Machen Videospiele süchtig? – Gesundheit

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Für die meisten Heranwachsenden ist das Spielen von Videospielen lediglich eine angenehme und oft sogar soziale Form der Unterhaltung.

Zwar sind Videospiele ein unterhaltsamer Zeitvertreib, doch wächst in der Gesellschaft die Besorgnis, dass zu viel mit Videospielen verbrachte Zeit negativen Einfluss auf die Entwicklung haben und zu einer Sucht führen kann.

Bei der aktuellen Untersuchung der Forschungsgruppe um Professorin Sarah Coyne von der Brigham Young University wurde festgestellt, dass Menschen sehr wohl eine wahre Sucht nach Videospielen entwickeln können.

Die Ergebnisse der Studie wurden in der englischsprachigen Fachzeitschrift „Developmental Psychology“ publiziert.

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Können Videospiele beziehungsweise Computerspiele tatsächlich zur ernsthaften Sucht werden? Eine aktuelle Studie lässt dies vermuten, jedoch scheint die Mehrheit der spielenden Personen nicht gefährdet zu sein, eine Sucht nach Videospielen zu entwickeln.

90 Prozent der Menschen spielen nur zum Spaß

Gibt es eine Sucht nach Videospielen?

Die sechs Jahre lange Studie (die längste Untersuchung, die bisher zur Videospielsucht durchgeführt wurde) ergab, dass etwa 90 Prozent der spielenden Personen nicht auf eine Art und Weise spielen, die schädlich für sie ist oder zu negativen Langzeitfolgen führt.

Es gibt jedoch auch eine Minderheit von Personen, die durchaus von Videospielen abhängig wird.

Infolgedessen können dann geistige, soziale und auf das Verhalten bezogene Probleme entstehen.

„Das Ziel der Studie war, die längerfristigen Auswirkungen einer bestimmten Beziehung zu Videospielen zu untersuchen und zu analysieren, welche Auswirkungen diese Beziehung auf eine Person im Laufe der Zeit hat”, berichtet Studienautorin Professorin Sarah Coyne von der Brigham Young University in einer Pressemitteilung der Universität.

Sind Videospielen lediglich Unterhaltung?

Um die Prädiktoren und Ergebnisse der Videospielabhängigkeit zu messen, untersuchte die Forschungsgruppe 385 Jugendliche beim Übergang ins Erwachsenenalter.

Jeder einzelne Teilnehmende füllte über einen Zeitraum von sechs Jahren einmal pro Jahr mehrere Fragebögen aus.

Mit Hilfe dieser Fragebögen wurden Depression, Angst, Aggression, Delinquenz, Empathie, prosoziales Verhalten, Schüchternheit, sensorische Reaktivität, finanzieller Stress und problematischer Handygebrauch gemessen.

Pathologisches Videospiel ist gekennzeichnet durch exzessiven Zeitaufwand für das Spielen von Videospielen, Schwierigkeiten, sich von den Spielen zu lösen und Störungen der gesunden (zwischen-)menschlichen Verhaltenweisen aufgrund des Spielens.

Abgesehen von den Risikofaktoren wurden auch drei unterschiedliche Verläufe des Videospielkonsums beobachtet.

72 Prozent der Heranwachsenden hatten in den sechs Jahren der Datenerhebung relativ wenig Suchtsymptome.

Weitere 18 Prozent der Jugendlichen begannen mit mäßigen Symptomen, die sich im Laufe der Zeit nicht veränderten, lediglich zehn Prozent der Jugendlichen zeigten im Verlauf der Studie zunehmend pathologische Spielsymptome.

Es wurden zwei Hauptrisikofaktoren für Videospielsucht identifiziert: Männlich zu sein und ein geringes Maß an prosozialem Verhalten zu haben.

Ein höheres Maß an prosozialem Verhalten beziehungsweise freiwilligem Engagement, das einer anderen Person zugute kommen soll, ist tendenziell ein Schutzfaktor gegen die Suchtsymptome, berichten die Forschenden.

Etwa zehn Prozent der spielenden Personen fallen in die Kategorie des pathologischen Videospielens.

Im Vergleich zur nicht-pathologischen Gruppe wiesen diese Teilnehmenden höhere Grade von Depression, Aggression, Schüchternheit, problematischem Handygebrauch und Ängsten im Erwachsenenalter auf.

Diese Auswirkungen konnten beobachtet werden, obwohl die Gruppen zum ursprünglichen Zeitpunkt in all diesen Variablen gleich gut abgeschnitten hatten.

Das deutet darauf hin, dass Videospiele bei diesen negativen Ergebnissen eine wichtige Rolle gespielt haben könnten, erläutern die Forschenden.

Tekk.tv Gesundheit 

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