Aserbaidschan: Armenien schiesst Raketen auf Iran ab

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BAKU

Das aserbaidschanische Außenministerium gab am späten Freitag bekannt, dass armenische Streitkräfte als Provokation Raketenangriffe auf iranisches Territorium gestartet haben.

“Dieser Akt des hinterhältigen Feindes macht uns wütend, und wir teilen die Besorgnis des brüderlichen iranischen Volkes”, hieß es darin.

Das Ministerium sagte, der Iran verurteile die aggressive Politik Armeniens und unterstütze die territoriale Integrität Aserbaidschans.

“Heute spüren wir die Solidarität des brüderlichen iranischen Volkes und wissen die offiziell erklärte Unterstützung der iranischen Regierung zu schätzen”, hieß es darin.

Berg-Karabach-Konflikt

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Jüngste Zusammenstöße zwischen den beiden Ländern brachen am 27. September aus, und seitdem greift Armenien weiterhin Zivilisten und aserbaidschanische Streitkräfte an.

Die aserbaidschanische Generalstaatsanwaltschaft teilte am Freitag mit, dass mindestens 47 Zivilisten getötet und 222 verletzt worden seien, da es neue armenische Angriffe gegeben habe.

Die Beziehungen zwischen den beiden ehemaligen Sowjetrepubliken sind seit 1991, als das armenische Militär Oberkarabach oder Berg-Karabach, ein international anerkanntes Territorium Aserbaidschans, besetzte, angespannt.

Die Minsker Gruppe der OSZE – unter dem gemeinsamen Vorsitz Frankreichs, Russlands und der USA – wurde 1992 gebildet, um eine friedliche Lösung des Konflikts zu finden, doch ohne Erfolg. Im Jahr 1994 wurde jedoch ein Waffenstillstand vereinbart. Mehrere UN-Resolutionen sowie internationale Organisationen fordern den Rückzug der Besatzungstruppen.

Weltmächte, darunter Russland, Frankreich und die USA, haben auf einen neuen Waffenstillstand gedrängt. Die Türkei hat unterdessen das Recht Bakus auf Selbstverteidigung unterstützt und den Abzug der armenischen Besatzungstruppen gefordert.

Etwa 20% des aserbaidschanischen Territoriums stehen seit fast drei Jahrzehnten unter illegaler armenischer Besatzung.

*Schrift von Gözde Bayar

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