Afghanische Menschenrechtsgruppe beunruhigt über Anstieg der Morde

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KABUL, Afghanistan

Mindestens vier prominente Personen wurden am Sonntag in Afghanistan getötet, als die Menschenrechtskommission des Landes ihre Besorgnis über eine Zunahme gezielter Morde zum Ausdruck brachte.

Das Verteidigungsministerium bestätigte, dass zwei Beamte seiner Rechtsabteilung in den frühen Morgenstunden in der Hauptstadt Kabul ermordet wurden, während Hamdullah Arbab, ein prominentes Mitglied der Kommission für den Zugang zu Informationen, und Zarifa Ghafari, die Bürgermeisterin der Stadt Maidan, ähnliche Angriffe überlebten.

An anderer Stelle wurde der prominente Stammesführer Fazal Khan nach Angaben des Innenministeriums durch eine Magnetbombe getötet, die in der östlichen Provinz Paktia explodierte, während die bekannte religiöse Figur Mawlawi Enayatullah in der nordöstlichen Provinz Takhar ermordet wurde.

Eine unmittelbare Verantwortung für die Anschläge wurde nicht übernommen.

Unterdessen äußerte sich die Unabhängige Afghanische Menschenrechtskommission (AIHRC) besorgt über die immer häufigeren gezielten Tötungen von Zivilisten im ganzen Land.

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In einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung erklärte die AIHRC, ihre Ergebnisse zeigten, dass in den ersten sechs Monaten dieses Jahres bei systematischen und gezielten Attentaten 533 Menschen getötet und 412 verletzt worden seien.

“Tägliche Nachrichten über gezielte Angriffe auf Aktivisten, Regierungsbeamte, Religionsgelehrte und andere Zivilisten. Dies hat ein Umfeld der Angst und Furcht geschaffen, zu einer Zeit, in der wir uns am meisten engagieren, mobilisieren, unsere Stimme erheben und unseren Friedensprozess gestalten müssen. Äußerst beunruhigend”, twitterte die AIHRC-Vorsitzende Shaharzad Akbar.

Die Rechtskommission stellte fest, dass allein in der südlichen Provinz Kandahar zwischen dem 19. Februar und dem 20. September 2020 122 Zivilisten, darunter sieben Frauen, getötet wurden. Weitere 73 wurden verwundet.

Dies ist darauf zurückzuführen, dass Vertreter der afghanischen Regierung und der Taliban seit dem 12. September in der katarischen Hauptstadt Doha als Teil eines früheren Abkommens zwischen den USA und den Taliban weiterhin Gespräche zur Festlegung der Tagesordnung für richtungsweisende innerafghanische Gespräche führen.

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