Medikament gegen Covid-19: Aktueller Stand und Vorreiter Teil 2

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Chinesische Wissenschaftler arbeiten seit geraumer Zeit bereits fleißig daran ein Medikament gegen die Erkrankung Covid-19, welche durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 verursacht wird, auf den Markt zu bringen.

Chloroquin Phosphat, eigentlich ein antientzündliches Mittel zur Vorbeugung und Therapie von Malaria, sowie zur Behandlung von rheumatoider Arthritis und Lupus, zeigte im Rahmen klinischer Studien sowohl ausreichend Wirkung als auch hohe Sicherheit im Kampf gegen die Erkrankung.

Bei frühen In-vitro-Untersuchungen war Chloroquin in der Lage Covid-19-Infektionen zu verhindern.

Es wurden nun weitere klinische Tests in über zehn chinesischen Krankenhäusern in Wuhan, Jingzhou, Guangzhou, Beijing, Shanghai, Chongqing und Ningbo in Angriff genommen, um die potenzielle Behandlungsmethode zu überprüfen.

Bislang wurde an mehr als 100 Betroffenen gezeigt, dass Chloroquin Phosphat den Zustand der Lunge bei Patienten mit Lungenentzündung verbessert, die Virenkonzentration reduziert und die Krankheit verkürzt.

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Zu ernsthaften Nebenwirkungen kam es bei keinem der Behandelten.

Die antiviralen und antientzündlichen Eigenschaften von Chloroquin scheinen es zu einem potenten Heilmittel für Covid-19 zu machen.

Chrloroquin ist ein günstiges und sicheres Medikament und wird bereits seit über 70 Jahren angewendet.

In Anbetracht der aktuellen Krisensituation sind sich die chinesischen Wissenschaftler darüber einig, dass es in Zukunft bei Coronavirus-Betroffenen mit Lungenentzündung zum Einsatz kommen soll.

Das Arzneimittel soll demnächst auch in den Richtlinien der National Health Commission zur Prävention, Diagnose und Behandlung von Lungenentzündungen durch Covid-19 zu finden sein und zukünftig eine große Hilfe bei der wachsenden Infektionsrate darstellen.

Teil 1 der Reihe „Medikament gegen Covid-19“ stellte bereits einige erfolgsversprechende Virostatika, sowie eine aussichtsreiche Kombinationstherapie vor, deren Sicherheit und Wirkung gegen das neuartige Coronavirus bereits studiert wird.

Doch es gibt weitere Forschungserfolge bezüglich eines Heilmittels gegen Covid-19.

Weitere antivirale Alternativen

Behandlungen von Covid-19 könnten in der Zukunft außerdem mit Remdesivir (GS-5734) erfolgen.

Das Medikament wurde Informationen zufolge bereits einigen hundert Patienten mit bestätigter schwerer SARS-CoV-2-Infektion in den USA, Japan und Europa verabreicht.

Eine klinische Studie in China untersucht aktuell die Wirksamkeit von Remdesivir bei Patienten mit dem Virus.

Aussagekräftige Daten dazu werden bis April 2020 erwartet.

Im Rahmen präklinischer Studien hat sich Remdesivir bereits als äußerst effektiv gegen das neuartige Coronavirus gezeigt.

Zudem hat es SARS-CoV-2 der Substanz gegenüber sehr schwer eine Resistenz zu bilden.

Auch gegen SARS-CoV, MERS-CoV und CoV hat das Arzneimittel bereits Wirkung gezeigt, gegen SARS-CoV sowohl vorbeugend als auch in der Behandlung.

Des Weiteren scheint Sofosbuvir ergänzt durch Ribavirin vielversprechend.

Ein Experiment hat ergeben, dass sich die beiden Virostatika an die Coronaviren binden und die Infektion bekämpfen.

Die zwei Medikamente haben sich in der Vergangenheit gegen SARS-CoV und MERS-CoV bereits beweisen können.

Weitere klinische Daten hierzu sollen bald folgen.

Chinesische Empfehlungen zum Einsatz von Virostatika

Für die akute Behandlung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 empfiehlt die China International Exchange and Promotive Association for Medical and Health Care (CPAM) aktuell die Verwendung von Lopinavir oder Ritonavir (2 Kapseln 2 Mal täglich) in Kombination mit Alfa-Interferon, das in sterilem Wasser aufgelöst und dann einhaliert wird (2 Mal täglich).

Die Empfehlung beruht jedoch auf schwachen Belegen aus retrospektiven Kohortenstudien, Fallstudien und weiteren Untersuchungen, welche in der Vergangenheit die klinische Wirksamkeit der genannten Medikamente gegen andere Coronaviren nachwiesen (SARS-CoV und MERS-CoV).

Darüber hinaus entwickelte ein Team koreanischer Wissenschaftler mit Erfahrung in der Behandlung von Patienten mit dem neuen Coronavirus eine Liste an Therapieempfehlungen für Covid-19.

Die Mediziner raten vom Gebrauch antiviraler Medikamente bei jungen gesunden Patienten mit schwachen Symptomen und ohne Komorbiditäten ab.

Allerdings raten auch sie zum Einsatz von Lopinavir (400mg zwei Mal täglich), Ritonavir (100mg zwei Mal täglich) oder Chloroquin (500mg zwei Mal täglich) bei älteren Patienten und Betroffenen mit starken Symptomen oder speziellen Bedingungen.

Falls Chloroquin nicht verfügbar sein sollte, raten sie dazu stattdessen Hydroxycholorquin (400mg einmal täglich) einzunehmen.

Von Ribavirin und Interferon raten sie hingegen ab, da diese die Gefahr ungewünschter Nebenwirkungen bergen.

Nichtsdestotrotz sollten diese antiviralen Medikamente in Betracht gezogen werden, sollten Lopinavir, Ritonavir, Chloroquin und Hydroxychloroquin keine Wirkung zeigen.

Chloroquin Phosphat

Auch die Kombination aus Lopinavir, Ritonavir, Ribavirin und Corticosteroiden könnte Erfolge liefern.

Beim SARS-CoV-Ausbruch im Jahr 2002 wurde bereits festgestellt, dass die Mortalität mit dieser Arzneimittelmischung signifikant gesenkt werden konnte (von 6.

3 auf 2.

4 Prozent).

Zuletzt zeigte sich auch die Kombination aus Interferon alfacon-1 und Corticosteroiden, sowie Ribavirin und Corticosteroiden effektiv.

Bei Corticosteroiden kam es bei Probanden nach einiger Zeit jedoch oftmals zu schlimmen Nebenwirkungen, unter anderem wiederkehrendem Fieber, Durchfall und akuten Atemwegsbeschwerden.

Auf Grund dessen rät die WHO aktuell strikt von der Anwendung von Corticosteroiden bei Patienten mir SARS-CoV-2 ab, da aktuell kein Vorteil durch die Verwendung der Medikamente garantiert ist, es allerdings zu negativen gesundheitlichen Auswirkungen kommen kann.

Der CPAM zufolge sollten Corticosteroide generell nur mit Vorsicht verabreicht werden.

Auch wenn die Liste der derzeitigen potenziellen Stoffe gegen das neuartige Coronavirus lang ist, so ist zu berücksichtigen, dass die ausgiebige Testphase der Substanzen stets eine Menge Zeit in Anspruch nimmt.

Dies ist unverzichtbar, um die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten.

Aus diesem Grund wird es wohl noch eine ganze Weile dauern, bis Covid-19 effektiv und sicher behandelt werden kann, doch Forscher auf der ganzen Welt geben aktuell ihr Bestes, um dies schnellstmöglich Realität werden zu lassen.

 
Quellen:
https://www.

jstage.

jst.

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jp/article/bst/14/1/14_2020.

01047/_article
https://www.

elsevier.

com/__data/assets/pdf_file/0007/988648/COVID-19-Drug-Therapy_Mar-2020.

pdf

Das Problem mit Corticosteroiden

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