ARD-DeutschlandTrend: Mehrheit findet Familienbonus richtig – Top News

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Beim so genannten “Familienbonus” sollen Familien pro Kind einmalig 300 Euro ausbezahlt bekommen – und zwar in drei Tranchen.

Eine Mehrheit der Deutschen – 59 Prozent – meinen, dass eine solche Auszahlung von mehreren hundert Euro pro Kind in die richtige Richtung gehe.

35 Prozent betrachten einen solchen Familienbonus als falschen Weg.

Das hat eine Umfrage von infratest dimap für den ARD-DeutschlandTrend am Mittwoch ergeben – und damit bevor die genauen Maßnahmen des Konjunkturpakets bekannt wurden.

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Die Deutschen sind mit der Bundesregierung weiter mehrheitlich zufrieden: 62 Prozent sind mit der Arbeit der Koalition aus Union und SPD sehr zufrieden bzw.

zufrieden.

Das sind 2 Prozentpunkte weniger als im Vormonat.

Aktuell sind 38 Prozent weniger oder gar nicht zufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung.

Im März waren die Befragten noch mehrheitlich weniger bzw.

gar nicht zufrieden mit dem Kabinett.

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Union auf 38 Prozent – ein Punkt weniger als im Vormonat.

Auch die SPD verliert einen Punkt und landet bei 15 Prozent.

Die AfD ist stabil bei 9 Prozent; die FDP verbessert sich um einen Punkt und kommt auf 6 Prozent.

Die Linke ist unverändert bei 8 Prozent; die Grünen verbessern sich um einen Punkt und landen bei 19 Prozent.

Es ist ein umfassendes Konjunkturpaket, das die Wirtschaft in der Corona-Pandemie wieder beleben soll.

Ein neuer ARD-DeutschlandTrend zeigt, was die Bevölkerung von den Maßnahmen hält.

Der Familienbonus kommt gut an, eine andere Idee dagegen nicht.

Eine Mehrheit der Deutschen findet den Familienbonus richtig und Autokaufprämien falsch.

Das hat der neue ARD-Deutschlandtrend ergeben, der unmittelbar vor der Einigung der Koalitionsspitzen auf ein Corona-Konjunkturpaket erhoben wurde.

Außerdem ist eine Mehrheit mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden.

Eine Corona-Warn-App würde derzeit nicht ganz jeder Zweite nutzen.

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Das Corona-Konjunkturpaket betrifft zahlreiche Sektoren und Branchen.

Bevor das Paket gestern Abend verabschiedet wurde, wollten wir von den Deutschen wissen, um welche gesellschaftlichen Bereiche sich die Politik bislang angemessen, zu viel oder zu wenig gekümmert hat.

53 Prozent der Deutschen finden, vor allem Kindergärten und Schulen hätten in der Corona-Pandemie zu wenig Beachtung gefunden.

39 Prozent meinen, die Politik habe sich bislang angemessen um Kindergärten und Schulen gekümmert.

Familienbonus “geht in richtige Richtung” – Autokaufprämie fällt durch

Kindergärten und Schulen zu wenig im Blick

Eigene wirtschaftliche Lage wird von Deutschen positiv gesehen

Mehrheit befürwortet Umfang der Lockerungen seit Ende April

42 Prozent der Deutschen würden Corona-Warn-App nutzen

Union bei Sonntagsfrage stärkste Kraft

Eine andere Maßnahme, die in ihrer ursprünglichen Version allerdings nicht kommen wird – nämlich die Kaufprämie für Neuwagen – sehen die Deutschen kritischer: 55 Prozent sprachen sich vor dem Koalitionsausschuss grundsätzlich dagegen aus, dass es staatliche Anreize beim Auto-Neukauf gibt.

Am Ende hat das Kabinett beschlossen: Eine neue Kaufprämie gibt es nur für Elektro-Fahrzeuge.

Das befürworteten in unserer Befragung 18 Prozent der Bürger.

19 Prozent hätten sich eine gleich hohe Kaufprämie für alle Motortypen gewünscht; weitere 6 Prozent gestaffelte Prämien für E-Autos und Verbrenner.

Mehrheitlich angemessen finden die Deutschen die politische Beachtung der Kirchen und Religionsgemeinschaften (60 Prozent), der Reise- und Tourismusanbieter (53 Prozent) sowie der Krankenhäuser und Pflegeheime (52 Prozent).

Es ist ein umfassendes Konjunkturpaket, das die Wirtschaft in der Corona-Pandemie wieder beleben soll.

Ein neuer ARD-DeutschlandTrend zeigt, was die Bevölkerung von den Maßnahmen hält.

Der Familienbonus kommt gut an, eine andere Idee dagegen nicht.

Bei Kunst- und Kulturbetrieben sagen 42 Prozent, die Politik habe sich angemessen gekümmert; für 44 Prozent indes war es zu wenig.

Bei Gastronomie und Restaurants sagen 46 Prozent der Befragten, die Politik habe sich angemessen gekümmert; für 45 Prozent war es zu wenig.

Das Konjunkturpaket soll die deutsche Wirtschaft ankurbeln.

Aktuell bewerten 40 Prozent der Befragten die wirtschaftliche Lage als sehr gut bzw.

gut.

Das sind acht Prozentpunkte mehr als noch im Vormonat.

Von 67 Prozent auf 59 Prozent zurückgegangen ist im gleichen Zeitraum die Zahl derer, die die wirtschaftliche Lage als weniger gut bzw.

schlecht beurteilen.

Noch Anfang März hatten zwei Drittel der Deutschen die wirtschaftliche Lage in Deutschland als sehr gut oder gut bewertet.

Zu viel gekümmert habe sich die Politik in der Corona-Krise um den Profi-Fußball, sagen 56 Prozent.

Für 31 Prozent war das Handeln der Politik hier angemessen.

Auch über die Autoindustrie sagen 48 Prozent, die Politik habe sich zu viel gekümmert; für 35 Prozent war es angemessen.

Deutlich positiver als die aktuelle volkswirtschaftliche Gesamtlage betrachten die Deutschen nach wie vor ihre persönlichen wirtschaftlichen Lebensumstände: 80 Prozent beurteilen ihre momentane wirtschaftliche Situation als gut bzw.

sehr gut, jeder Fünfte als weniger gut bzw.

schlecht.

Allerdings unterscheidet sich die Bewertung der eigenen Lebensumstände auch in Corona-Zeiten deutlich in Abhängigkeit vom Einkommen.

Bezieher niedriger Einkommen sind mit 49 Prozent fast viermal häufiger mit der eigenen wirtschaftlichen Situation unzufrieden als Bezieher höherer Einkommen.

ARD-DeutschlandTrend: Mehrheit findet Familienbonus richtig

Bei diesen Lockerungen gehen die Bundesländer unterschiedlich vor, da sie für viele Bereiche die entsprechende Kompetenz haben.

45 Prozent der Bürger finden es richtig, dass jedes Bundesland für sich entscheidet, wie und wann es Corona-Beschränkungen aufhebt.

Eine Mehrheit von 55 Prozent allerdings wünscht sich, dass die Bundesländer hier einheitlich vorgehen.

Wenn man auf die Anhänger der im Bundestag vertretenen Parteien blickt, so halten fast alle die Lockerungen mehrheitlich für richtig.

Allein die Anhänger der AfD sind in dieser Frage stark geteilter Meinung: 38 Prozent sind der Ansicht, sie seien richtig; 35 Prozent finden, sie gingen nicht weit genug; 27 Prozent halten sie für zu weitgehend.

Seit Ende April stehen die Zeichen auf Lockerung: Seitdem wurden viele Maßnahmen zurückgefahren, die das öffentliche Leben wegen der Corona-Pandemie eingeschränkt hatten.

56 Prozent der Bürger finden, dass diese Lockerungen alles in allem genau richtig sind.

29 Prozent gehen sie zu weit; 13 Prozent gehen die Lockerungen nicht weit genug.

Die Bundesregierung will demnächst eine Corona-Warn-App vorstellen, in der Infizierte ihr positives Corona-Testergebnis vermerken können.

Allen App-Nutzern soll daraufhin angezeigt werden, wenn sie sich für längere Zeit in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten haben.

Dabei soll der Datenaustausch anonymisiert und dezentral erfolgen.

42 Prozent der Bürger würden auf dem eigenen Handy bzw.

Smartphone eine solche Corona-Warn-App nutzen, 39 Prozent würden sie nicht nutzen.

Jeder sechste Deutsche (16 Prozent) sagt, er besitze kein Handy oder Smartphone.

Unter den Menschen, die eine Nutzung der App ablehnen, begründet knapp die Hälfte (45 Prozent) dies mit Datenschutz, Überwachung oder Persönlichkeitsrechten.

13 Prozent meinen, eine solche App funktioniere nicht, bringe nichts oder andere Maßnahmen seien besser.

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