Rathäuser geschlossen: Wie komme ich trotz Corona an einen Pass? – Top Meldungen

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Wegen der Corona-Krise haben die Rathäuser in Niederbayern und der Oberpfalz für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Behörden haben aber ihre eigenen Wege gefunden, wie die Bürger trotzdem an wichtige Dokumente kommen können.

Derzeit stehen Bürger, die ein Anliegen in den Rathäusern in Niederbayern und der Oberpfalz haben, meist vor verschlossenen Türen. Die Behörden sind wegen der Corona-Krise für den Publikumsverkehr geschlossen.

In Regensburg sind die Bürgerbüros, bei denen normalerweise Ausweisdokumente beantragt werden können, wegen der Corona-Problematik geschlossen. Die Behörden seien allerdings telefonisch und per Email oder Brief erreichbar, so Walter Boeckh, Rechtsreferent der Stadt Regensburg. Auch könnten telefonisch einzelne Termine vereinbart werden. Um den Infektionsschutz zu gewährleisten, hat die Stadt Regensburg durchsichtige Trennwände zwischen Bürger und Sachbearbeiter aufgestellt.

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Für Notfälle, etwa bei einem Gerichtstermin oder Bankangelegenheiten, werden gegebenenfalls auch vorläufige Ausweise ausgestellt, so Boeckh. Eine Verlängerung amtlicher Ausweise – also Pass oder Personalausweis – die zehn Jahre Gültigkeit haben, sei nach dem Gesetz nicht vorgesehen. “Allerdings zählt auch ein abgelaufener Personalausweis als Identitätsnachweis”, erklärt Boeckh.

Derzeit können in Landshut keine Ausweise oder Reisepässe beantragt werden. Das teilt die Stadt auf BR-Anfrage mit. Unaufschiebbare Angelegenheiten können nur nach telefonischer Terminvereinbarung im Rathaus erledigt werden. Die Landshuter können aber auch ihre “Behördengänge” von Zuhause aus über das Bürgerserviceportal erledigen. Unter www.landshut.de/buergerserviceportal können Anträge für Führungszeugnisse, Meldebescheinigungen, Umzüge, Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden ausgefüllt und an das Bürgerbüro (Telefonnummer 0871-882288, Mail [email protected]) weitergeleitet werden.

In Passau werden ebenfalls alle Angelegenheiten per Telefon (Telefon 0851/396225), Mail ([email protected]), per Post oder durch die Nutzung des Online-Services abgewickelt, heißt es von der Stadt. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung stünden nur noch “in begründeten Ausnahmen für persönliche Vorsprachen zur Verfügung”.

Sofern ein Wohnsitz an- oder umgemeldet werden muss, kann dies derzeit in Passau per E-Mail abgewickelt werden. Nur in dringenden Ausnahmefällen können die Passauer ihre Fahrzeuge an- oder abmelden lassen – dann mit Terminvereinbarung über das Bürgerbüro Passau ([email protected] bzw. Telefon 0851/396-100).

Bei Geburten oder Sterbefällen werden Urkunden per E-Mail oder Post versandt. Trauungen sollen wenn möglich verschoben werden, andernfalls wird die Anzahl der Gäste auf ein Mindestmaß begrenzt (derzeit Brautpaar, Trauzeugen, Eltern usw.).

Auch in Amberg können Bürger nur per Telefon oder per E-Mail Kontakt mit den Behörden aufnehmen, sagt Susanne Schwab, Sprecherin der Stadt Amberg, auf BR-Anfrage. Derzeit würden Ausweise meist auch gar nicht benötigt, da die Menschen sowieso nicht ins Ausland reisen dürften, so Schwab. Für besonders dringende Fälle sei in Amberg aber ein sogenannter Distanzarbeitsplatz eingerichtet worden. Hier sind Bürger dann nicht in direktem Kontakt mit dem Mitarbeiter und können ihren Ausweis abholen.

Sollte trotzdem ein Reisepass benötigt werden für eine Reise, die zu einem späteren Zeitpunkt nach der Corona-Krise stattfinden soll, gibt es in Amberg die Möglichkeit, dass dafür bereits ein Vorgang im System angelegt wird. So kann dem Bürger eine Passnummer übermittelt werden, die er dann bei der Buchung angeben kann.

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Regensburg: Trennwände zum Corona-Schutz

Abgelaufener Ausweis zählt auch

Landshut: “Behördengänge” von Zuhause aus

Passau: Wohnsitzmeldung ausnahmsweise per E-Mail

Distanzarbeitsplatz in Amberg

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