Aiwanger verteidigt Coronakurs – und deutet Shutdown-Ende an – Top Meldungen

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Bayern steht still, um Corona Herr zu werden. Tut die Staatsregierung zu viel oder wenig? Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sieht Bayern auf dem richtigen Kurs. Im BR-Interview verteidigt er die Beschränkungen genauso wie die Stichwahl am Sonntag.

Bayerns stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger (FW) verteidigte im BR extra zur Coronakrise die aktuellen Einschränkungen der persönlichen Freiheiten – vor allem mit Blick auf die Verhältnisse in Italien mit tausenden Todesfällen.

Daher auch das schnelle Handeln in Bayern: “Hätten wir noch ein Wochenende mehr Party gefeiert, hätte wir zehntausende Menschen mehr infiziert, und bei einer Todesrate von 0,5 Prozent können Sie sich ausrechnen, was da los gewesen wäre.”

Zugleich ist für Aiwanger klar, dass der Stillstand nicht ewig andauern kann. Alleine schon wegen der Wirtschaft: “Der Stillstand wäre nicht auf Dauer durchzuhalten, weil das die Wirtschaft so abwürgt, dass wir am Ende mehr Tote hätten, weil die Grundversorgung nicht mehr funktioniert.” Derzeit seien vor allem Gastronomie und Hotellerie, aber auch global agierende Unternehmen aus Maschinenbau und Autoindustrie betroffen.

Dabei wurde der bayerische Wirtschaftsminister durchaus konkret, wie lange der Shutdown andauern könne: “Meine Einschätzung ist: Irgendwann Mitte April müssen wir die Kurve gekratzt haben.” Für die Zeit nach der Coronakrise hat Aiwanger bereits erste Schlüsse gezogen. Für ihn zeigt sich, dass man gewisse Produkte wieder verstärkt im eigenen Land herstellen sollte, Schutzmasken aber auch Lebensmittel zum Beispiel.

Auch wenn der Wirtschaftsminister die Ausgangsbeschränkungen in Bayern mit deutlichen Worte verteidigte, machte er auch klar, dass er die Durchführung der Stichwahl am Sonntag dennoch für richtig hält: “Ich bin überzeugt, dass es wichtig ist, dass dieser Staat überhaupt funktioniert. Dass wir wissen: Wer ist überhaupt der Landrat? Wer ist überhaupt der Bürgermeister?”

Dank der reinen Briefwahl und Auszählungen mit viel Abstand gelte höchste Sicherheit. Dieses Risiko müsse man eingehen, um den Staat funktionsfähig zu halten. Oder wie Aiwanger es ausdrückt: “Wenn die Kommunen nicht mehr funktionieren, dann können wir zusperren.”

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Aiwanger: Mitte April muss es weitergehen

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