Badewannenmord: Manfred Genditzki zu Unrecht verurteilt? – Top News

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Manfred Genditzki war Hausmeister in der Wohnanlage, in der Lieselotte Körtum wohnte.

Es war bekannt, dass er sich um die ältere Dame kümmerte und Erledigungen für sie machte.

So holte er sie am 28.

10.

2008 gegen Mittag aus dem Krankenhaus ab.

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Sie telefonierte um 14.

57 Uhr mit einem Bekannten.

Um 15.

09 Uhr verließ Manfred Genditzki das Haus und rief aus dem Auto den Pflegedienst von Frau Kortüm an.

Es gibt Zweifel daran, dass Hausmeister Manfred Genditzki tatsächlich eine ältere Dame in Rottach-Ergern ermordet haben soll.

Womöglich war es doch ein Unfall.

Die Verteidigerin will in einem Wiederaufnahmeverfahren Genditzkis Unschuld beweisen.

Am Abend des 28.

10.

2008 wird die 87-jährige Lieselotte Kortüm tot in ihrer Wohnung aufgefunden.

Sie ist in ihrer Badewanne ertrunken, stellt der Gerichtsmediziner fest.

Alles sieht nach einem tragischen Unfall aus.

Doch am Ende wird der Hausmeister Manfred Genditzki wegen Mordes an der älteren Dame verurteilt.

Rechtsanwältin Regina Rick ist bis heute der festen Überzeugung, dass es ein Unfall war und Manfred Genditzki unschuldig ist.

Sie hat deshalb einen Wiederaufnahmeantrag gestellt, um den Fall neu aufzurollen.

Die Staatsanwaltschaft glaubt, dass Manfred Genditzki genau in diesen zwölf Minuten zwischen den beiden Anrufen die ältere Dame ermordet hat, indem er sie niedergeschlagen hat.

Denn der Gerichtsmediziner stellt bei der Toten zwei Blutergüsse am Kopf fest, die er durch einen Sturz in die Badewanne nicht erklären kann.

Auch die Position der Leiche passt seiner Meinung nach nicht mit einem Sturz zusammen.

Hans Holzhaider hat den Fall als Gerichtsreporter der Süddeutschen Zeitung jahrelang begleitet.

Für ihn ist es ein Justizirrtum.

Er hält es für schwer vorstellbar, diesen Mord in nur zwölf Minuten zu begehen und es wie einen Unfall aussehen zu lassen.

Rekonstruktion des Sachverhalts

Staatsanwaltschaft glaubt nicht an Unfall

Staatsanwaltschaft ändert Meinung über Mordmotiv

Urteil: lebenslange Haftstrafe

Neue Hinweise für Unschuld

Sturz in die Badewanne denkbar

Antrag auf Wiederaufnahmeverfahren

Es gibt Zweifel daran, dass Hausmeister Manfred Genditzki tatsächlich eine ältere Dame in Rottach-Ergern ermordet haben soll.

Womöglich war es doch ein Unfall.

Die Verteidigerin will in einem Wiederaufnahmeverfahren Genditzkis Unschuld beweisen.

Die Staatsanwaltschaft geht von Mord aus.

Manfred Genditzki soll aus Habgier die ältere Dame ermordet haben.

Denn um ihren Todeszeitpunkt herum hat er Schulden in Höhe von 8.

000 Euro zurückgezahlt.

Diese Summe soll er bei Lieselotte Kortüm unterschlagen haben.

Doch während des Strafprozesses stellt sich heraus, dass das Geld woanders herstammt.

Im Plädoyer schwenkt der Staatsanwalt auf ein anderes Motiv um.

Genditzki soll während einer Auseinandersetzung mit der älteren Dame in Zorn geraten sein, sie dann erschlagen und in der Badewanne ertränkt haben.

Das Landgericht München I verurteilt Manfred Genditzki wegen Mordes.

Der Bundesgerichtshof weist das Urteil wegen eines Verfahrensfehlers zurück.

Der Fall muss noch einmal verhandelt werden, viele rechnen jetzt mit einem Freispruch.

Doch im zweiten Urteil heißt es: lebenslange Haft wegen Mord.

Jahrelang hat Rechtsanwältin Regina Rick daran gearbeitet, die Unschuld ihres Mandanten Manfred Genditzki zu beweisen.

Jetzt liegt ihr das Gutachten eines renommierten Instituts vor, das die Auffindesituation von Lieselotte Kortüm, ihre Kopfverletzungen und alle wesentlichen Todesumstände berechnet hat.

Die Computersimulation zeigt, dass die Verletzungen durch einen Sturz in die Badewanne entstanden sein können.

Badewannenmord: Manfred Genditzki zu Unrecht verurteilt?

Damals hatte eine Zeugin ausgesagt, dass Lieselotte Kortüm nie gebadet habe.

Weshalb hätte sie also Wasser in die Badewanne einlassen sollen? Nun habe sich aber eine weitere Zeugin gemeldet und berichtet, dass Lieselotte Kortüm oft ihre Wäsche in der Badewanne vorgewaschen habe.

Auch an ihrem Todestag könnte das so gewesen sein.

Denn sie kam aus dem Krankenhaus mit einem Beutel verkoteter Unterwäsche.

Sie hatte starken Durchfall.

Dass die ältere Dame ihre Wäsche in der Badewanne einweichen, bevor sie sie später Manfred Genditzki zum Waschen geben wollte, hält die Rechtsanwältin Regina Rick für äußerst plausibel.

Vieles deutet also darauf hin, dass Manfred Genditzki unschuldig ist.

Ein weiterer Punkt: der Todeszeitpunkt.

Gutachter gehen davon aus, dass Lieselotte Kortüm nach 15.

45 Uhr gestorben ist.

Für diese Zeit hat Genditzki ein Alibi.

Der Gerichtsmediziner Carsten Babian hat die Krankenakten von Lieselotte Kortüm untersucht und festgestellt, dass sie immer wieder Schwächeanfälle hatte.

Mehrfache Stürze infolge von Bewusstlosigkeit sind aktenkundig.

Ein Sturz in die Badewanne scheint also nicht unwahrscheinlich.

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