Infektionskrankheiten: Auch Tiere schützt eine Kontaktbeschränkung – Gesundheit

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Mikroorganismen, welche in und auf unserem Körper leben, spielen sowohl für die Erhaltung unserer Gesundheit als auch bei der Entstehung von Krankheiten eine entscheidende Rolle.

Bei der aktuellen Untersuchung wurden nun deutlich, wie die Mikroorganismen zwischen Individuen weitergegeben werden und welche Wirkung physische Distanzierung diesbezüglich hat.

Das Forschungsteam um Eva C.

Wikberg von der University of Texas at San Antonio hat untersucht, welchen Einfluss die Interaktionen zwischen sozialen Gruppen von Stummelaffen (Colobus vellerosus) auf das Darmmikrobiom der Tiere haben und dabei auch Erkenntnisse über die Wirkung der Distanzierung zum Schutz vor Krankheiten gewonnen.

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Die Ergebnisse der Studie wurden in der englischsprachigen Fachzeitschrift „Animal Behaviour“ veröffentlicht.

Auch Tiere profitieren von Distanzierung beziehungsweise einer Kontaktreduzierung, wenn es darum geht, sich vor ausbreitenden Krankheiten zu schützen.

Dies wurde in einer aktuellen Studie an Stummmelaffen deutlich und zeigt, wie sinnvoll der Abstand zu anderen Menschen in Zeiten von Corona sein kann.

Untersuchung an wilden Affen durchgeführt

Wie sinnvoll ist eine soziale Distanzierung?

Die Forschenden beobachteten für ihre Studie Affen in freier Wildbahn.

So wollten sie verstehen, welche Rolle Genetik, Ernährung, soziale Gruppen und Distanz in einem sozialen Netzwerk spielen, wenn es um die Mikroben geht, die sich im Darm eines Tieres befinden.

Wie lässt sich die Ausbreitung von Mikroben verhindern?

„Die soziale Übertragung von Mikroben unter Affen kann dazu beitragen, uns darüber zu informieren, wie sich Krankheiten ausbreiten.

Dies hat Parallelen zu unserer gegenwärtigen Situation, in der wir versuchen zu verstehen, wie soziale Distanzierung während der COVID-19-Pandemie und zukünftigen Krankheitsausbrüchen die Krankheitsübertragung beeinflussen kann“, so Professorin Eva Wikberg von der University of Texas at San Antonio in einer Pressemitteilung.

Das Darmmikrobiom bezieht sich auf alle Mikroorganismen, welche den Verdauungstrakt bevölkern, beginnend mit dem Magen und endend mit dem Dickdarm.

In den letzten zehn Jahren ist das Mikrobiom bereits stärker in den Fokus der Wissenschaft gerückt, weil man davon ausgeht, dass ein ungesundes Darmmikrobiom zu Fettleibigkeit, Beeinträchtigung der Immunfunktion, geschwächter Parasitenresistenz und sogar zu Verhaltensänderungen führen kann.

Die Erforschung von Mikrobiomen ist jedoch schwierig, da die mikrobielle Zusammensetzung von Individuum zu Individuum variiert.

Eine seit langem gestellte Frage ist, ob diese Variation durch die genetische Beschaffenheit, die Ernährung oder das soziale Umfeld bedingt ist.

Solche Forschung in Wildpopulationen ist besonders schwierig, weil es an detaillierten Daten fehlt, die notwendig sind, um die unzähligen Faktoren, die das Mikrobiom formen, von einander zu unterscheiden.

Für ihre Untersuchung analysierten die Forschenden die Fäkalien von 45 weiblichen Stummelaffen, die sich in acht verschiedenen sozialen Gruppen in einem kleinen Wald versammelten.

So konnten große Unterschiede zwischen den Darmmikrobiomen der sozialen Gruppen festgestellt werden.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden.

Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Die Studie an wilden Tieren kann helfen, besser zu verstehen, wie wichtig es ist, die soziale Distanzierung einzusetzen, um in Zeiten von COVID-19 die Sicherheit der Gesellschaft zu gewährleisten.

(as)

Individuen aus verschiedenen Gruppen, die sozial enger miteinander verbunden waren, hatten mehr ähnliche Darmmikroben.

Diese Entdeckung deutet darauf hin, dass Mikroben bei gelegentlichen Begegnungen mit Angehörigen anderer sozialer Gruppen übertragen werden können, erläutern die Forschenden.

Ähnlich könne es sich auch verhalten, wenn Menschen sich beispielsweise in Geschäften in unmittelbarer Nähe zu anderen Personen befinden oder versehentlich jemand anderes berühren.

Tekk.tv Gesundheit 

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