30 Jahre nach dem Neuanfang – Südafrika in der Coronakrise – Top News

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30 Jahre politischer Wandel: Inzwischen hat sich Südafrika zu einem traumhaften Urlaubsziel entwickelt.

Trotzdem ist der Alltag für viele Einheimische weiterhin schwierig.

Jetzt hat das Land auch noch schwer mit den Folgen des Coronavirus zu kämpfen.

Löwen und Elefanten, Strände und Felsen, Wüste und Weinreben – das alles ist Südafrika.

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Ein Land, bunt an Farben wie an Menschen – ein Reiseland, das schöne Erinnerungen auslöst, das etliche Fotoalben und Kataloge füllt.

Seit die Politik der Rassentrennung und staatlich organisierter Diskriminierung sukzessive abgeschafft wurde, geht es in Südafrika stetig aufwärts.

Längst hat sich das Land von einem Schwellenstaat zu einer aufstrebenden Industrieregion entwickelt.

Und dennoch ist das Leben vieler Südafrikaner immer noch weit entfernt von dem, was in den Reiseprospekten suggeriert wird.

 

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Ein Knackpunkt ist die Jugendarbeitslosigkeit, die noch extremer ist, als die ohnehin schon hohen Zahlen.

Seit 2008 ist die Zahl von jungen Menschen, die Arbeit haben, um eine halbe Million gesunken.

Bei den 15- bis 34-Jährigen sind 52 Prozent arbeitslos.

Betrachtet man nur diejenigen, die zwischen 15 und 24 Jahre alt sind, dann fallen die Werte noch dramatischer aus: 70 Prozent der Betroffenen haben keinen Job.

Dramatische Lage auf dem Arbeitsmarkt

Gravierende Versäumnisse der Politik

Hohe Auswanderungsrate

Gefährlicher “Brain Drain”

Niedrige Gewaltschwelle 

Mehr Sicherheit wegen Corona-Restriktionen?

Pandemiebedingte wachsende Armut

Breite gesellschaftliche Solidarität

Lindiwe, Anfang 20, ist ein typisches Beispiel für die Probleme in Südafrika.

Die junge Frau hat kein Zuhause, lebt in einem Hostel, in dem es kein Wasser gebe, erzählt sie.

Kein Einzelfall.

Seit langem stagniert die Arbeitslosigkeit bei gut 30 Prozent.

Ann Bernstein vom Think Tank CDE, dem Zentrum für Entwicklung, spricht von einer Art Blutbad auf dem Arbeitsmarkt.

30 Jahre politischer Wandel: Inzwischen hat sich Südafrika zu einem traumhaften Urlaubsziel entwickelt.

Trotzdem ist der Alltag für viele Einheimische weiterhin schwierig.

Jetzt hat das Land auch noch schwer mit den Folgen des Coronavirus zu kämpfen.

Mitverantwortlich für diese Entwicklung ist die prekäre allgemeine Schulbildung.

Wer in Südafrika Kinder nicht auf teure Privatschulen schicken kann, der bietet ihnen eine unsichere Zukunft.

Und damit einher gehen Probleme, die immer noch nicht angegangen wurden – in all den Jahren, in denen der Afrikanische Nationalkongress Südafrika regiert hat.

Der Politikwissenschaftler Ralph Mathegka sieht hier ganz klare Versäumnisse.

Seit 2006 dürften schätzungsweise mehr als 100.

000 junge Menschen Südafrika verlassen haben.

Genaue Zahlen gibt es nicht.

Die hohe Auswanderungsrate sorgt im Land für ernste Probleme.

Denn zum einen gehen diejenigen, die das Geld dafür haben, zum anderen auch diejenigen mit Hochschulabschlüssen.

Die Tendenz sei steigend, wie Sihle Mthiyane vom Innenministerium bestätigt.

30 Jahre nach dem Neuanfang – Südafrika in der Coronakrise

Südafrikanische Medien sprechen bereits von der “Great Migration”, der großen Auswanderung.

Die Gründe für diesen “Brain Drain” sind vielfältig.

Megane Leird aus Kapstadt ist Meeresbiologin und kann Jobbedingt nicht überall arbeiten.

Und dennoch hat auch sie beschlossen, Südafrika zu verlassen.

Kriminalität ist tatsächlich ein allgegenwärtiges Thema.

Um Wohnhäuser sind Mauern mit Stacheldraht und Elektrozaun, in den Häusern gibt es Panikknöpfe, die man bei akuter Gefahr drückt.

Denn die Schwelle für Gewalt ist in Südafrika weitaus niedriger als in Europa.

Statistisch betrachtet werden täglich mehr als 60 Menschen ermordet.

Die meisten sterben nach Polizeiangaben in der Umgebung von Kapstadt in den sogenannten Cape Flats.

Ein Teil davon ist Lavender Hill.

Howard Sitwater lebt dort und klingt ernüchtert.

Offensichtlich ist das in Johannesburg anders.

Hier sind die Menschen zumindest wachsam, so wie Jermaine Ellis, ein Tourist aus den USA.

Oft gibt es Proteste, weil es an Grundlegendem fehlt.

Drogen sind schon bei Kindern ein Problem.

Aber: das passiert auf der Rückseite des Tafelbergs, weit im Südosten Kapstadts.

In den Touristenvierteln wird Sicherheit großgeschrieben.

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