Remdesivir: Warum Studien dringend gebraucht werden – Top News

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In der Caritas-Klinik St.

Josef in Regensburg setzt Dr.

Werner Kargl, erfahrener Notfallmediziner und Leiter der dortigen Intensivstation, deshalb vereinzelt auch das Medikament Hydroxychloroquin ein.

Das über 60 Jahre alte Malariamittel ist eines der erfolgversprechenden Medikamente, die im Rahmen international koordinierter Studien zu Covid-19 erforscht werden.

Aber: Die Klinik St.

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Josef ist kein Studienzentrum.

Das Medikament wird hier als letzte Option im Einzelfall eingesetzt, ohne gesicherte Datenlage.

Weltweit läuft die Suche nach Wirkstoffen gegen Covid-19 auf Hochtouren.

Zu über 50 Substanzen wird geforscht.

Teilweise werden solche Medikamente schon eingesetzt, um Leben zu retten.

Doch: Erfolge dieser Heilversuche können Studien nicht ersetzen.

Für Ärzte ist es ein Dilemma: Nicht nur, dass es auf absehbare Zeit keinen Impfstoff gibt; es gibt aktuell auch keine Medikamente, die gegen Covid-19 zugelassen sind.

Aber Mediziner brauchen gerade für schwer erkrankte Patienten dringend zusätzliche Behandlungsoptionen.

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Wenn Kargl Covid-19-Patienten mit Hydroxychloroquin behandelt, geschieht das als so genannter Off-Lable-Use: Ärzte können ein Medikament, das bereits eine Zulassung für eine bestimmte Erkrankung hat, bei einem Patienten für eine andere Erkrankung “off-lable” einsetzen, wenn auch dort mehr positive als negative Wirkungen erwartet werden können.

Off-Lable-Use: Heilversuch mit bereits zugelassenen Medikamenten

Wie lassen sich Wirkungen nachweisen?

Dringend gebraucht: eindeutige Studienergebnisse

Covid-19-Medikamente: Ergebnisse wissenschaftlicher Studien bündeln

Gefährliche Nebenwirkungen

Remdesivir: antivirale Wirkung

Remdesivir: Zulassung noch in diesem Jahr?

Weltweit läuft die Suche nach Wirkstoffen gegen Covid-19 auf Hochtouren.

Zu über 50 Substanzen wird geforscht.

Teilweise werden solche Medikamente schon eingesetzt, um Leben zu retten.

Doch: Erfolge dieser Heilversuche können Studien nicht ersetzen.

Eine solche Behandlung erfordert ein erfahrenes Ärzteteam und eine engmaschige Überwachung.

Um gefährliche Nebenwirkungen zu verhindern, muss das Medikament auch schnell wieder gefahrlos abgesetzt werden können.

Allerdings haftet der Hersteller bei einem solchen Off-Lable-Use nicht für die sichere Anwendbarkeit und mögliche Neben- oder Wechselwirkungen.

Die Verantwortung geht auf die behandelnden Ärzte über.

Patienten müssen vorher umfassend aufgeklärt werden und ausdrücklich zustimmen.

Der Nachteil dabei: Auch nach einer scheinbar erfolgreichen Behandlung kann niemand genau sagen, ob der Erfolg tatsächlich auf das verabreichte Medikament zurückgeht.

Gültige Aussagen, ob und wie ein Medikament wirkt, lassen sich nur mit wissenschaftlichen Studien gewinnen.

Die finden unter kontrollierten Bedingungen statt und werden nach genau definierten Verfahren ausgewertet.

Remdesivir: Warum Studien dringend gebraucht werden

Denn wie gefährlich selbst Medikamente sein können, die schon lange bekannt sind, wird deutlich am Abbruch einer Studie zu Hydroxychloroquin in Brasilien: Mehrere Patienten verstarben wahrscheinlich aufgrund zu hoher Dosierungen.

Das Münchner Klinikum rechts der Isar ist eines von acht deutschen Studienzentren, die zu möglichen Covid-19-Medikamenten und aktuell auch zu Hydroxychloroquin forschen.

Die Studien laufen nach strengen europäischen Standards und mit niedrigeren Dosen.

Das braucht Zeit.

Um trotzdem möglichst schnell gültige Daten zu erhalten, sollen laufende Fortschritte und Ergebnisse aktueller internationaler Forschungen in der Solidarity-Studie der WHO gebündelt werden.

Auch die Ergebnisse deutscher Zentren fließen über die europäische Discovery Studie darin ein.

Außerdem ist das Studiendesign so gewählt, dass Ansätze schnell hinzugenommen oder auch abgesetzt werden können, wenn sich die entsprechenden Wirkstoffe als gefährlich herausstellen.

Ein besonders vielversprechender Wirkstoff ist Remdesivr, der ursprünglich als antivirales Ebola Medikament entwickelt wurde.

Infektiologe Dr.

Christoph Spinner leitet im Klinikum rechts der Isar in München Studien, die auch Patienten mit mittelschweren Verläufen einbeziehen.

Sie bekommen das Medikament für fünf bis zehn Tage verabreicht.

Mehr als 20 Patienten wurden schon damit behandelt.

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