Studien: Schulschluss war wichtig für Eindämmung von Corona – Top News

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Mehrere Studien legen den Schluss nahe, dass Kinder einen großen Anteil an der Verbreitung des Coronavirus haben.

Zum einen sind sie offenbar genauso ansteckend wie Erwachsene, zum anderen haben Schulschließungen wohl maßgeblich den R-Wert reduziert.

Die Anti-Corona-Maßnahmen beeinträchtigen nicht nur die Wirtschaft, sondern vor allem auch das Leben von Kindern, die seit dem 16.

März nicht mehr zur Schule gehen durften und dies erst nach und nach wieder dürfen.

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Schließlich ist Bildung ein hohes Gut, und die Kontakte zu Altersgenossen sind ebenfalls wichtig für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen – mal abgesehen davon, dass der Schulschluss sich auch nachteilig auf ihr Wohlbefinden auswirkt.

Deswegen ringen die Regierungen derzeit darum, unter welchen Voraussetzungen die Schulen ihren Betrieb wieder auf Normalmaß hochfahren können.

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Zum einen zitiert er die Göttinger Studie eines Teams um Viola Priesemann, die in der Zeitschrift Science publiziert wurde.

Dort wurde untersucht, welche Auswirkungen Coronamaßnahmen in Deutschland auf die Ausbreitung des Coronavirus hatten.

Das Ergebnis: Das Verbot von Großveranstaltungen vom 7.

März hat die Ausbreitungsrate von 0,43 auf 0,25 reduziert, der Schulschluss vom 16.

März von 0,25 auf 0,15 und die Kontaktbeschränkungen vom 22.

März von 0,15 auf 0,09.

Drosten: Schulen mit Vorsicht öffnen!

Studie: Schulschluss hat Ausbreitung von Corona um 40 Prozent gesenkt

Studie: R-Wert durch Schulschließungen um 50 Prozent gesenkt

Schulschließungen waren bei Spanischer Grippe 1918 sehr wirksam

Kinder haben offenbar riskanteres Kontaktverhalten

Allerdings deuten einige Forschungsergebnisse darauf hin, dass Kinder in hohem Maß zur Ausbreitung des Coronavirus beigetragen haben.

Eine zunehmende Öffnung der Schulen sollte also mit Vorsicht betrieben werden, meint auch der Corona-Virologe Christian Drosten in seinem neuesten NDR- Podcast (Folge 46): Die Schulen sollten seiner Meinung nach Maßnahmen einüben, die helfen zu verhindern, dass eingeschleppte Coronainfektionen zu großen Ausbrüchen führen.

Im Einzelnen stützt sich Drosten auf zwei kürzlich erschienene Studien.

Eine zweite Studie, die Drosten zitiert, hat bei 41 Ländern (davon 34 in Europa) untersucht, welchen Effekt welche Maßnahme auf den R-Wert von Corona hatte – also darauf, wie viele Menschen ein Infizierter ansteckt.

Ein Ergebnis: Die Schließung von Schulen hat den R-Wert um 50 Prozent gesenkt.

Die internationale Studie befindet sich noch im Preprint-Status, ist also noch nicht begutachtet und offiziell veröffentlicht.

Drosten hält sie aber für sehr belastbar und vielversprechend.

Mehrere Studien legen den Schluss nahe, dass Kinder einen großen Anteil an der Verbreitung des Coronavirus haben.

Zum einen sind sie offenbar genauso ansteckend wie Erwachsene, zum anderen haben Schulschließungen wohl maßgeblich den R-Wert reduziert.

Man könnte also vereinfacht sagen: Der Schulschluss hat die Ausbreitung von Corona um 40 Prozent verringert.

Auch die Erfahrungen mit der Spanischen Grippe 1918 legen den Schluss nahe, dass Schulschließungen eine wichtige Maßnahme sind, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verringern: Eine Studie, die 2006 im Fachmagazin “Nature” veröffentlicht wurde, zeigte, dass die Schulschließungen die Ausbreitung der Spanischen Grippe in den USA um bis zu 40 Prozent gebremst haben.

Warum aber könnten Schulen eine so große Bedeutung für Epidemien haben? Der Berliner Virologe Christian Drosten führt das darauf zurück, dass Kinder aufgrund ihres Kontaktverhaltens offenbar mehr Menschen anstecken.

Studien zu Übertragungen in Haushalten hätten gezeigt, dass Kinder 2,88 mal infektiöser seien als Erwachsene.

Dass Kinder ebenso viel Virus im Rachen haben wie Erwachsene, legt die vieldiskutierte Studie der Charité in Berlin nahe, die Drosten verantwortet.

Studien: Schulschluss war wichtig für Eindämmung von Corona

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