Ganz nah dran: Diese Konzerte gibt es jetzt live ins Wohnzimmer – Top Meldungen

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Was hilft in Corona-Zeiten gegen den Trennungsschmerz von Live-Konzerten? Digitale Live-Konzerte. Musiker*innen weltweit streamen aus ihren Wohn- und Musikzimmern. So nah dran kommen wir nie wieder!

Um nicht ewig dem oder der Ex hinterherzujammern, empfiehlt der Psychologe Guy Winch eine Liste mit Dingen bereit zu haben, die am anderen nervig waren. Vielleicht funktioniert das auch für die Corona-bedingte Trennung von Live-Konzerten? Da könnte stehen: Lange Schlangen, große Menschen, die den Blick versperren und ständiges Gedrängel. Und man ist nie so nah dran, wie man eigentlich will – Auftritt Stream-Konzerte!

Bayern 3 organisiert am Sonntag zum Beispiel ein Festival, bei dem es weder Gedrängel noch lange Wege zwischen Bühnen geben wird. Denn das #WirBleibenZuhause-Festival bringt Musiker*innen wir Lotte, Max Giesinger, LEA und Johannes Oerding aus deren Zuhause auf Sofas weltweit. Ab 17.30 Uhr wird auf Instagram live gestreamt. Nach dem Motto: “Musik macht alles besser – und lenkt in Corona-Zeiten ein bisschen ab”. Dosenravioli und Bier lassen sich ja auch zu Hause genießen.

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Eine ähnliche Idee gibt es auch in den USA. Unter dem Hashtag #TogetherAtHome musizieren Sänger*innen im Stream und ermahnen zum Social Distancing. Sänger John Legend und seine sehr lustige Frau Chrissy Teigen sendeten zum Beispiel vom heimischen Klavier: John singt, Chrissy setzt sich auf die Tasten und macht Quatsch. Die Zuschauer durften außerdem zuvor über das Outfit von Chrissy Teigen abstimmen – das Ergebnis: Sie trägt ein braunes Handtuch, Legend einen Bademantel und keine Hose, wie er gleich zu Beginn betont. So nah dran kommt man vermutlich nie wieder.

So schön die Live-Angebote sind, Geld ist damit keines verdient. Dabei fallen für viele Musiker*innen gerade durch Konzertabsagen Einkünfte weg. TV Noir, die Musiksendung, die eh den Untertitel “Das Wohnzimmer der Songwriter” trägt, bietet eine Lösung. Auch hier streamen Künstler*innen aus ihrem Daheim, immer um 20.15 Uhr auf Instagram. Die Zuschauer*innen können dafür aber virtuelle „Tickets“ kaufen. 1,00 € bis 50,00 € lassen sich so für den Gig bezahlen, 100% der Einnahmen gehen an die Künstler*Innen. Ab 400 Euro Einnahmen wird sogar solidarisch aufgeteilt.

Wer sich trotzdem in Zeiten zurückversetzen will, in denen man mit vielen Menschen verschwitzt zu Live-Musik tanzen konnte: In der BR-Mediathek gibt es Live-Mitschnitte vom Puls-Festival und den Heimatsound-Konzerten. Dabei versperrt garantiert niemand den Blick auf die Bühne, außer man hat gemeine Mitbewohner. Besonders passend: Das Konzert von Bombay Bicycle Club, die unter anderem ihren neuen Song “Eat, sleep, wake (Nothing but you)” spielen. Mehr als essen, schlafen, aufwachen und mit sich alleine sein, geht grade ja wirklich nicht.

Fazit: Die Schlange am eigenen Klo ist meist kurz und in den eigenen vier Wänden gibt es hoffentlich keine nervigen Rempler. Die Live-Streams helfen auf jeden Fall, um sich weniger allein zu fühlen. Am Ende machen sie aber auch Lust auf das Original. Und vielleicht gibt es auch dafür eine Lösung: In Italien treffen sich schon seit Tagen Menschen zum Musizieren auf ihren Balkonen, um die Tristesse und Einsamkeit der Ausgangssperre zu überstehen. Und hier bei uns gibt es punktuell ja auch schon einige spontane Aktionen. Dann würde noch eine ganz neue Konzertreihe starten, an der wir alle live und analog teilnehmen könnten.

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Ganz nah dran: Diese Konzerte gibt es jetzt live ins Wohnzimmer

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