Ausstellung in Iphofen: Schuhe mit Geschichte – Top News

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Allerdings heißt “tragbar” nicht automatisch “angenehm zu tragen”, wie die Ausstellung zeigt.

Sie erzählt die Entwicklungsgeschichte der Fußbekleidung, angefangen bei der römischen Sandale im 2.

Jahrhundert nach Christus.

Dabei bekommt der Besucher auch Einblicke in unschöne Kapitel.

So trugen etliche Frauen in China bis ins 20.

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Jahrhundert hinein sogenannte Lotus-Schuhe.

Sie waren aus Seide gefertigt und wurden individuell angepasst.

Was sich nach einem großzügigen Geschenk anhört, war in Wahrheit eine Qual.

Denn bereits kleinen Mädchen wurden die Füße gebrochen und anschließend abgebunden.

Durch diese Deformierung sollten die Füße so klein wie möglich gehalten werden.

Das galt als besonderes Schönheitsideal.

Eine Ausstellung nur für Frauen? “Auf keinen Fall”, sagt Museumsleiter Markus Mergenthaler und verweist auf zahlreiche “prominente” Schuhe: “Wir zeigen zum Beispiel den Schuh von Boris Becker, mit dem er 1985 in Wimbledon spielte.

Oder den von Michael Schumacher, in dem er 2004 Weltmeister wurde.

” Auch der erste Volksrennschuh der Gebrüder Dassler aus Herzogenaurach und der Turbolaufschuh von Usain Bolt haben in der Sammlung einen Platz, ebenso wie der 18 Prozent-Schuh von Guido Westerwelle.

Den trug er 2002 im Bundestagswahlkampf.

Außerdem unter den Exponaten: Die Stiefel von Pierre Brice, die er bei den Karl-May-Festspielen in Elspe anhatte.

Manche sind flach, andere fast unanständig hoch.

Manche kosten wenige Euro, andere ein Vermögen.

Gemeint sind die Exponate in der Sonderausstellung “Schuh-Stories” im Knauf-Museum im unterfränkischen Iphofen.

Sie sind froschgrün, haben einen hohen Keilabsatz und auf ihrer Oberfläche sind zig Milchringe drapiert, die aussehen, als würden sie ihre Mäuler weit aufreißen und die Zähne fletschen: “Audrey” heißen die Schuhe, die der aktuellen Sonderausstellung im Knauf-Museum ein Gesicht geben.

Das Designerpaar sieht aus wie eine fleischfressende Pflanze in einem Blumentopf und hat die Jury 2014 beim “Crazy Shoe Award” überzeugt.

Ein Kriterium bei diesem internationalen Wettbewerb: Die Schuhe müssen tragbar sein.

!

Insgesamt hat Mergenthaler für seine Sonderausstellung Exponate von 18 Leihgebern zusammengetragen, unter anderem vom Deutschen Schuhmuseum Hauenstein.

Die Leiter des Knauf-Museums Iphofen haben die Ausstellung “Schuh-Stories” wegen der Corona-Pandemie bis 8.

November verlängert.

Zwei Jahrtausende Schuhgeschichte

Schuhe von Boris Becker, Michael Schumacher und Usain Bolt

Besucher sehen, wie ein Schuh entsteht

Wie entsteht ein maßgefertigter Schuh? Diese Frage beantwortet die Ausstellung ebenfalls, unter anderem mit einem Film.

Darin fertigt Schuhmachermeister Torsten Gernert aus Iphofen einen Maßschuh.

Vom ersten Abdruck bis zum fertigen Paar sind es rund 300 Schritte – eine aufwändige Arbeit.

Und natürlich wartet auf die Besucher eine ganz besondere Überraschung: Im Erdgeschoss hat Markus Mergenthaler mit seinem Team einen Laufsteg aufgebaut.

Dort können verschiedene Schuhe – vom Sneaker bis zum Mega-High-Heel – angezogen und dann präsentiert werden.

Ein Beamer wirft ein Bild an die Wand, sodass die “Models” sich auch selbst auf einer Leinwand bewundern können.

Manche sind flach, andere fast unanständig hoch.

Manche kosten wenige Euro, andere ein Vermögen.

Gemeint sind die Exponate in der Sonderausstellung “Schuh-Stories” im Knauf-Museum im unterfränkischen Iphofen.

Ausstellung in Iphofen: Schuhe mit Geschichte

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