Aufstand in der Holzklasse – die Serie “Snowpiercer” – Top News

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An Bord vom Snowpiercer herrscht eine strikte Klassentrennung – und Zugführerin Melanie Cavill (Jennifer Connelly) führt mit eiserner Hand den Willen von Mr.

Wilford aus, dem geheimnisvollen Erbauer und Herrscher über die letzten Menschen auf der Erde.

Andre Layton (Daveed Diggs) war vor der Eiszeit Polizist und ist jetzt einer der Revolutionäre im Elendswaggon.

Durch seine Ermittlungen kann er endlich alle 1001 Wägen erkunden.

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Und – so zumindest sein Plan – eine Allianz mit der dritten Klasse schmieden, um gemeinsam gegen die Reichen und die Ungerechtigkeit zu kämpfen.

Für Essen, Mitsprache und echte Unterkunft.

Dazu spioniert Layton seine Auftraggeberin Melanie Cavill aus.

Sie ist die einzige die den zurückgezogenen Mr.

Wilford zu Gesicht bekommt und hat mehr als nur ein Geheimnis.

Vorn direkt an der Lok lebt die erste und zweite Klasse im Luxus.

Außer frischer Luft und Regeln für den Spa-Besuch vermissen die Reichen nicht viel.

Arbeiten muss hier ohnehin niemand.

Kochen, putzen, schuften: Das übernehmen die Bewohner der zweiten und dritten Klassen, die mit deutlich weniger Komfort auskommen müssen.

Das Ende der Wagenreihung – und der Hackordnung an Bord bildet die Holzklasse.

Ein paar Waggons, in denen Menschen ohne Tickets und Tageslicht hausen: Die sogenannten Tailies.

Die Idee von “Snowpiercer” ist so beknackt wie großartig – und stammt natürlich aus einem Comic ( “Le Transperceneige” von Jacques Lob und Jean-Marc Rochette aus dem Jahr 1982).

Leider reicht den Serienmachern der Klassenkonflikt nicht aus.

Ins Wanken gerät das Macht-Gleichgewicht an Bord erst durch einen Ritualmord.

Schließlich braucht jede durchschnittliche Serie eine Mordermittlung.

Und natürlich kommt der einzige Mann, der den Fall aufklären kann, aus der Holzklasse.

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2013 verfilmte Bong Joon-ho den französischen Comic über eine Zugarche in einer komplett eingefrorenen Welt genial mit Chris Evans und Tilda Swinton in den Hauptrollen.

Aber kann die neue Netflix-Serie mit diesem Kultfilm mithalten?

Die Welt liegt unter einer dicken Schicht Schnee und Eis begraben, nachdem Wissenschaftler versucht hatten die Klimaerwärmung aufzuhalten und die Erde abzukühlen.

Die wenigen, die die Katastrophe überlebt haben, kreisen in einem Zug seit fast sieben Jahren ohne Halt um die Welt.

Der “Snowpiercer”, eine Arche auf Schienen, ist 16 Kilometer lang und zieht mehr als tausend, um genau zu sein, 1001 Wägen.

Die neuesten Serien und die Geschichten dahinter werden Ihnen im PULS-Serienpodcast “Skip Intro” vorgestellt.

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Die Serie ist viermal so lang, hat aber nicht mehr zu erzählen.

Die Krimihandlung soll erklären, wie die Tailies auf einmal den Zug unterwandern können, ist aber oft schlicht unlogisch: Als ob ein genialer Zugbauer an ein Aquarium für Sushi-Fisch denkt – aber nicht daran die Zug-Security mit ausgebildetem Personal auszustatten .

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Aber bis der Aufstand und die Action endlich ihren Lauf nehmen, muss erst ein Mord aufgeklärt werden und über die Hälfte der zehn Folgen vergehen.

Und das ist auch die große Schwäche der Serie im Vergleich zum Kultfilm von 2013.

Damals verpackte der südkoreanische Regisseur Bong Joon-ho die pointierte Metapher für Kapitalismus und Klassenunterschiede geschickt in zwei actionreiche Stunden.

Keine Serie ohne Mord

Anspruchslose Popcorn-Action

2013 verfilmte Bong Joon-ho den französischen Comic über eine Zugarche in einer komplett eingefrorenen Welt genial mit Chris Evans und Tilda Swinton in den Hauptrollen.

Aber kann die neue Netflix-Serie mit diesem Kultfilm mithalten?

“Snowpiercer” ist bei Netflix verfügbar.

Jede Woche kommt eine neue Folge hinzu.

Trotzdem: Wenn man nur etwas anspruchslose Action in einem eiskalten Setting will, Spaß an der dystopischen Filmreihe “Tribute von Panem” hatte und die Noir-Detektiv-Story in der Sc-Fi-Serie “The Expanse” mochte, dann taugt “Snowpiercer” auf jeden Fall als Abendgestaltung.

Aufstand in der Holzklasse – die Serie “Snowpiercer”

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