Was ist verloren, wenn wir zu viel Angst haben, die Welt um uns herum zu berühren?

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Bei einem meiner täglichen Spaziergänge mit meinem Kleinkind, als wir an seinem Lieblingsspielplatz vorbeikamen, bemerkte ich ein neues Schild mit der Warnung, dass das Coronavirus auf allen möglichen Oberflächen überlebt und dass wir den Spielplatz nicht mehr benutzen sollten.

Seitdem habe ich mich sehr bemüht, ihn daran zu hindern, Dinge anzufassen.Das war nicht einfach.

Er liebt es, Fahrradständer zu quetschen und Baumstämme zu weiden, Sträucher zu drängeln und an Picknicktische zu klopfen.

Er liebt es, mit den Fingern gegen Gitterstäbe an einem Swimmingpool zu laufen und die Hühner im Nachbarstall zu streicheln.

Jedes Mal, wenn ich seine Hand wegschlage oder versuche, ihn von der Aufnahme dieser gefürchteten, unsichtbaren Keime abzulenken, frage ich mich: Was geht hier verloren? Wie kann er ohne seinen Tastsinn seiner Neugierde frönen und etwas über die Welt lernen?Ich denke dabei an Johann Gottfried Herder, einen deutschen Philosophen aus dem 18.

Jahrhundert, der 1778 eine Abhandlung über den Tastsinn veröffentlichte.

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Gehen Sie in eine Kinderkrippe und sehen Sie, wie das kleine Kind, das ständig Erfahrungen sammelt, nach den Dingen greift, sie ergreift, hebt, wiegt, berührt und misst”, schrieb er.

Auf diese Weise erwirbt das Kind “die primärsten und notwendigsten Konzepte wie Körper, Form, Größe, Raum und Abstand”.Während der europäischen Aufklärung wurde das Sehen von vielen als der wichtigste Sinn angesehen, weil es Licht wahrnehmen konnte, und Licht symbolisierte auch wissenschaftliche Fakten und philosophische Wahrheit.

Einige Denker, wie Herder und Denis Diderot, stellten jedoch die Vorherrschaft des Sehens in Frage.

Herder schreibt, dass “das Sehen nur Formen enthüllt, die Berührung allein aber Körper enthüllt: dass alles, was Form hat, nur durch den Tastsinn bekannt ist und dass das Sehen nur …

dem Licht ausgesetzte Flächen enthüllt”.Für Herder ist unser Wissen über die Welt – unsere unerbittliche….

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