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    You are at:Home»Lokalnachrichten»Bundesweiter Verdi-Warnstreik legt Nahverkehr am 2. Februar lahm
    Lokalnachrichten

    Bundesweiter Verdi-Warnstreik legt Nahverkehr am 2. Februar lahm

    Jonas RichterBy Jonas Richter30.01.2026

    Am frühen Montagmorgen wird es in vielen Städten ungewohnt still an den Haltestellen sein. Wo sonst Busse einfahren und U-Bahnen im Minutentakt rollen, bleiben Anzeigetafeln leer, Rolltreppen stehen still, Pendler blicken auf ihre Handys. Der von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi angekündigte Warnstreik im öffentlichen Personennahverkehr markiert einen neuen Eskalationspunkt in den laufenden Tarifkonflikten – mit spürbaren Folgen für Millionen Fahrgäste.

    Verdi hat für Montag, den 2. Februar 2026, zu 24-stündigen Warnstreiks aufgerufen. Betroffen sind zahlreiche kommunale Verkehrsunternehmen in mehreren Bundesländern. In Hamburg rechnet man bei vhh.mobility und der Hamburger Hochbahn damit, dass Bus- und U-Bahn-Betrieb teilweise oder vollständig nicht aufgenommen werden können. Fahrgäste sollen sich kurzfristig über hvv.de sowie die hvv-Apps informieren, welche Verbindungen überhaupt stattfinden.

    Staus statt Schienenverkehr

    Die unmittelbaren Auswirkungen verlagern sich auf die Straßen. Der ADAC warnt vor erheblicher Staugefahr, insbesondere im morgendlichen Berufsverkehr, da viele Beschäftigte notgedrungen auf das Auto ausweichen. Gleichzeitig bleibt eine zusätzliche Belastung durch extreme Witterung weitgehend aus: Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ist kein flächendeckendes Glatteis zu erwarten. Im Westen und Südwesten könnte es etwas regnen, während in der Nordosthälfte Dauerfrost zwischen minus sieben und null Grad herrscht, in Vorpommern und der Uckermark bis minus acht Grad. Erst in der Nacht zum Dienstag ist im Südwesten gefrierender Regen möglich.

    Verdi rechnet dennoch mit massiven Einschränkungen. Nach Einschätzung der Gewerkschaft ist davon auszugehen, dass der ÖPNV in den bestreikten Betrieben weitgehend zum Erliegen kommt. Eine Ausnahme bilden derzeit rund 5.000 Beschäftigte in Niedersachsen, die wegen bestehender Friedenspflicht nicht zum Streik aufgerufen sind. Ob sich die Hamburger Hochbahn endgültig beteiligt, sollte sich erst nach laufenden Gesprächen am Freitag entscheiden.

    Besonders groß ist das Ausmaß in Nordrhein-Westfalen. Dort sind laut Ankündigung unter anderem die Kölner Verkehrs-Betriebe, die Düsseldorfer Rheinbahn, die Stadtwerke Bonn, die Ruhrbahn in Essen und Mülheim, BOGESTRA in Bochum und Gelsenkirchen, DSW21 in Dortmund sowie zahlreiche weitere Verkehrsunternehmen betroffen. In vielen Städten fallen die meisten Bus- und Stadtbahnlinien aus.

    Auch in Sachsen sollen Beschäftigte der Verkehrsbetriebe in Chemnitz, Dresden, Leipzig und Zwickau die Arbeit niederlegen. Landesweit müssen Pendlerinnen und Pendler daher mit kurzfristigen Ausfällen und Umplanungen rechnen.

    Arbeitsbedingungen im Mittelpunkt

    Der Warnstreik ist Teil eines bundesweiten Tarifkonflikts, der überwiegend mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden (KAV) geführt wird. Verdi fordert vor allem bessere Arbeitsbedingungen im kommunalen Nahverkehr. In einzelnen Bundesländern – darunter Bayern, Brandenburg, Saarland, Thüringen sowie bei der Hamburger Hochbahn – stehen zusätzlich höhere Löhne und Gehälter auf der Agenda.

    In NRW geht es hingegen nicht um Entgelterhöhungen. Dort ist die Bezahlung bereits an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) gekoppelt. Verhandelt wird stattdessen der Manteltarifvertrag, der Arbeitszeiten und Belastungen regelt. Laut Verdi sind landesweit etwa 30.000 Beschäftigte aus mehr als 30 Betrieben betroffen.

    Eine von der Gewerkschaft in Auftrag gegebene Untersuchung, die 31 Tarifverträge und rund 130.000 Beschäftigte im Fahrdienst bundesweit auswertete, kommt zu dem Ergebnis, dass verbesserte Arbeitsbedingungen finanzierbar seien. Die notwendigen Mehrausgaben lägen demnach bei etwa sieben Prozent der aktuellen Kosten, was bundesweit rund 7,8 Milliarden Euro entspräche. Einsparungen durch weniger Krankheitsausfälle seien dabei bereits berücksichtigt.

    Verdi-Vertreter wie Lukas Frew und Heinz Rech verweisen auf hohe Belastungen durch Überstunden, Schichtwechsel, Nacht- und Wochenendarbeit. Nur mit ausgeruhtem Personal sei ein sicherer und zuverlässiger Nahverkehr möglich. Zu den Forderungen gehören unter anderem kürzere Wochenarbeitszeiten bei vollem Lohnausgleich, mindestens elf Stunden Ruhezeit zwischen Schichten, höhere Sonntagszuschläge sowie eine Tariflaufzeit von 24 Monaten.

    Bereits am 28. Januar kam es im Kreis Wesel beim Verkehrsunternehmen NIAG zu einem ersten Warnstreik, der vor allem im Schüler- und Berufsverkehr spürbare Einschränkungen verursachte. Weitere Aktionen wurden angekündigt.

    Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 2. und 3. März 2026 angesetzt. Bis dahin müssen Fahrgäste bundesweit mit weiteren Warnstreiks rechnen. Verdi hat jedoch zugesichert, Arbeitskämpfe rechtzeitig anzukündigen, damit sich Pendlerinnen und Pendler vorbereiten können. Für den kommenden Montag gilt dennoch: Wer normalerweise mit Bus oder Bahn unterwegs ist, sollte frühzeitig Alternativen prüfen – und etwas mehr Geduld einplanen.

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    Jonas Richter

    Jonas Richter berichtet über aktuelle Nachrichten, politische Entwicklungen und das Weltgeschehen mit besonderem Fokus auf Deutschland. Bei Tekk TV schreibt er sowohl über überregionale News als auch über lokale Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und angrenzenden Regionen. Sein journalistischer Ansatz legt Wert auf sachliche Einordnung, verständliche Darstellung und die Relevanz von Ereignissen für den Alltag der Leserinnen und Leser. Mit Sitz in Oppenheim, Deutschland, bringt er lokale Perspektiven in den nationalen und internationalen Nachrichtenkontext ein.

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