Weihrauch hilft gegen Erkrankungen wie Asthma und Neurodermitis – Gesundheit

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Der Überlieferung nach brachten die Heiligen Drei Könige neben Gold und Myrrhe auch Weihrauch als Geschenk für das neugeborene Jesuskind nach Bethlehem.

Einer aktuellen Mitteilung zufolge hat ein Forschungsteam der Universität Jena und der Louisiana State University (USA) den molekularen Mechanismus der entzündungshemmenden Wirkung eines Naturstoffs aus Weihrauchharz aufgeklärt.

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Weihrauch wird bereits seit mehreren Tausend Jahren zu kultischen Zwecken eingesetzt.

Das Harz des Weihrauchbaumes hilft aber auch gegen verschiedene Krankheiten und ist unter anderem für die Therapie von Krankheiten wie Asthma, Rheumatoider Arthritis oder Neurodermitis geeignet.

Weihrauch: Entzündungshemmende Substanzen für die Therapie von Krankheiten

Seit Jahrtausenden ist der aromatische Duft des Weihrauchharzes Bestandteil vieler religiöser Zeremonien und verleiht bis heute in der Kirche vielen Festen einen besonderen Ausdruck.

„Weihrauch ist auch heute noch ein wertvolles Geschenk“, sagt Prof.

Dr.

Oliver Werz von der Friedrich-Schiller-Universität Jena – hat dabei aber weniger die biblische Bedeutung von Weihrauch im Blick.

Für die Therapie verschiedener Krankheiten

„Das aus dem Stamm des Weihrauchbaumes gewonnene Harz enthält entzündungshemmende Substanzen, die es u.

a.

für die Therapie von Krankheiten wie Asthma, Rheumatoider Arthritis oder Neurodermitis geeignet machen“, erklärt der Pharmazeut.

Werz und sein Team gehen schon seit einigen Jahren der entzündungshemmenden Wirkung von Weihrauchharz und seiner Inhaltsstoffe nach.

Ihre Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins „Nature Chemical Biology“ veröffentlicht.

Nun ist es den Forscherinnen und Forschern der Universität Jena gemeinsam mit US-amerikanischen Kolleginnen und Kollegen gelungen, die molekulare Wirkungsweise der Boswelliasäure aufzuklären, einer Substanz, die für die entzündungshemmende Wirkung des Weihrauchs verantwortlich ist.

Eine Schlüsselrolle für die Wirkung des Weihrauchs spielt das Enzym 5-Lipoxygenase.

„Seit mehr als 40 Jahren weiß man, dass dieses Enzym die Bildung von Leukotrienen fördert, einer wichtigen Gruppe von Entzündungsbotenstoffen im menschlichen Körper“, so Werz.

Das Ergebnis hat die Fachleute zunächst überrascht: Während andere Naturstoffe, ähnlich wie Zileuton, direkt im sogenannten aktiven Zentrum des Enzyms andocken und so in seiner Funktion hemmen, bindet die Boswelliasäure an einer anderen – weit vom aktiven Zentrum entfernten – Stelle des Enzymmoleküls.

„Durch diese Bindung kommt es jedoch zu strukturellen Veränderungen im aktiven Zentrum, was die Enzymaktivität ebenfalls hemmt“, so Werz.

Und genau das hat das Forschungsteam getan.

Neben einem bereits auf dem Markt befindlichen Entzündungshemmer, Zileuton – ein synthetisches Präparat, das bei Asthma eingesetzt wird – haben die Forschenden verschiedene Naturstoffe mit dem Enzym in Verbindung gebracht und die Kristallstrukturen der entstandenen Molekülkomplexe analysiert.

Wie in der Mitteilung erklärt wird, erlauben die Kristallstrukturaufnahmen neben detaillierten Untersuchungen des Enzyms und seiner Wechselwirkung mit Wirkstoffen auch die Entwicklung neuartiger Entzündungshemmer.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konnten in der vorgelegten Arbeit jetzt jedoch zum ersten Mal die Kristallstruktur dieses zentralen Entzündungsenzyms mit gebundenen Hemmstoffen aufklären und abbilden.

Tekk.tv Gesundheit 

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