das Tragen solcher Handschuhe immer dann, wenn ein Kontakt mit Blut, Sekreten oder kontaminierten Gegenständen wahrscheinlich ist.

Die medizinischen Einmalhandschuhe sollen verhindern, dass Bakterien oder Viren in Kontakt mit der Haut gelangen.

Einmalhandschuhe gibt es sowohl aus Naturlatex als auch aus synthetischem Latex wie zum Beispiel Nitril.

Sie werden auch als medizinische Handschuhe bezeichnet, weil Ärzte und Pflegepersonal solche Handschuhe verwenden.

“Medizinische Handschuhe sind eine hygienische Sauerei”

Verwendung von Einmalhandschuhen in der Medizin

Einmalhandschuhe: Gedacht zum einmaligen Gebrauch

Auch neue Handschuhe können Löcher haben

Im “Handschuhsaft” gedeihen Bakterien besonders gut

Handschuhe vermitteln falsches Sicherheitsgefühl

Besser Mundschutz als Handschuhe

Fazit

Um sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, verwenden einige Menschen Handschuhe.

Doch deren Schutzwirkung ist viel geringer als angenommen.

Und bei falschem Gebrauch sind Einmalhandschuhe sogar kontraproduktiv.

Speziell in Krankenhäusern gibt es die Richtlinie, dass Ärzte oder Pflegefachkräfte nach jedem Patienten den Handschuh ausziehen, entsorgen und sich die Hände desinfizieren.

Wie der Name schon sagt, sind die Handschuhe für einen einmaligen Gebrauch gedacht.

Darüber hinaus können auch neue Handschuhe kaum sichtbare Löcher haben, durch die Bakterien oder Viren auf die Haut gelangen können.

Diese Gefahr steige durch eine mechanische Beanspruchung, sagt Ingo Johnscher, Facharzt für Hygiene vom Klinikum Nürnberg, zu .

Heißt: Je länger die Handschuhe im Einsatz sind, desto eher reißen sie ein.

Aber selbst bei sachgemäßem Gebrauch liefern medizinische Handschuhe keine hundertprozentige Sicherheit.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass bestimmte Bakterien und Viren auch unbenutzte Latex-Handschuhe durchdringen können.

Wer Einmalhandschuhe unsachgemäß verwendet, setzt sich einem großen Risiko aus.

Denn je länger ein Einmalhandschuh im Einsatz ist, desto mehr Keime sammeln sich auf dessen Oberfläche.

Während man sich die Hände einfach waschen oder desinfizieren kann, hängt das bei Einmalhandschuhen von ihrem Material ab.

Nicht jeder Handschuh verträgt alkoholische Desinfektionsmittel.

#Faktenfuchs: Schützen Einmalhandschuhe vor Coronainfektion?

Und was passiert im Handschuh? Wenn man im Alltag Gummihandschuhe längere Zeit trägt, beginnen die Hände zu schwitzen.

“In diesem ‘Handschuhsaft‘ können sich Bakterien vermehren, aber auch Viren gut halten”, so Johnscher.

Um so wichtiger sei es, sich nach dem Ausziehen die Hände gut zu waschen oder zu desinfizieren.

Der Facharzt für Hygiene hält Einmalhandschuhe für ein zweischneidiges Schwert: “Sie können zwar eine Kontamination der Haut mit Bakterien oder Viren verhindern, das Problem ist aber, dass sie eine Sicherheit vermitteln, die so nicht gegeben ist.

Daher empfiehlt Johnscher, zum Schutz vor Infektionen statt Handschuhen lieber einen Mundschutz zu verwenden.

Auch Handschuhe können Keime aufnehmen.

Wer sich dann mit dem kontaminierten Handschuh ins Gesicht fasse, könne die Krankheitserreger in die Schleimhäute bringen und sich so mit dem Coronavirus infizieren.

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