Schwere COVID-19-Verläufe: Weshalb Beatmungen häufig den Zustand verschlechtern – Gesundheit

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Untersuchungen haben gezeigt, dass Deutschland in Bezug auf die Corona-Pandemie europaweit das sicherste Land ist.

Dies hat auch damit zu tun, dass die Behandlung von COVID-19-Patientinnen und -Patienten hierzulande als besonders effizient gilt.

Vor kurzem wurde ein wissenschaftlicher Report veröffentlicht, der eine hohe Sterberate bei COVID-19-Patientinnen und -Patienten zeigte, die maschinell beatmet werden mussten.

Fachleute haben nun die neuesten Erkenntnisse zur Beatmung von Coronavirus-Erkrankten zusammengefasst.

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Zwar führen viele Infektionen mit dem neuen Coronavirus nur zu leichten oder gar keinen Beschwerden, doch es gibt auch schwere Krankheitsverläufe.

Zahlreiche Personen müssen intensiv behandelt und künstlich beatmetet werden.

Trotz solcher Behandlungen verschlechtert sich der Zustand bei manchen Patientinnen und Patienten.

Nun gibt es neue Erkenntnisse, warum das so ist.

Erfahrungen zusammengefasst: Neue Erkenntnisse zur Beatmung von Corona-Patienten

Zudem wird immer wieder betont, dass die deutschen Intensivstationen (noch) nicht überlastet sind und genügend Beatmungsgeräte zur Verfügung stehen.

Dies gilt als wichtig, da Betroffene bei schweren Verläufen von COVID-19, der durch das Coronavirus ausgelösten Krankheit, häufig künstlich beatmet werden müssen.

Allerdings gibt es aus anderen Ländern Hinweise, dass viele dieser Patientinnen und Patienten sterben, weshalb manche Fachleute über den Nutzen der künstlichen Beatmung diskutieren.

Der international anerkannte Experte für schwere Lungenerkrankungen an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), Prof.

Dr.

Luciano Gattinoni und Prof.

John J.

Marini von der Universität Minnesota/USA haben nun in einem „Clinical Update“ die bisher vorliegenden weltweiten Erfahrungen und Daten zur Wirksamkeit und (Aus-)Wirkung von Beatmung bei COVID-19-Patientinnen und -Patienten zusammengefasst.

Über den Sinn der künstlichen Beatmung wird diskutiert

Wie die UMG in einer aktuellen Mitteilung schreibt, gehören die beiden Wissenschaftler zu den bekanntesten Experten für Intensivtherapie, Lungenphysiologie und -pathophysiologie und mechanische Beatmung.

Das „Clinical Update“ wurde in der renommierten Fachzeitschrift „Journal of the American Medical Association“ (JAMA) veröffentlicht.

Unter anderem sind die beiden Fachleute der Frage nachgegangen, warum sich der Gesundheitszustand bei manchen der beatmeten COVID-19-Patientinnen und -Patienten eher verschlechterte statt verbesserte.

Prof.

Dr.

Luciano Gattinoni, der aktuell als Gastprofessor die Arbeitsgruppe „Akutes Lungenversagen“ an der Klinik für Anästhesiologie der Universitätsmedizin Göttingen leitet, und sein Mitautor beleuchten in der Veröffentlichung einige Besonderheiten des durch COVID-19 verursachten Lungenschadens.

Daher raten die Experten in dieser Phase von einer Standardtherapie mit frühzeitiger Intubation und Intensivbeatmung, wie sie sonst bei einer schweren Lungenentzündung angewandt wird, ab.

Bei bedrohlicher Atemnot von COVID-19-Patientinnen und -Patienten empfehlen sie, zunächst durch eine angemessene Unterstützung des Gasautauschs und der Atmung, angepasst an die verschiedenen Stadien der Krankheit, dafür zu sorgen, dass die Lunge Zeit erhält, zu heilen und sich zu erholen.

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Weil sich in der ersten Krankheitsphase deutlich weniger Flüssigkeit in der Lunge ansammelt, als dies bei einer „klassischen“ Lungenentzündung der Fall ist, bleibt sie laut den Autoren ungewöhnlich lange gut dehnbar und elastisch.

Die Wissenschaftler fanden Hinweise auf den zugrundeliegenden Mechanismus, durch den die Lunge geschädigt wird.

Jüngsten Daten aus italienischen Kliniken zufolge ist die Lunge bei COVID-19-Betroffenen in der Initialphase nicht so stark in ihrer Mechanik beeinträchtigt wie bei anderen Formen einer schweren, akuten Lungenentzündung.

Tekk.tv Gesundheit 

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