Auf dem Weg zu Netto-Null: Wie die Wirtschaft die Herausforderung annimmt

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Auf dem Weg zu Netto-Null: Wie die Wirtschaft die Herausforderung annimmt

Um einen katastrophalen Klimawandel zu vermeiden, muss die Welt den Ausstoß von Treibhausgasen innerhalb der nächsten drei Jahrzehnte auf “Netto-Null” reduzieren. Das ist die Botschaft der Klimawissenschaft, und die Wirtschaft ist aufgewacht. In einer Umfrage unter mehr als 300 multinationalen Unternehmen gaben zwei Drittel der Befragten an, dass der jüngste Bericht der UN-Klimabehörde IPCC ihr Unternehmen dazu veranlasst hat, seine Ziele zu erhöhen.

Aber nicht nur die Wissenschaft bestätigt, dass der Klimawandel bereits jetzt Auswirkungen auf die Wirtschaft hat. Sieben von zehn Unternehmen geben an, dass die Verfügbarkeit von Betriebsmitteln aufgrund von klimabedingten Ereignissen eingeschränkt wird. Nimmt man diejenigen hinzu, die steigende Kosten für Zulieferungen erfahren haben, steigt der Anteil derer, die klimabedingte Unterbrechungen der Lieferkette erleben, auf fast neun von zehn. Für mehr als sechs von zehn Unternehmen hat der Klimawandel auch einen direkten Einfluss auf ihre Geschäftstätigkeit.

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Unternehmen, insbesondere sehr große, die unter der Beobachtung von Aktionären, Kunden und zunehmend auch ihren eigenen Mitarbeitern stehen, beginnen zu handeln. Von den von uns befragten Unternehmen gaben etwa drei Viertel an, dass sie planen, Netto-Null-Emissionen zu erreichen, von denen fast neun von zehn sagen, dass sie dies bis 2030 tun werden – bis dahin müssen die Emissionen weltweit halb so hoch sein wie heute.

Die entscheidende Frage ist, ob das ausreichen wird. Der Großteil der Emissionen vieler Unternehmen fällt in der Lieferkette an – direkt, bei der Beschaffung und dem Transport von Rohstoffen sowie bei der Verwendung und Entsorgung von Produkten. Im Moment zielen die meisten Unternehmen auf die Emissionen aus ihrem eigenen Betrieb ab, aber führende Unternehmen, Investoren und Interessengruppen konzentrieren sich zunehmend auf die Emissionen in der Wertschöpfungskette. Viele Unternehmen überarbeiten ihre Beschaffungsstandards; die führenden Unternehmen engagieren sich aktiv und unterstützen wichtige Lieferanten bei der Reduzierung von Emissionen. Dies wird durch unsere Umfrage untermauert, in der sechs von zehn Führungskräften angaben, dass sie von ihren Hauptlieferanten verlangen werden, im Rahmen ihrer Netto-Null-Ziele auf erneuerbare Energien umzustellen.

Das bedeutet, dass sich auch kleinere Unternehmen auf Net Zero vorbereiten müssen. Unsere Umfrage zeigt jedoch, dass die Ambitionen mit der Unternehmensgröße abnehmen. Kleinere Unternehmen sehen sich größeren Finanzierungsbeschränkungen gegenüber und verfügen möglicherweise nicht über das Wissen und die Werkzeuge, um ihre Auswirkungen zu messen und tiefgreifende Reduktionen zu erreichen.

Umso wichtiger ist es, dass auch die politischen Maßnahmen aufeinander abgestimmt sind. Führungskräfte fordern die Regierungen auf, die richtigen Weichen zu stellen. Dies ist eine kurze Zusammenfassung.

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