Angeklagter im Prozess um Mord vor 40 Jahren freigesprochen – Top News

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Neben der Verteidigung hatte auch die Staatsanwaltschaft auf Freispruch plädiert – aus Mangel an Beweisen.

Die Nebenkläger-Vertreterin, die die Geschwister des Opfers vertritt, hatte zwar erklärt, dass “von allen potenziellen Mördern” der Angeklagte der wahrscheinlichste gewesen sei.

Sie hatte aber auf einen eigenen Antrag verzichtet.

Der Angeklagte betonte in seinem Schlusswort, nichts mit dem Tod der 15-Jährigen zu tun gehabt zu haben.

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Seit dem 8.

Januar musste sich ein 57 Jahre alter Mann vor dem Aschaffenburger Landgericht wegen Mordes verantworten.

Er soll vor 40 Jahren die damals 15 Jahre alte Christiane J.

in den Aschaffenburger Schlosspark gelockt und umgebracht haben.

Zum Prozessauftakt hatte der Mann die Tat bestritten.

Weil der Angeklagte damals erst 17 Jahre alt war – und damit minderjährig – wurde nach Jugendstrafrecht verhandelt.

Die Öffentlichkeit war von dem Prozess ausgeschlossen.

Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten auf Freispruch plädiert – so ist es nun gekommen: Im Aschaffenburger Prozess um einen Mord vor gut 40 Jahren wurde der Angeklagte freigesprochen.

Zuletzt hatte schon viel auf ein solches Urteil hingedeutet.

Das Urteil im Cold-Case-Prozess ist gefallen.

In Aschaffenburg stand ein 57-Jähriger nach 40 Jahren vor Gericht und war des Mordes angeklagt.

Nach der umfangreichen Beweisaufnahme konnte aber laut Gerichtssprecher Ingo Krist nicht bewiesen werden, dass der Angeklagte am 18.

12.

1979 die 15-jährige Christiane J.

ermordet hat – er wurde daraufhin von der 2.

Großen Jugendkammer des Landgerichts freigesprochen.

!

Schien eine Verurteilung des Angeklagten zu Prozessbeginn als nahezu sicher, so standen die Zeichen im Verlauf der Verhandlung auf Freispruch.

Grund war das erste fehlerhafte Gutachten der zahnmedizinischen Sachverständigen.

Sie wies die Biss-Spur an der Brust des Opfers “mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit” dem Angeklagten zu.

Nur deshalb kam es überhaupt zu einer Verhaftung des 57-Jährigen im Mai 2019.

Doch das Gericht deckte eklatante Fehler im Gutachten auf und befand es schließlich sogar für wertlos.

Staatsanwaltschaft und Verteidigung plädierten auf Freispruch

Erstes Biss-Gutachten wurde als wertlos eingestuft

Zweites Gutachten ließ Zweifel zu

💡 Um was ging es im Aschaffenburger Cold-Case-Prozess?

Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten auf Freispruch plädiert – so ist es nun gekommen: Im Aschaffenburger Prozess um einen Mord vor gut 40 Jahren wurde der Angeklagte freigesprochen.

Zuletzt hatte schon viel auf ein solches Urteil hingedeutet.

Nach den internationalen wissenschaftlichen Standards sei der Angeklagte aber auch nicht sicher als Verursacher der Biss-Spur auszuschließen – er könne es gewesen sein oder auch nicht.

Daraufhin wurde ein zweites zahnmedizinisches Gutachten veranlasst.

Der neue Sachverständige kam zu einem ganz anderen Ergebnis als seine Kollegin.

Er bezeichnete das Gebiss des Angeklagten als “Allerweltsgebiss” und es spreche “keine besonders gesteigerte Wahrscheinlichkeit dafür”, dass der Angeklagte der Verursacher der Biss-Spur ist.

Angeklagter im Prozess um Mord vor 40 Jahren freigesprochen

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