Wird der Corona-Impfstoff wirklich für die ganze Welt bereitgestellt?

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Ob dieses Vorhaben gelingt, hängt von diversen Faktoren ab.

Darunter beispielsweise welche Produktionsanlagen notwendig sein werden, welcher Wirkstoff den Virus am besten bekämpft und wo dieser hergestellt wird.

Milliarden Menschen auf der ganzen Welt brauchen einen effektiven Impfstoff gegen SARS-CoV-2.

Wenn die Produktionsfirmen jedoch zeitgleich andere Impfstoffe gegen Grippe, Mumps, Röteln und weitere Krankheiten herstellten, könnten die Kapazitäten für den Corona-Impfschutz knapp werden.

Dies hält zumindest David Heymann, Spezialist für Infektionskrankheiten an der London School of Hygiene and Tropical Medicine, für wahrscheinlich.

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Auf Grund der Verbreitung des neuartigen Coronavirus wird auf der ganzen Welt angestrengt nach einem Impfstoff gegen SARS-CoV-2 geforscht.

Eine wirksame Schutzimpfung soll frühestens in 12 bis 18 Monaten verfügbar sein – und das ist aktuell tatsächlich noch optimistisch.

Doch sollte sich dieser medizinische Erfolg 2021 wahrhaftig einstellen, kommt eine wichtige Frage auf: Wie soll sichergestellt werden, dass der Impfstoff die gesamte Weltbevölkerung erreicht und auf alle Länder gerecht aufgeteilt wird?

Curevac plant 400 Mio.

Impfdosen pro Jahr

Eine Option für einen wirksamen Impfschutz gegen Corona liegt in den inaktivierten Formen des Virus.

Für die Herstellung könnten die Institutionen allerdings eine Zertifizierung der Biosicherheitsstufe 3 nachweisen müssen.

Über eine derartige Zertifizierung verfügen nur wenige Unternehmen.

Folglich wurde diese Möglichkeit der Impfstoffproduktion immer weiter übergangen.

Stattdessen wurde der Fokus mehr auf die Option gelegt DNA- oder RNA-Sequenzen in den menschlichen Körper zu injizieren, welche die Körperzellen dazu bringen eines der SARS-CoV-2-Proteine herzustellen.

Auch die deutsche Firma Curavec erhofft sich mit dieser Möglichkeit den Durchbruch.

Das Unternehmen kommunizierte kürzlich, dass es plant jährlich zwischen 200 und 400 Millionen Impfrationen gegen das neue Coronavirus zu produzieren.

Die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) aus Oslo greift dem deutschen Vorreiter bei diesem Vorhaben finanziell unter die Arme.

Die Organisation wurde im Jahr 2017 in Davos zur Entwicklung von Impfstoffen bei Epidemien gegründet und hilft Curavec nun dabei die aktuelle Gesundheitskrise zu bewältigen.

Weltumfassende Versorgung nicht verhandelbar

Darüber hinaus könnten einige reiche Länder ihre Position ausnutzen und Vorräte des Impfstoffes anlegen, anstatt eine faire Aufteilung zu ermöglichen.

Aus diesem Grund feilt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits jetzt an einem Plan, damit am Ende alle Länder von dem Impfschutz profitieren können.

Der Impfstoff soll keinesfalls nur der Nation dienen, die es geschafft hat, ihn zu produzieren.

Nur eine universelle Verfügbarkeit kann die weltweite Ausbreitung des Coronavirus langfristig verhindern.

Bislang gibt es jedoch weder eine Einigung bezüglich Grundsätzen und Regeln für ein gerechtes Verteilungssystem, noch eine internationale Einheit, die die Impfstoffproduktion weltweit steuert und finanziert.

Experte warnt vor Ressourcenknappheit

Eine dritte Option liegt in den sogenannten Subunit-Impfstoffen.

Diese setzen sich aus einem SARS-CoV-2-Protein und meist einem Adjuvant zusammen.

Ein Adjuvant ist ein Molekül.

Das die Immunreaktion des Körpers intensiviert.

Derartige Impfstoffe könnten allerdings Ingredienzien erfordern, die gerade zur Zeit einer Pandemie knapp sind.

Dazu zählen laut Jaap Venema, Chief Science Officer der US Pharmacopeia (USP), beispielsweise spezielle Lipide.

Die USP ist eine Nichtregierungsorganisation in Rockville, Maryland, und unterstützt die Bestimmung von Qualitätsstandards für Medikamente.

Auch pflanzliche Wirkstoffe könnten effektiv für einen Impfschutz gegen Corona sein.

Das Unternehmen British American Tobacco hat vor Kurzem eröffnet, dass Impfstoffe durch eine rasch wachsende Tabakpflanzen-Technologie produziert werden könnten.

Das Verfahren kann im Gegensatz zu konventionellen Impfstoffproduktionsverfahren keine Krankheitserreger aufnehmen, die auf den Menschen übergehen können.

Impfstoffe auf pflanzlicher Basis müssen allerdings weitere regulatorische Hindernisse überwinden, sodass das Produktionsverfahren nur geringfügig vorangetrieben werden kann.

 
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