SARS-CoV-2-Tests: Antikörper, Antigene, PCR – Top News

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Coronavirus: Alles Wissenswerte finden Sie hier.

Welche Tests gibt es, um das neue Coronavirus nachzuweisen? Wie verlässlich ist ihr Ergebnis? Ein Überblick.

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Bislang wird die sogenannte Polymerase-Kettenreaktion (PCR) zum Nachweis einer Coronavirus-Infektion verwendet.

Das Verfahren liefert zuverlässige Testergebnisse innerhalb von bis zu fünf Stunden, beim Versand der Proben an Fachlabore verstreicht aber oft viel wertvolle Zeit.

Zeit, in der Infizierte ohne Diagnose weitere Menschen anstecken können.

Forscher, Labore und verschiedene Hersteller arbeiten an neuen Methoden, unter anderem Schnelltests, um Patienten schneller auf das neue Coronavirus testen zu können.

Hier ein Überblick.

Andere spüren Antikörper auf und weisen nach, dass jemand infiziert war.

Das Problem: Antikörper-Test weisen nur eine Reaktion des Immunsystems auf das Virus nach, nicht das Virus selbst.

Zudem zeigen sie keine akuten Infektionen an, sondern nur bereits durchstandene – aber erst etwa zwei bis drei Wochen nach einer Infektion.

Fast alle Antikörpertests reagieren falsch positiv, wenn man an den normalen Coronaviren, das sind vier Typen von klassischen Erkältungsviren, erkrankt ist.

So haben auch die Antikörpertests, die bereits in Fachlaboren genutzt werden, eine Fehlerquote von ungefähr zwei bis drei Prozent, das heißt je 100 Tests gibt es mindestens zwei falsch-positive Ergebnisse.

Testergebnisse von Antikörper-Schnelltests sollte mit sogenannten Neutralisationstests überprüft werden.

Diese sind jedoch so aufwendig, dass sie nicht für die Gesamtbevölkerung durchgeführt werden können.

Bislang können Antigen- und Antikörper-Schnelltests den verlässlichen PCR-Test nicht ersetzen.

Manche der neuen Tests suchen nach Antigenen der Viren und können zeigen, dass ein Patient akut erkrankt ist.

Coronavirus-Test-Verfahren:

Antikörper- und Antigen-Schnelltests

Die Polymerase-Kettenreaktion (PCR)

Kartuschentests

Noch nicht ausgereift: Bluttests

Welche Tests gibt es, um das neue Coronavirus nachzuweisen? Wie verlässlich ist ihr Ergebnis? Ein Überblick.

#Faktenfuchs zu Coronavirus-Schnelltests .

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Bislang ist die PCR-Methode (Polymerase-Kettenreaktion) die verlässlichste Testmethode, die aber nur Fachlabore durchführen können.

Mit der Polymerase-Kettenreaktion werden aus Proben mit Abstrichen (Mund, Rachen, Nase, Bronchien) DNA-Stücke kopiert und vervielfacht, um nach speziellen DNA-Stücken zum Beispiel des Coronavirus zu suchen.

Das heißt, es steht am Anfang immer ein klarer Suchauftrag, eine eindeutige diagnostische Fragestellung.

Dann wird gezielt ein ausgewähltes DNA-Stück in einer speziellen Maschine kopiert, erhitzt, gekühlt und zum Schluss in einem Medium unter Strom gesetzt.

Mit der PCR-Methode werden zum Beispiel Erbkrankheiten abgeklärt sowie bestimmte Tumorerkrankungen (Brustkrebs) und Metastasierung.

In der Gerichtsmedizin wird sie für Vaterschaftstests und den genetischen Fingerabdruck eingesetzt.

SARS-CoV-2-Tests: Antikörper, Antigene, PCR

Die Polymerase-Kettenreaktion eignet sich aber auch, um Viren, Bakterien und Parasiten bei Infektionskrankheiten nachzuweisen.

Das Verfahren zeigt auch an, wie viele Erreger im Körper sind.

Bei Virus-Infektionen nennt man das die “Viruslast”.

Die Polymerase-Kettenreaktion wurde 1983 vom US-amerikanischen Biochemiker Kary B.

Mullis entwickelt.

1993 erhielt Mullis den Chemie-Nobelpreis dafür.

Professor Bernd Salzberger, Infektiologe am Uniklinikum Regensburg und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI), erklärt, wie der PCR-Test in der Praxis abläuft:

Eine Berliner Firma hatte einen Schnelltest entwickelt, der Antikörper im Blut nachweisen sollte.

Doch Virologe Hendrik Streeck und sein Team am Universitätsklinikum Bonn stellten fest, dass der Bluttest zwei Drittel der Coronavirus-Erkrankten nicht erkennt.

Kartuschentests sind eigentlich Schnelltests mit PCR-Methode, die außerhalb von Laboren durchgeführt werden können.

Dafür stellt man Kartuschen mit Atemwegsproben in ein Gerät mit einem vollautomatischen Analysesystem.

Nach etwa einer Stunde ist das Ergebnis da.

Das Problem: Kartuschensysteme arbeiten zuverlässig, sind aber sehr teuer und deshalb doch meist nur etwas für Labore.

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