Heimreise aus dem Urlaub in Zeiten der Corona-Krise – Top Meldungen

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Seit die Airlines ihren Flugverkehr wegen Corona fast komplett eingestellt haben, kann die Heimreise selbst aus dem europäischen Ausland zum Abenteuer werden. So auch bei einem BR-Journalisten, der im schwedischen Lappland war. Doch er hatte Glück.

Wer jetzt noch auf Urlaubsreise und auf das Flugzeug angewiesen ist, hat kein leichtes Spiel: Die Lufthansa etwa hat 700 ihrer 763 Maschinen am Boden zwangsgeparkt und lässt vorläufig 95 Prozent ihrer Flüge ausfallen.

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Das bekam auch BR-Journalist Christian Offenberg mit seiner Freundin Esther Lutz zu spüren. Nach zwei Wochen mit Schlittenhunden in der Einsamkeit Lapplands erhalten sie die Mitteilung, dass ihr Flug nach München storniert ist. Nach etlichen Stunden in der Warteschleife der hoffnungslos überlasteten Lufthansa Hotline können sie auf eine neue Flugroute umbuchen: Kiruna – Stockholm, Stockholm – Frankfurt, Frankfurt – München. Die meisten Airlines sind derzeit extrem kulant bei den Umbuchungen und verlangen für gewöhnlich keinen Aufpreis.

Während in Deutschland die Regeln für den Aufenthalt in der Öffentlichkeit drastisch eingeschränkt wurden, ist in Nordschweden wenig von der Corona-Krise zu spüren. Der nächste gemeldete Fall ist 200 Kilometer entfernt. Beim Check-in in Kiruna drängen sich bereits jede Menge Menschen. Soziale Distanz? Fehlanzeige!

Kaum wird das Gate geöffnet, drängeln knapp 150 Passagiere ungeduldig zum Flugzeug auf dem Rollfeld. Im Flieger dann, neue Rituale. “Zum ersten Mal in meinem Leben desinfiziere ich hier verschiedenste Teile aus dem Flugzeug, sagt Esther Lutz. Sie überlegt, wo Leute vielleicht noch hingegriffen haben könnten.

Die Airlines beteuern, dass die Ansteckungsgefahr im Flugzeug gering ist. Die Luft im Flugzeug strömt von oben nach unten und wird mit speziellen HEPA-Filtern gereinigt, die alle Viren herausfiltern. Das Problem bleibt die Nähe zum Sitznachbarn. Manche Flugbegleiterinnen tragen sicherheitshalber eine Atemschutzmaske.

Der Hauptstadtflughafen Arlanda in Stockholm ist auf ein Terminal zusammengeschrumpft. Und trotzdem wirkt er beinahe wie ausgestorben.

“Wahnsinn, leere Gänge, nix los. Die Geschäfte können einem schon leidtun. Der Flieger nach Frankfurt ist allerdings voll, weil die meisten Rückkehrer nach Frankfurt umgebucht wurden. Der nette Herr von der Hotline hat dann gesagt, wir können froh sein, dass wir überhaupt einen Platz bekommen haben. Einige Passagiere müssen sich schon bis in den April gedulden”, sagt Esther Lutz.

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