Amateurfußball – ein Flickenteppich auf dem Weg aus der Krise – Top News

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Die Landespokalsieger qualifizieren sich für die 1.

Hauptrunde des lukrativen DFB-Pokals.

Doch wer das in diesem Jahr alles sein wird, ist unklar.

In Schleswig-Holstein stehen mit dem SV Todesfelde und dem VfB Lübeck die beiden Finalisten fest.

In vier Verbänden müsste hingegen sogar noch das Viertelfinale gespielt werden.

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Bei anderen der insgesamt 21 Landesverbände muss das Halbfinale noch gelost werden, im Südwesten gibt es mit der SV Alemannia Waldalgesheim zumindest schon einen Finalisten.

Kurz: von 42 Endspielteilnehmern stehen erst drei fest.

Dieses Szenario fand aber mit 24,2 Prozent der Stimmen von 1.

149 teilnehmenden Vereinen keine Mehrheit.

Es landete auf dem dritten Platz, dahinter nur der Vorschlag: “Saisonfortsetzung (falls möglich) ab September”.

Mickrige 11,6 Prozent wollten das.

Die Mehrheit stimmte dafür, die Saison abzubrechen und so zu tun, als sei keine Minute gespielt worden.

Schlecht gelaufen für die SpVg Hagen 11.

Klemens ist Chef einer Sanierungsfirma und empfahl seinen Spielern, während der fußballlosen Corona-Zeit in seinem Betrieb Geld zu verdienen.

Drei davon nahmen das Angebot an.

Rainer Koch ist ein durchaus mächtiger Funktionär, er sitzt auch im Exekutivkomitee der UEFA.

Koch entschied mit, dass die Europameisterschaft ins Jahr 2021 verlegt und trotzdem “EURO 2020” heißen wird.

Aber ob die SpVg Hagen 11 erstmals in ihrer Geschichte in die Verbandsliga aufsteigen wird, auf diese Entscheidung hat er keinen Einfluss.

Dass der BFV nur über eine Option mit “Ja” oder “Nein” abstimmen ließ, kritisierte Matthias Klemens.

“Wir sind ziemlich verärgert, dass der Bayerische Fußballverband die Saison unter allen Umständen zu Ende spielen will”, sagte der Geschäftsführer und Mäzen der SV Donaustauf Fußball GmbH & Co.

KG, Tabellenelfter der Bayernliga Süd.

Sollten die Landespokalpartien nicht mehr durchgeführt werden können, droht “der sehr unsportliche Weg der Auslosung”, so nennt es Becker.

Über dieses Modell, die Prämien aus den Landespokalen und der ersten Runde des DFB-Pokals in einen Topf zu schmeißen, gerecht zu verteilen und dann einen Teilnehmer auszulosen, wird auch in anderen Verbänden nachgedacht.

Eine Videokonferenz jagt die nächste.

Es wird abgestimmt, erörtert, vor allem die rechtlichen Fragen gilt es zu klären.

Da jeder Verband in seiner Entscheidung frei ist, dürfte eines gewiss sein: Eine bundeseinheitliche Lösung wird es nicht geben.

DFB-Vizepräsident Rainer Koch wünscht eine bundesweit einheitliche Lösung für den Amateurfußball unterhalb der Regionalligen.

Aber die wird es nicht geben.

Schon innerhalb der Landesverbände herrscht wenig Einigkeit.

Mehr als 2,5 Millionen Zuschauer verfolgten 2019 im Ersten die Liveübertragungen des “Finaltags der Amateure”.

Ob und wann dieser Feiertag im Jahr 2020 sein wird, ob es überhaupt einen Tag für alle anstehenden Endspiele um die Landespokale geben wird – auch das ist in Zeiten der Corona-Pandemie offen.

Magnus Becker ist Vorsitzender des Landesligisten aus der Stadt im Ruhrgebiet.

Die Mannschaft führt die Tabelle mit 43 Punkten aus 18 Spielen an.

Nachzuvollziehen, dass sich der Verein bei der Online-Abstimmung des zuständigen Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW) für die Option entschied, die Saison abzubrechen und mit dem aktuellen Stand zu werten.

Marcus Bark/Marc Schlömer

Das ist eine interessante Sicht, denn dabei wurden zwei Optionen zusammengerechnet: jene, für die Hagen 11 stimmte, und jene, für die der FC Borussia Dröschede votiert haben dürfte.

Der Klub aus dem Sauerland hat zwei Punkte weniger als die Hagener, ist aber auch noch mit einem Spiel im Rückstand.

Nach der Hinrunde war Dröschede allerdings vorn, und die Option “Abbruch und Hinrunde werten (nur Aufsteiger)” hatte es eben auch bei der Abstimmung gegeben.

Es ist sehr kompliziert.

Doch kurz bevor die Sportschau zu Gast war, trudelte eine Nachricht auf dem Handy von Magnus Becker ein, die wieder Hoffnung machte.

Videokonferenzen mit den Klubs aus überkreislichen Staffeln hätten “ein fast einstimmiges Votum für den Abbruch der Meisterschaftsserie mit Wertung” erbracht, wie FLVW-Funktionär Manfred Schnieders mitteilte.

Mal Finale, mal Viertelfinale

Mächtiger Funktionär – in Hagen ohne Einfluss

Westfalen wollen Abbruch, Bayern bis September pausieren

Interessante Interpretation

“Wir wollen keine juristischen Streitigkeiten”

Kritik an nur einer Abstimmungsoption

Werden DFB-Pokalteilnehmer ausgelost?

DFB-Vizepräsident Rainer Koch wünscht eine bundesweit einheitliche Lösung für den Amateurfußball unterhalb der Regionalligen.

Aber die wird es nicht geben.

Schon innerhalb der Landesverbände herrscht wenig Einigkeit.

Gemessen an den Mitgliedern ist im Flickenteppich der Landesverbände nur der Bayerische Fußball-Verband (BFV) größer als der FLVW.

Rainer Koch führt die Bayern als Präsident an, und er würde gerne ein Vorreiter sein.

“Wir wollen keine Geisterspiele, wir wollen keine juristischen Streitigkeiten, wir wollen den fairen Wettbewerb und Entscheidungen auf dem Platz – nicht am grünen Tisch!”, wurde er in einer Mitteilung des BFV zitiert.

Mehr als zwei Drittel seien in einer Abstimmung dem Vorschlag des Verbandspräsidiums gefolgt und hätten sich eine Aussetzung der laufenden Saison bis zum 31.

August ausgesprochen, um dann ab 1.

September wieder mit Zuschauern zu spielen – “wenn durch staatliche Vorgaben möglich”.

Amateurfußball – ein Flickenteppich auf dem Weg aus der Krise

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